Ein Friedensvertrag zwischen der rechtskonservativen Regierung und den linksextremen Guerillas sollte in Kolumbien endlich den Frieden bringen. Doch das Referendum scheiterte.

Von Redaktion/dts

In einem landesweiten Referendum hat die kolumbianische Bevölkerung den historischen Friedensvertrag mit den linksextremen Farc-Guerillas abgelehnt. 50,2 Prozent stimmten gegen den Vertrag, der den seit 52 Jahren andauernden Konflikt beenden sollte. Damit droht ein politisches Chaos, da die Regierung auf die Zustimmung zu dem Vertrag gesetzt hatte: "Ich gebe nicht auf. Ich werde mich bis zum letzten Tag meiner Amtszeit um den Frieden bemühen", sagte der kolumbianische Präsident Santos nach der Abstimmungsniederlage.

Erst am vergangenen Montag war der Friedensvertrag nach mehr als vier Jahren schwieriger Verhandlungen im Beisein von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und zahlreichen ausländischen Staatsgästen unterzeichnet worden. Bereits in der kommenden Woche wollen Unterhändler beider Seiten erneut zusammentreffen, um Wege zu einer Rettung des Friedensprozesses zu beraten. Die Wahlbeteiligung war mit deutlich unter vierzig Prozent sehr niedrig.

Allerdings zeigte sich die Spaltung des Landes: Während in den ländlichen Regionen, die vom nunmehr 52 Jahre andauernden Konflikt besonders betroffen waren, stimmten die Menschen mehrheitlich für den Friedensvertrag, während die kaum davon betroffenen Städter mehrheitlich dagegen stimmten.

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