Jörg Meuthen: „Rentensystem muss umfassend reformiert werden“

Auch die AfD macht sich auf, um Reformvorschläge für das marode Rentensystem zu präsentieren. Zu lange wurde die Reform durch die Kartellparteien auf die lange Bank geschoben, beklagt Jörg Meuthen. Allerdings hält er nichts von einer Art "Rentensozialismus", wo auch Selbsständige und Beamte zwangsweise in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen müssen.

Von Redaktion/aek

In einer Presseaussendung erklärt der AfD-Bundesvorsitzende, Jörg Meuthen, zur Zukunft des deutschen Rentensystems: "Zum Mut zur Wahrheit gehört auch der Mut zur unangenehmen Wahrheit. Und die Wahrheit über unser Rentensystem ist leider eine unangenehme und keine einfache: Hielten wir am bestehenden Rentensystem fest, so wäre dieses nur durch eine erhebliche Erhöhung des Renteneintrittsalters, eine weitere Absenkung des Sicherungsniveaus und beträchtliche Erhöhungen der Beitragssätze aufrecht zu erhalten. Das kann den Millionen von Beitragszahlern nicht zugemutet werden."

Die AfD arbeitet auf Hochtouren: "Da die Kartellparteien jegliche Reform des Systems zum Schaden insbesondere der heranwachsenden Generation seit Jahrzehnten auf die lange Bank geschoben haben, arbeitet die AfD derzeit an einem umfassenden Rentenreformprogramm. Dabei werden auch die erfolgreichen Komponenten von Systemen anderer Länder, wie zum Beispiel der Schweiz, zum Teil als Vorbild dienen. Es wird aber wenig helfen, ein einziges Modell eins zu eins zu kopieren."

Meuthen widerspricht Petry weitestgehend: "Ein Rentensozialismus derart, dass auch Selbstständige und Beamte zwangsweise in das marode System der gesetzlichen Rentenversicherung gezwungen werden, kann kein erfolgsversprechender Lösungsansatz sein. Ein erfolgreiches Rentenkonzept muss stattdessen einen umfassenden Ansatz haben und darf sich nicht allein auf das Drehen einzelner Stellschrauben beschränken, sondern muss die Individualität und Selbstverantwortung der Menschen in ihrer Altersvorsorgeplanung stärken."

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25 Kommentare

  1. Es soll mal ein Außenminister eines "Siegerlandes" gesagt haben, daß die Last des Versailer Vertrages zu offenischtlich war und man nun lieber die Zahlungen über Krankenkassenbeitrage und Rentenbeiträge einziehe.

    Daher wäre auch leicht zu erklären, warum zwar alle Firmen ihre Bilanzen veröffentlichen müssen, jedoch Renten und Krankenkassen davon verschont bleiben.

    Wieso veröffentlichen die Rentekassen und Krankenkassen ihre Zahlen nicht obwohl gerade deise Zhlen im aboluten öffentlichen Interesse sind? Ich persönlich kann mir es nur mit der oben erwähnten Aussage erklären.

    1. Ja, die Siegerläner, das waren noch Kerle! In beiden Teien des letzten Dreißigjährigen Krieges war es üblich, daß man vor "Kommandounternehmen" die Mannschaften antreten ließ und brüllte: "Siegerländer und Westerwälder vortreten!" – Und das waren dann die Freiwilligen!

  2. Das mit der Rente,, ist überal das Gleiche-Chaos denn es geht um Leitungsverweigerung oder Leistungsminderungen – üblich bei allen Versicherungen.. Der sogenannte "Generationenvertrag" bricht bzw ist zusammengebrochen… Punkt!

    Von der Rente kannst nicht leben,, und Eigentum nicht weiter finanzieren..

    Dafür eben weitere 7Jahre Rentenalter dazu erwirtschaften/Schuften..

    Desto trotz wird die Rente nicht ausreichen,, sogenante Generationenvertrag… aus die Rentenmaus..

     

    1. Wo steht eigentlich in Stein gemeißelt …

      dass die Minderheit, die noch produktiv im Arbeitnehmerverhältnis arbeitet, alle Rechnungen allein bezahlen muss?

      Und wie schäbig ist das denn, wenn jene, die den heutigen Wohlstand mit ihrer Lebensarbeitsleistung erst erwirtschaftet haben, ihre alten Tage in Armut verbringen sollen?

      Wer für Staat und Gesellschaft gearbeitet hat, sollte im Alter nicht hungern und frieren müssen.

      Das Schweizer Rentenmodell, nach dem ALLE nach ihrer Leistungsfähigkeit einzahlen und im Alter ALLE die gleiche Grundrente bekommen, ist schon ein Schritt im die richtige Richtung

  3. Dabei ist die Lösung so einfach.

    Jeder zahlt Sozialabgaben, auf jede Art von Einkommen, bei einer Beitragsbemessungsgrenze die diesen Namen auch verdient (mind. 10k €).

    Herr Meuthen, diese erzkapitalistische Denke wird letztlich verhindern daß die AfD eine echte Volkspartei wird.

  4. Meuthen läßt also die Maske fallen.Er ist ohnehin der Spaltpilz bei der AfD.Beamte und Selbstständige sollen also verschont bleiben.Für künftige AfD Wähler eine große,vieleicht zu große,Hürde.

    Schweizer Modell ist die Lösung.Kann wohl keiner als Sozialismus brandmarken.

  5. Auch das hat Merkel jahrelang unterm Teppich gekehrt,seit Jahren weiß man das das Rentensystem unter aller Sau ist und schon längst reformiert werden müssen.

    Wir brauchen ein Rentensystem, wie in Niederlande, wo niemand – auch Frauen – vor Altersarmut Angst haben muss.

  6. Wenn (ohnehin unproduktive) Beamte in die Rentenkasse einzahlen würden, woher kämen den die Einzahlungen? Hm? Jeder einzelne Cent käme wieder vom Steuerzahler! Und diesem müsste das Geld vorab erst wieder zusätzlich weggenommen werden, um es für Beamte an die Rentenkasse hinzugeben.

    Das ist nur LINK TASCHE – RECHTE TASCHE !!!

    1. Aber es wäre schon ein gigantischer Fortschritt, wenn Beamte ihre Rentenanwartschaften nach der gleichen Formel aufbauen müssten wie Arbeitnehmer. Zurzeit gehen sie einfach mit den letzten Bezügen in Pension, nachdem sie noch oftmals befördert wurden.

      1. Und vorher dämlich rumgequatscht haben: "Die Renten sind sicher" und sich dann auch noch mit Schlafsack und Zelt in den Strom der Invasoren geworfen haben, die Zerstörung des Resterampendeutschlands damit auch noch zu befeuern und willkommen zu heißen!

        Diesen Versagern gehört das zu Unrecht Ergaunerte auf Hartz IV Niveau heruntergeschraubt. Und nein! Es handelt sich nicht um eine Neiddebatte! Wie ich dieses Totschlagargument hasse!!!  

  7. Die AfD muß sicher für alle Belange des Volkes Konzepte entwickeln und zur Verfügung haben. Es ist aber fraglich ob sie es notwendig hat diese zum jetzigen Zeitpunkt öffentlich zur Diskussion zu stellen. Solche Konzepte anzubieten ist zum jetzigen Zeitpunkt erstmal Sache der Regierung. Die AfD sollte sich keinesfalls vom Schlachtruf der Altparteien "Die haben keine Lösungen" treiben lassen und sich Themen aufzwingen lassen die vom derzeit wichtigsten und für die Altparteien unangenehmsten Thema die "Überfremdungspolitik" ablenken lassen. Die Anregungen des Herrn Laschet sind der Initiative des Herrn Meuthen sehr ähnlich. Was für AfD-Anhänger ein "Geschmäckle" hat.

  8. Renten – Sozialismus nennt das Arschloch "das Schweizer Rentensystem" ! Meuthen muss weg ! Haben wir nicht schon genug von diesen Hirnis. Muss der sich jetzt auch noch als Neoliberalist outen ?

  9. Es ist immer besonders widerlich, wenn irgendwelche rundum-versorgten Politiker und Beamte wie Meuthen den Bürgern vorgauckeln, wie knapp die Mittel sind und mit wie wenig sie deshalb auskommen müssen. Und der Würgereiz wird dann noch größer, wenn sog. Professoren wie Meuthen aus der verbeamteten Hängematte heraus den Manchesterliberalismus predigen. 
    Ein ganz schwerer Bremsklotz für die AFD. Aber der kürzeste Weg an die Fleischtöpfe ist für diese natopartei ja ohnehin die geplante Koalition mit der CDU und das war es dann.

  10. Wenn solche Gehirnspastiker wie Meuthen in der AfD bleiben, dann bekommen wir noch eine Blockpartei. Hat er sich schon bei den Lobbyisten angemeldet, damit er demnächst nicht zu kurz kommt ? Was wollern solche Kretins eigentlich anderes als an die Fleischtöpfe zu kommen ? Demokratie heißt Volksherrschaft und nicht Establishment – Herrschaft.

  11. Naaaaja, ich bin zwar liberaler und nur ein kleiner Handwerker und als solcher sollt man einen Prof. nicht widersprechen. Aber wenn zur Marktwirtschaft neben dem Kapital auch Arbeiter, Angestellt, Unternehmer, Kinder und Rentner gehören. Wie kommt er da auf das schmale Brett das Unternehmer nicht dazu gehören. Sich aus dem System verabschieden können weil es sonst Sozialismus wär? Oder meint er beim Begriff Unternehmer eher die Freiberufler und Kleinunternehmer ohne Angestellten die, den Preis ihrer Dienstleistung ohne Rentenabgaben kalkulieren, um günstiger zu sein. Also den ganzen Markt im Preisniveau herunterziehen sollen damit an den Kapitalmärkten noch mehr Rendite mit Nichtstun erwirtschaftet werden kann. hmmm, naja….

  12. Ich kenne Herrn Meuthen nicht, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß er schon mal ordentlich produktiv gearbeitet hat. Es scheint ihm nicht klar zu sein, wie hoch das heutige Rentenniveau in Deutschland ist – so etwa 43% des Netto-Durchschnittsverdienstes der letzten fünf Arbeitsjahre. Jetzt kommt noch die Sauerei: diese Rente muß noch versteuert und es müssen Krankenkassenbeiträge gezahlt werden.

    In diesem – ach so reichen – Land schafft man es nicht – besser: will man es nicht schaffen – der älteren Generation ein finanziell sorgenfreies Leben zu ermöglichen. Das sei zu teuer, wird gesagt. Man hat aber noch nie von Leuten wie Meuthen gehört, daß die Kosten für die Zudringlinge, für die EU, die UN und sonstige Freunde zu hoch seien. Hierfür ist immer Geld vorhanden. Man muß beispielsweise als Syrer mit vier Ehefrauen und über 20 Kindern hierher kommen: dann sprudelt das Geld. Es sollen – so habe ich es anderswo gelesen – nahezu 30.000 € im Monat sein. Da müßte doch Herr Meuthen blaß vor Neid werden.

  13. Jeder, der mal in das Parteiprogramm geblickt hat, weiß, dass die afd noch neoliberaler ist als das übliche Gesocks aus CDU/CSU/SPD und Grünen. Ist mir ein Rätsel, wieso ein nornaler Arbeitnehmer diesen Verein wähhlt . Ein paar rechte Parolen sind nicht Alles im Leben.

  14. Rechte (demokratische) Parolen sind gerade ein Grund die AfD zu wählen. Der Verlust der Gesinnungspluralität ist Symptom des Demokratieverfalls! In einer Demokratie sind rechte Parolen ebenso legitim wie linke! Die Gleichschaltung aller Parteien in eine linke Einheitspartei ist für die derzeitigen Zustände im Land verantwortlich! Die Interessen des normalen Arbeitnehmers sind nie zuvor in ähnlicher Weise mit Füßen getreten worden wie derzeit. Die Arbeitnehmer werden sich, unter anderen Lebensqualität Verschlechterungen, auf einem sehr niedrigen Einkommensniveau wiederfinden. Die Gleichmacherpolitik der linken Parteien führt zu einer allgemeinen Niveausenkung das heißt die die heute schon ärmer sind werden dann hungern. Man muß sich nur vorstellen was passieren wird wenn die Sozialkassen leer geplündert sind. Haben sie  den Eindruck, daß die Bundestagsparteien sich dieser Plünderung entgegenstellen? Die AfD ist eine Chance vielleicht eine Kursänderung herbeizuführen.

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