US-Schachmeisterin Nazi Paikidze, hier bei einem Turnier in Breslau, 2010. (Foto by GMBartek via wikimedia commons, CC-BY SA 3.0)

Die Radikalisierung des Islam und die damit verbundene, selbstgewählte Isolation islamischer Staaten treibt immer noch seltsamere Blüten. Jüngstes Beispiel ist die zu Beginn nächsten Jahres anstehende Schach-WM der Frauen, die ausgerechnet an den fundamentalistischen Mullah-Staat Iran vergeben wurde. Die Chef-Religioten des Iran verlangen nun natürlich, dass auch die „ungläubigen“ Teilnehmerinnen sich zu verhüllen haben.

Von Marcello Dallapiccola

Im kommenden Februar sollen sich die besten Schach-Spielerinnen der Welt in Teheran versammeln, um den Titel der Weltmeisterin auf den 64 Feldern unter sich auszumachen. Da das Turnier im Iran stattfindet, wo für Frauen Verschleierungszwang besteht, werden natürlich auch die Spielerinnen bei ihrer Anmeldung auf diese „kulturelle Besonderheit“ hingewiesen. Der Zwang zur Verschleierung bestrifft nämlich nicht nur die einheimischen Frauen, nein, auch Touristinnen und sogar offizielle Vertreterinnen anderer Länder müssen sich dem Willen der iranischen Mullahs beugen.

Formuliert wird das natürlich, wie üblich, in einer ekelhaften Schleimigkeit: „Wir bitten die Teilnehmer, zu jeder Zeit die lokalen, traditionellen Werte, Gebräuche und Gesetze zu achten und auf ihre Handlungen zu achten um sicherzustellen, dass diese niemanden beleidigen“. Politische Korrektheit ist mittlerweile offenbar auch im Iran angekommen, wo er interessanterweise dem selben Zweck dient wie im Westen: Knallharten Islamo-Faschismus als bunte Folklore zu maskieren. Man stelle sich nur vor was los gewesen wäre, hätte man den Kopftuch tragenden Islamistinnen die Teinahme an der Olympiade aus denselben Gründen versagt.

Doch um Schach zu spielen, braucht man bekanntlich jede Menge Grips. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis die erste Spielerin den Halal-Braten riecht und sich kritisch zu Wort meldet. Die georgisch-stämmige US-Spielerin Nazi Paikidze hat das nun in einem beeindruckenden Statement getan. Paikidze, immerhin amtierende US-Meisterin, dazu klar und deutlich: „Ich werde keinen Hijab (Kopftuch) tragen“.

Loading...

Ihre Teilnahme am Turnier hat Paikidze mittlerweile zurückgezogen – jetzt wären ihre chinesischen, russischen und westeuropäischen Kolleginnen an der Reihe, es der mutigen jungen Dame gleichzutun. Würde die Welt geschlossen mit Ablehnung auf solche fanatischen Spinnereien reagieren und diese Regimes einfach komplett boykottieren, hätte das eigene Volk diese Zauselbärte schon lange hinweggefegt. Man muss sich aber auch fragen, wie so ein Turnier überhaupt an ein Land vergeben werden konnte, das von steinzeitlichen Tyrannen regiert wird.

Wenn ihnen dieser Artikel gefallen hat, können sie uns mit einer Spende (hier) unterstützen. Es besteht auch die Möglichkeit ein ePaper oder ein eBook im Shop (hier) käuflich zu erwerben.

Bitte unterstützen sie uns!

Wir konnten im Laufe der Zeit viele Leser dauerhaft für uns begeistern. Wenn Sie liebe Leser, uns dauerhaft unterstützen wollen, dann tun sie das am besten mit einer Spende oder mit einem Dauerauftrag mit dem Kennwort "Contra Magazin" auf folgendes Konto: IBAN: DE28 7001 1110 6052 6699 69, BIC: DEKTDE7GXXX, Inhaber: Andreas Keltscha oder per Paypal und Kreditkarte. Wir bedanken uns herzlich!

Loading...

18 KOMMENTARE

  1. "Die Chef-Religioten des Iran verlangen nun natürlich, dass auch die „ungläubigen“ Teilnehmerinnen sich zu verhüllen haben."

    Waere im Vorfeld abzuklaeren gewesen. Werden sie auch haben, aber dazu bekennt sich nun von westlicher Seite keine S..!

  2. Persönlich würde ich unter diesen Umständen nicht teilnehmen in so einem Diskriminierungsland. Sollen sie doch Ihre WM für Muslime allein durchführen.

    Außerdem gibt es bei uns in .de ebenfalls kulturelle Besonderheiten, nämlich kein Kopftuch !

    Also Kopftuchverbot in Deutschland.

  3. Wir fordern ab sofort, dass sich muslimische Bürger unseren Sitten und Gebräuchen unterwerfen und unsere Gesetze achten und befolgen.

    Wenn nicht dann sofort zurück wo sie herkommen ohne Rückkehr.

    Diese Muselmanen gehen einem echt auf die Eier mit ihrem dummen Geschwafel.

     

  4. Nicht mehr lange, und auch in Deutschland kommt das Verhüllungsgesetz -was alle einheimischen Frauen auch zwingt – Kopftücher zutragen.

    Dann ist Eile geboten – und das Weite zusuchen.

    Aber in Deutschland ist man ja gegen Muslime mehr als nur tolerant – denn es sind sie  – die sich nicht an unsere Kultur anpassen müssen – weil hier Politik (Staat) und Kirche nicht mehr getrennt wird.

  5. Schach ist unbestritten ein Kriegspiel. Und doch ist es für mich das friedlichste Spiel welches ich kenne. Man schlägt seinen Gegner, oder meistens ebend nicht, auf kognitiver Ebene ohne das einer von beiden sein eigenes ICH, seine Pesönlichkeit oder seine Art zu denken aufgeben muß.
    Mit dieser Forderung wird diese Grundlage schon im Vorfeld untergraben. Wenn sich eine Teilnehmerin dem fügen möchte dann ist das natürlich Ihre eigene Entscheidung. Den Sinn dieses Spieles hat sie jedoch meiner Meinung nach nicht verstanden.

  6. Tja, in anderen Ländern legt man mehr auch eigene Kultur,Sitten und Gebräuche.

    Nur im Schlaraffenland Deutschland ist alles erlaubt. Da kann jeder Ausländer seine Kulturen mitbringen und hier weiter ausleben.

  7. ……..legt man mehr Wert auf die eigene Kultur,Sitten und Gebräuche.

    Da wird von Ausländern verlangt deren Kulturen sich anzupassen, ansonsten können sie bleiben wo sie herkommen. 

  8. Verschleierungszwang gibt es im Iran nicht,

    das ist Propaganda.

    Ein Kopftuch  ist ein Schmuckstück, das leider im Westen in Vergessenheit geraten ist.

    Ekelhaft sind die Zentimeterdicken Kunststoffdeckel,

    die sich verpflichtend und freiwillig immer mehr Westler über den Kopf schnallen.

  9. Wieso Kopftuchpflicht?
    Warum überhaupt Frauen-Schach? Wer hat das denn erlaubt, dass die Frauen Schach spielen dürfen? Irgendwas stimmt doch da nicht ………….

  10. Einer Kultur, die reziprokes Verhalten verweigert, darf man nicht mit einer die eigene Gesellschaft und Kultur gefährdenden Toleranz entgegenkommen!!! Das ist ein würdeloser Kniefall und ein Mißbrauch dieser Tugend, die nur dann funktioniert, wenn sie auf Gegenseitigkeit beruht! Selbst wenn es auf dem Irrglauben beruht, daß man mit gutem Beispiel vorangeht und man glaubt, mit Vorbildwirkung den anderen zum einlenken zu bewegen, so ist diese Naivität doch eine unverantwortliche Handlung seiner eigenen Bevölkerung gegenüber. Denn wer den Islam kennt, vor allem den heutigen Islam, kann nicht an der Tatsache vorbeigehen, daß er keinen Millimeter von seiner wortgetreuen Auslegung abrücken wird! Die auch die Überlegenheit des Islams als letztgültige Offenbarung Gottes beinhaltet.

    Denn der Kopftuchstreit ist erst der Anfang. Er wird jeden Gesellschaftsbereich einen nach dem anderen auf dem europäischen Kontinent, ganz im Sinne jener NWO Verfechter, erobern. Und dann geht es nicht mehr allein um die Kleiderordnung, sondern um das, was das Kopftuch tatsächlich repräsentiert. Die totale Kontrolle einer Religion über die Menschen.

    Nicht die Verteidiger der europäischen Kultur sind rassistsich oder intolerant, sondern der Islam, indem er sich verweigert, unsere Kultur anzuerkennen und seine Ausübung außerhalb der öffentlichen, gewachsenen westlichen Ordnung zu leben.Das inkludiert auch die Aufgabe der Kinderehe. Allein die unnötige, verlogene Diskussion über ein Verbot zeigt doch schon, wie dekadent, wehrlos und degeneriert der Westen durch lange Infiltration gewisser Kreise gemacht wurde! In jeder selbstbewußt gelebten Kultur, die nicht islamisch ist, würde mit einem gesetzlichen Federstrich die Kinderehe sofort verboten werden! Und seine Verfechter aus dem land expediert werden!

    Der Islam ist nach eigenen Selbstverständnis in jedem nichtislamischen Land eine Parallelgesellschaft, die ein Staat oder ein Kontinent wie Europa, innerhalb der EU niemals dulden dürfte! Aber genau darum geht es. Eine Frontlinie innerhalb einer Gesellschaft aufzureißen, in der die europäische Stammbevölkerung vor die Wahl gestellt wird, sich entweder in einer Anwandlung suizidaler Toleranz und Selbstaufgabe dem Islam unter dem Titel des Anspruchs eines offenen und modernen Weltbürgers unterzuordnen oder sich den geplanten Bürgerkrieg, initiiert mittels false flag operationen durch Geheimdienste und NGO`S ins Haus zu holen. Indem sie mit Sicherheit seitens der EU bzw. in den meisten Ländern Europas von der eigenen Regierung schmählich im Stich gelassen wird!

    Die Verharmlosung der islamischen Kleiderordnung für Frauen ist ein fataler Fehler, dessen Auswirkungen ebenso fatal sein werden! Denn solange sie der Ausdruck einer seiner eigenen Definition nach unbestreibaren Überlegenheit gegenüber anderen Religionen ist, ist sie ein Stachel ständiger Provokation gegenüber andersgläubigen, und dieses noch dazu im eigen Land und in der eigen Kultur!!!!!! Wäre sie eine reine säkulär und kulturell basierte Tradtion, ohne die Frau zu degradieren, würde sie nicht unbedingten berechtigten Anlaß zum Widerstand bieten. Die noch dazu in den meisten Fällen nicht freiwillig getragen wird Dies hat man im Iran in der Regierungszeit unter dem Shah gesehen. Dort war das Kopftuch, außer in abgelegnen ländlichen Gegenden, verschwunden. Und wurde erst durch  Khomeini den Frauen mit gewalt aufs Auge gedrückt!!!

    Doch eine der perfidesten Motive westlicher Regierungen ist der wirtschaftliche Profit, der sie die eigene Kultur verraten läßt!!

  11. Könnte man sich nicht drauf verständigen, daß nicht nur Frauen, sondern der EU Gendergleichberechtigung alle Kopftuch tragen? Auch ein Potuch, Beintuch, Armtuch, Schultertuch, Halstuch und Fingertuch sowie Genitaltuch zwingend und in jeder Lebenslage vorgeschrieben ist?

  12. Man lese sich nur die vielen Beschwerden durch …

    Beschwerden über ein Land, in dem die Frauen Kopftücher tragen müssen.

    Allesamt vorgetragen von Leuten aus einem Land, das kurz davor steht, dass MÄNNER Kopftücher tragen müssen.

    Ihr Kasper aus einem Land, das ROTGRÜNGENDER akzeptiert, ohne nur einen Mucks zu machen.
    Ihr Deppen!

  13. Das mit dem Kopftuch ist schon mehr als unüberlegt. In Europa sollen sich alle Frauen nach dem üblichen. kein Kopftuch. richten, was die Muslime stört. Die tragen weiter ihr Kopftuch. Die europäischen Frauen die Jahrhunderte kein Kopftuch (nur als Kälteschutz) getragen haben, sollen plötzlich eines tragen. Alles witzig. Die, die nie eines getragen haben, sollen eines tragen und die die seit Jahren eines getragen haben, sollen keines mehr tragen. Das heißt es gibt wieder 2 Gruppen, keine einheitliche Haarbedeckung. Vorschlag: Tragen alle eine Kappe und keine langen Haare mehr.Europäische Männer richten sich schon nach der muslimischen Mode. Bart ist modern. Will man wie ein Araber aussehen? Oder warum gibt es fast keine bartlosen jungen Männer mehr z.B. in Wien? Mode? Warum nicht andersrum?

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here