Mittels einer überdurchschnittlichen Berücksichtigung bestimmter Bevölkerungsgruppen werden die Umfragen in den Vereinigten Staaten zugunsten der Demokratischen Partei manipuliert. Dies zeigt eine der sogenannten "Podesta-Mails".

Von Marco Maier

Nicht nur Wahlen werden manipuliert, sondern auch schon die Umfragen zuvor. Etwas, was als Binsenweisheit bekannt ist, erfährt durch die sogenannten "Podesta-Mails" nun auch faktisch eine offizielle Bestätigung für die USA. Immerhin ist jedem Statistiker bekannt, dass man mittels "oversampling", also der überdurchschnittlichen Berücksichtigung bestimmter Bevölkerungsgruppen oder Umfrageregionen durchaus "gewünschte" Ergebnisse bekommt.

So zeigt beispielsweise die jüngste Umfrage von ABC News und Washington Polls eine deutliche Führung von Hillary Clinton (50 Prozent) gegenüber Donald Trump (38 Prozent), während Gary Johnson (5 Prozent) und Jill Stein (2 Prozent) faktisch keine Rolle spielen. Bei der Aufschlüsselung nach Bevölkerungsgruppen zeigt es sich, dass Trump bei den Weißen generell mit 47:43 Prozent gegenüber Clinton führt, während die Kandidatin der Demokratischen Partei bei den Nichtweißen gesamt auf ein Verhältnis von 68:14 gegenüber dem republikanischen Kandidaten kommt, wie auch die nachfolgende Aufschlüsselung der Umfrage zeigt.

abc-umfrage

Im Kleingedruckten gibt ABC News dann zu, dass bei den 874 möglichen Wählern die befragt wurden 36 Prozent Demokraten, 27 Prozent Republikaner und 31 Prozent Parteiunabhängige waren. Aber auch sonst zeigt schon die obige Grafik, wie leicht es in den Vereinigten Staaten ist, rein anhand ethnischer und demographischer Merkmale eine Umfrage so "anzupassen", dass man ein Ergebnis bekommt, welches den Wünschen der Auftraggeber entspricht. Als Beispiel: Erhöht man den Anteil an befragten Schwarzen um nur 5 Prozentpunkte, verschafft man Clinton in der gesamten Umfrage ein Stimmenplus von immerhin 3 Prozentpunkten. Doch weil die Umfrageinstitute nicht genau angeben, wie die ethnische und demographische Zusammensetzung aussieht, kann man derzeit nur Vermutungen anstellen.

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Doch nun zurück zur besagten "Podesta-Mail". All jene die glauben, dass (zumindest) bei den US-Umfragen nicht getrickst und getäuscht wird, seien die folgenden Aussagen des heutigen Wahlkampfmanagers von Hillary Clinton eine Warnung. Denn darin "empfielt" er die "oversamples", also die Übergewichtung bestimmter Gruppen, bei den Umfragen, "so dass wir bei unseren Medienumfragen das Maximum herausholen können". Weiters beinhaltet der 37 Seiten umfassende "Guide" folgende Empfehlungen für die Manipulation von Umfragen in Arizona: "Übergewichtet die Hispanics", "Sprecht beim Interview spanisch" und "Übergewichtet die Amerikanischen Ureinwohner". Also zum Einen schon mal zwei ethnische Gruppen, die eher die Demokraten wählen und zum Anderen sollten durch den Gebrauch der spanischen Sprache auch die Nicht-Englisch-Sprecher in der Bevölkerung, die ebenfalls eher Demokraten-affin sind, für die Umfrage gewonnen werden.

Auch für Florida empfahl Podesta die Befragung von "genügend afrikanisch-amerikanischen und hispanischen Wählern". Vor allem sollten bei nationalen Wahlen "Schlüsseldistrikte / -regionen" sund "ethnische" Gruppen "wie benötigt" Übergewichtet werden. Angesichts dessen, dass sich faktisch die gesamte Medienoligarchie der USA gegen Trump verbündet hat und offen Clinton unterstützt, darf man also durchaus von einer entsprechenden "Anpassung" der Befragten ausgehen, um eine große Zustimmung für die ehemalige Außenministerin in der Bevölkerung zu suggerieren. Zudem macht es dies leichter, bei Wahlmanipulationen zugunsten Hillary Clintons entsprechend hohe Werte bei den Wahlen zu erklären.

Nun kann man natürlich auch in Deutschland oder Österreich mittels entsprechender Wählerprofile – die ja längst schon existieren und immer wieder ein wenig angepasst werden – bei den Umfragen entsprechend tricksen. Jede Partei hat Wählerschichten, in denen sie eher besser oder schlechter abschneidet. Dann gibt es auch bestimmte Regionen, in denen man vermehrt auf Stammwähler einer Partei trifft. Wer glaubt, dass solche Methoden nicht auch hierzulande angewendet werden, muss reichlich naiv sein. Vor allem durch die geringen "Samples", also die Anzahl der Befragten (oftmals nur 400-3.000 Personen, in Österreich weniger und in Deutschland mehr), kann schon eine kleine Abweichung bei den Befragten deutliche Unterschiede mit sich bringen.

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9 thoughts on “Podesta-Mails: So manipulieren die US-Demokraten die Umfragen”

    1. Das ist diesen Leuten aber egal, was sie sind. Sie haben einen Pakt mit dem Teufel abgeschlossen und bekommen viel Geld für Verrat, Mord und Lügen. 

  1. Ich schlussfolgere, dass bei den Umfragen in D., was „die Bevölkerung“ von Merkel hält, auch nur Systemlinge befragt worden sind

  2. Wenn man also eine Umfrage macht, ob die Strafen für Kinderschänder reduziert werden sollen, wählt man die Gruppe der Befragten am besten so, dass sie nur aus Pädophilen besteht. Ein interessantes Konzept, was Marco Maier da ausgegraben hat. Das kann ich mir vor allem so richtig gut in D. vorstellen.

  3. " Doch weil die Umfrageinstitute nicht genau angeben, wie die ethnische und demographische Zusammensetzung aussieht, kann man derzeit nur Vermutungen anstellen. "

     

    Aha, wir wissen also gar nicht, ob getrickst wurde, nehmen es aber an…. aber wehe, die Lügenpresse würde so verfahren.

     

    Seltsamerweise kommen alle Umfragen zu durchaus ähnlichen Ergebnissen und die Umfragen waren in der Vergangenheit ja auch meist richtig. Zudem stellt sich doch die Frage, ob es Clinton nicht eher schadet, wenn sie in den Umfragen deutlich vorne liegt. Der Effekt könnte sein, dass ihre Anhänger zu Hause bleiben, während die Trump-Anhänger mobilisiert werden.

     

    Letztlich also viel heisse Luft um nichts – wie bei all den geleakten Mails bisher.

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