Österreich: Asylchaos – Keiner weiß, was wirklich los ist

In Österreich herrscht allgemeine Verwirrung um die Asylbewerber. Wer kommt, bleiben darf oder gehen muss bzw. freiwillig geht – niemand kennt die genauen Zahlen. Trotz teurer Verwaltung gleicht die Republik einem Absurdistan.

Von Marco Maier

Im Zuge der Migrationskrise und der damit aufkommenden Probleme kam auch die Debatte über eine Obergrenze auf. 37.500 Asylanten sollten maximal noch pro Jahr in Österreich aufgenommen werden, doch angesichts der ganzen unterschiedlichen Zahlen herrscht in der Politik Verwirrung darüber, wie denn jetzt mehr als drei Quartale später die Lage tatsächlich aussieht.

Derzeit laufen gerade rund 28.300 Asylverfahren. Diese sollen laut Bundesregierung für die Obergrenze relevant sein. Asylanträge gibt es jedoch rund 34.600. Doch dann gibt es noch die Frage, was ist mit jenen Menschen die einen Antrag auf Asyl stellten, jedoch einen negativen Bescheid erhielten. Jene die daraufhin abgeschoben werden oder "freiwillig" ausreisen, müssen natürlich abgezogen werden – allerdings bleiben nicht wenige dieser Asylbewerber trotzdem im Land.

Laut Innenministerium habe es bis Ende September 2016 insgesamt rund 11.500 negative Asylbescheide gegeben. Insgesamt wurden im selben Zeitraum 7.826 Personen mit negativem Asylbescheid außer Landes gebracht. Dies hieße, rund 30 Prozent würden im Land bleiben, so das Innenministerium. Doch wie viele davon ihren negativen Bescheid bereits im letzten Jahr erhielten, sagt man nicht. Auch ist unklar, wie viele Personen mit negativem Asylbescheid sich aktuell im Land aufhalten.

In Österreich bleibt also nur eines gewiss: "Nichts Genaues weiß man nicht", wie es im Volksmund so schön heißt. Für viele Österreicher grenzt dieses Chaos jedoch schon an Staatsversagen, zumal sich die Republik eine der teuersten Verwaltungen leistet, die jedoch nicht in der Lage ist, ein solches Chaos zu vermeiden. Auch zeigt es sich, dass man in Sachen Rückführungsabkommen auf die betreffenden Staaten die ihre Staatsbürger nicht mehr zurücknehmen wollen, auch wirtschaftlichen und finanziellen Druck ausüben muss.

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11 Kommentare

  1. Ich glaube, daß es so nicht nur Österreich geht. Wer will die Gäste, die sich da durch die Länder tummeln, denn zählen. Muß lachen, wenn ich von einer Obergrenze höre oder daß nur 1 Million Gäste da sind. Was ist mit dem Nachzug? Sicher alles mal 5.  Wie heißt es: Weißt du wieviel Sternlein stehen…=…. Weißt du wieviele Fremde gehen in den Ländern frei herum…?……..Alles Kasperltheater, aber eines ohne gutem Ende.  Manchmal löst Schweigen ein Problem. Nur in dem allgegenwärtigen Problemfall verulkt man damit  die Situation. Lösung unmöglich. Damit abfinden? Auch unmöglich. was dann??

    1. Das mit dem "Wissen" ist ja deren Problem, denn sie wissen meistens nichts ^^

      Am besten finde ich ja, dass ich genau vor einem Jahr die Nazikeule übergebraten bekam, weil ich versuchte zu erklären, wenn man in eine genau definierte Masse (Bevölkerung X) eine undefinierte ungenau Masse (Flüchtlinge Y) einbringt, dann kollabiert das System.

      Bin zwar nur der dumme Honk von der Straße und kein Mathematiker aber für mich ist das reine Logik.

  2. Ein "Dankeschön" an die große Koalition, dieses Bravourstück, eine Kriegserklärung mittels unkontrollierter Migration an den österreichischen Staat, erfolgreich in die Wege geleitet zu haben

    Den größten Anteil an dieser staatsfeindlichen Agitation darf sich die SPÖ zurechnen, denn es war ihr letzter Bundeskanzler, der sich wie ein Kleinkind an den Rockzipfel der deutschen Bundskanzlerin hängte und jede Order aus Deutschland wie ein Musterschüler umsetzte!

    Jeder klar sehende und denkende Mensch erkennt eindeutig die EU weite, konzertiette Absicht, Europa als potentiellen, prosperierendenLebensraum zu zerstören!

     

     

     

  3. "Wer will die Gäste, die sich da durch die Länder tummeln, denn zählen"

    Sie meinen tatsaechlich Gäste? Was ist dann der Unterschied zwischen Invasoren u. Gästen? Wohl nicht wenig sprachliche Verwirrung, oder bleibt es bei einer Verirrung?

      1. Genauso ist das Ganze zu sehen !    @ brücke

        Es geht hier in erster Linie   nicht um humanitäre Hilfe !  Da hätte man das nämlich ganz anderst gehandhabt .

  4. Wie lange hier alles braucht, bis es einer rafft.

    Die Grüne Minna* und die vierzig Räuber setzen Mittel des Rechtsstaates ein, um den Rechtsstaat zu zerstören. Wohlwissentlich, dass der Rechtsstaat ihre Terroraktivitäten schützt. Schützen muss, denn sonst wäre es ja kein Rechtsstaat mehr. Das, was die Grüne Minna* und die vierzig Räuber tun, ist so, als wenn man sich auf die Straße legt, den Verletzten imitiert und den ersten, der anhält um zu helfen, niedersticht und ausraubt.

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    *) C. Roth

  5. Die die das Chaos anrichten interessiert das gar nicht. Die  w o l l e n  den Staat und das Volk von innen her zersetzen, die wollen Anarchie! Da kann nur die rigerose Entfernung des derzeitigen Politpersonals helfen.

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