Hormonersatztherapie lässt Brustkrebsraten in die Höhe schnellen

In den Wechseljahren wird zur Linderung der Beschwerden immer wieder zur sogenannten Hormonersatztherapie (HET) gegriffen. Doch diese lässt das Brustkrebs-Risiko massiv in die Höhe schnellen. Auch beim Eierstockkrebs sieht es düster aus.

Von Marco Maier

Die Wechseljahre (Klimakterium) sorgen bei vielen Frauen zu Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Libidomangel und einer Atropie der Scheidenhaut. Auch Schwindelgefühle, Antriebslosigkeit und Reizbarkeit gehören dazu. Als Gegenmaßnahme wird oftmals eine hormonelle Behandlung durch die sogentannte Hormonersatztherapie (HET) durchgeführt. Doch diese ist offenbar nicht ungefährlich.

So zeigt die bislang wohl aussagekräftigste Studie zu den Risiken einer länger andauernden Einnahme von Östrogen-Gestagen-Kombinationspräparaten, die während dieser Therapieform eingesetzt werden, die Risiken davon auf. Veröffentlicht wurde diese im "British Journal of Cancer", wie die britische Tageszeitung "The Guardian" berichtete.

Demnach wurden 39.000 Frauen beobachtet, die während im Schnitt 5,4 Jahre Östrogene und Gestagene im Zuge der Hormonersatztherapie einnahmen. Davon erkrankten bereits sechs Jahre nach Beginn der Therapie 2,7 mal so viele Frauen an Brustkrebs als jene Frauen, die keine HET machten. Insgesamt waren es 780 Frauen die eine HET machten, also 2 Prozent von ihnen. Bei jenen Frauen, die länger als 15 Jahre lang Hormone schluckten, stieg die Erkrankungsrate weiter an – sie hatten eine 3,3 mal so hohe Brustkrebs-Erkrankungsrate als jene Frauen, die keine Hormone zu sich nahmen. Allerdings betrifft dies nur jene Frauen, die auch noch eine Gebärmutter haben. Jene, denen sie entfernt wurde, zeigen kein erhöhtes Brustkrebsrisiko. Doch dies betrifft nur eine sehr kleine Gruppe von Frauen.

Diese Studie ergänzt nun eine weitere, die erst kürzlich veröffentlicht wurde und die Auswirkungen der Hormonersatztherapie auf die Entwicklung von Eierstockkrebs einging. Demnach haben Wissenschaftler der Universität Oxford und andere nachgewiesen, dass diese Präparate auch das Risiko von Eierstockkrebs massiv erhöht. Bereits nach nur fünf Jahren steigt demnach das Erkrankungsrisiko um 40 Prozent. In absoluten Zahlen: Bei 1.000 Frauen kommt es zu einem zusätzlichen Eierstockkrebs und pro 1.700 Frauen zu einem zusätzlichen Todesfall als Folge eines Eierstockkrebses.

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15 Kommentare

  1. Akute Krankheiten müssen behandelt werden das ist ok. Aber die ganze Vorsorge und der ständige Eingriff in die normalen Prozesse des Körpers, auch wenn die lästig sind, durch Medikamente, nützt unter dem Strich nur die Bigpharma und den Geldbeutel des Dr.. 

    Der Körper hält so viel Möglichkeiten vor um sich selber zu regulieren, man darf nur die Symptome nicht unterdrücken, das Signal, damit er weis was zu tun ist.

    Er ist auch in der Lage Fehlfunktionen lange Zeit selber auszugleichen. Was mir mal eine erfahrene Hausärztin sagte als Bigpharma noch nicht die Welthoheit in der Medizin hatte.

    Kenne 2 Fälle wo es den Menschen jedes mal schlechter ging wenn die aus dem Krankenhaus kamen und danch jede Menge Pillen schlucken mussten. Der erste Anlass war keine lebensbedrohliche Erkrankung. Danach wurden immer wiederspruchliche bis unklare Diagnosen gestellt. Die Patienten dachten die Ärzte würden die schon wieder gesund machen. Nein die machten die Restzeit nur unerträglicher.

    Ab einem bestimmten Alter sollte man nicht darauf hoffen das wenn man "Reparaturen" machen läßt alles gut geht, das Risiko wird mit dem Alter nur größer.

    1. Treffende Beschreibung, insbesondere der letzte Absatz. Es liegt in der Natur der Sache, daß alle wesentlichen Krankheiten einen direkten Angriff auf die menschliche Existenz bedeuten können. Schon im Mutterleib beginnt das Risiko und setzt sich täglich fort und wer Glück hat erlebt ein hohes Alter, andere leider nicht. Durch die menschlich verständliche Angst vor dem eigenen Vergehen hat sich mittlerweile eine Branche herauskristallisiert, die damit außergewöhnlich gut Kasse macht und die wenigsten empfinden ihre Berufung darin, dem Individium aus Nächstenliebe zu helfen, nein es geht mehrheitlich um Profit und da stehen die Pharmaindustrie, die Gerätemedizin-Hersteller und zuletzt die Ärzte mit ihrer gesamten Pflegeeinrichtung mit an erster Stelle. In vielen Fällen werden dem Patienten Dinge verordnet, die weder sinnvoll noch zweckmäßig sind und das treibt den Umsatz nach oben und das wiederrum ist das angestrebte Ziel und weniger der Mensch mit seinen Sorgen und Nöten, denn mit denen muß er schon selbst fertig werden, Die freundlichen Helfer werden nun entgegen, daß sie ja nur auf die Anforderungskriterien seitens der Patienten reagieren, das ist zwar im ersten Moment richtig, aber wer im Vorfeld schon ganz gezielt Hilfen und Möglichkeiten in Aussicht stellt, muß sich dann nicht wundern, wenn diese auch angenommen werden, egal ob richtig oder falsch. Somit treibt die Angst gegen das Vergehen, die Umsätze in die Höhe und die Kassen in die Pleite. Niemand kommt auf die Idee, einfach mal zu erklären, daß nicht alles reparabel ist und das auch ein Leben im Alter mit bestimmten Wehwehchen auch zum Leben gehört und man bei akuter Lage einschreiten sollte, aber dadurch Gevatter Tod auch nicht aus der Welt schaffen kann. Das Ende kommt so oder so, man muß nur dieser entgültigen Angelegenheit gelassen entgegensehen.

      1. @meineansicht, ich kenne (und behandle) viele ältere Menschen, die nach einem Krankenhausaufenthalt nicht wieder richtig " auf die Beine gekommen " sind. Ich werde den Verdacht nicht los, es findet während der Behandlung in diesen "Häusern" eine regelrechte Vergiftung durch eine Vielzahl allopathischer Präperate statt. Den Patienten wird (zumindest, wenn sie als chron.Kranke gelten) eine weitere Einnahme dieser Mittel auf eine solche Art und Weise "nahegelegt", daß ein Versuch einer Heilung von den Beschwerden überhaupt nicht mehr erkennbar ist. Hier werden Patienten zu Dauerkunden der Pharma/Gesundheitsindustrie gemacht.

        1. @ edmundotto 

          Genau so ist es. In einem Fall stand dann schon der mit dem weißen Kittel, der Station, Versuchskarnickel, an seinem Bett und wollte ihm in den Tod begleiten.
          Hausärztin bestätigte gut Pflege zu Hause möglich, dann durfte er noch einige Zeit nach Hause.
          Zum Schluss dachte er ihm wird im Krankenhaus doch noch geholfen, aber da kam nur noch, "jetzt machen wir nichts mehr". Das wars dann.
          Ich hab noch etliche Beispiele im direkten Familienkreis wo Ärzte total versagt haben, oder falsch behandelt haben, was sogar teilweise zugegeben wurde, wo Klagen noch nicht üblich war.
          Mein Fazit, gib das Kostbarste was du hast nicht blindlings und ohne Not in fremde Hände!!!

           

          1. Sehr treffend – " Gib das Kostbarste was Du hast, nicht in fremde Hände ". Viele Menschen im Alter begreifen erst (zu) spät, daß sie besser für ihre Gesundheit Verantwortung übernehmen, der leider größere Teil begreift nicht. 

  2. Kommen die Patienten nicht zum Arzt, äh Pharmaindustrie, muß eben nachgeholfen werden. Immerhin sorgt die Pharmaindustrie selbst für den Umsatz. Und ohne diese Nebenwirkung würden die Frauen ja nie zur jährlichen Vorsorgeuntersuchung gehen! Und die beweißt, wie treffsicher diese das Übel aufzeigt, das es in dieser Dimension nicht geben würde, gäbe es da nicht die Homonersatztherapie. Irgendwas stimmt da nicht, ich komme nur nicht drauf, was!:)

  3. Ich habe die Wechseljahre (oh ja 7 Jahre, nicht Monate) hinter mir und habe alle Unebenheiten auf mich genommen, wie Hitzewallungen, Schlaflosigkeit etc. Das ist Natur , wenn sich ein Hormonaushalt umstellt. Frau sollte das durchstehen, ist so was wie Pubertät im Alter. Es ändert auch viele Sichtweisen und führt eigentlich und letztendlich zur Erkenntnis seines Ichs oder zur sogenannten Weisheit, die man mit diesem Alter in Verbindung bringt. 

    1. Sehr geehrte Frau M.Grundig, Sie meinen also tatsächlich, dass sogar eine Frau in den alten Tagen noch weise wird? Jippi. Dann ist ja noch nicht alles verloren.

  4. Die Wechseljahre (Klimakterium) sorgen bei vielen Frauen zu Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Libidomangel und einer Atropie der Scheidenhaut. Auch Schwindelgefühle, Antriebslosigkeit und Reizbarkeit gehören dazu.

    Zu den ersten Pkt. kann ich nichts sagen. Gegen den letzte Punkt hilft aber, wenn diese Frau gevögelt wird.

    Ich habe mal so eine kleine Statistik im Bekanntenkreis gemacht. Aus der guten Laune von üblicherweise miesepetrigen Ziegen geschlussfolgert, dass sie i.d. letzten Nacht Besuch hatte. Und …. es war in fast allen Fällen so!

  5. Manch einer kennt ja Kfz-Mechaniker, bei welchen ein zu behebender Schaden, in 3-6 Wochen in einen weiteren Schaden mündet. (Ist natürlich schwierig zu beweisen. Man schiebt dies auf "Gott Zufall"). Man lässt zB die Kupplung erneuern. Kurz später, platzt der Kühlerschlauch. Man lässt die Bremsbacken erneuern. Kurz später zieht der Motor nur noch auf Halblast. Man lässt das beheben. Kurz später ist die Kopfdichtung undicht. …
    Das Pharmaindustrie-Syndikat ist solch ein »Kfz-Mechaniker«, nicht verschwörungstheoretisch sondern verschwörungspraktisch. Ist ja nichts Neues. ZB sind in jedem Impfstoff 80-100 (!) verschiedene Stoffe enthalten, welche als »Betriebsgeheimnis« gelten, und überwiegend NIE in den Auflistungen der Inhaltsstoffe erscheinen. Ca. 98 Prozent davon sind reine organschädigende Nervengifte wie etwa Formaldehyd, Quecksilberverbindungen, …
    Betreffend Klimakterium sei noch anzumerken: Es gibt davon zwei: 1.) das biologische, und 2.) das psychologische. Normalerweise treten diese Klimakteria zeitversetzt auf. In wenigen Fällen gemeinsam. Dann wird es für betroffene Frauen äußerst schwierig, sich selbst zu verstehen und/oder von ihren Mitmenschen entsprechend verstanden zu werden.

    1. Das mit dem Kfz-Mechaniker kenenne ich zur Genüge, besonders  in den alten Bundesländern. Deshalb habe ich mir auch ein einfaches Fahrzeug zugelegt.

      Wegen der Medizin habe ich mich schon mehrmals mit meinem Hausarzt angelegt weil er mir die neuen Medikamente verschreiben wollte und nicht die alten Bewährten auf Grund von dubiosen Studien, wie ich später recherchierte, die die alten Medikamente vom Markt haben wollten.

      Vertrauen kann man heute kaum noch jemanden, schlimm sind die dran die nicht im Internet recherchieren können weil sie im Alter nicht damit umgehen können oder nicht lernfähig sind weil ihnen das Allgemeinwissen fehlt. Wie die oben Beschriebenen.

  6. Nu ja… wenn die fehlende Gebärmutter das Risiko beseitigt, kann man ja auch einen auf Jolie machen. Die hat sich ja auch alles ab- und rausgeschnitten, was nicht niet- und nagelfest ist. Jetzt kann sie glücklich und vor allem krankheitsfrei alt werden. Hihi, sterben wird sie vermutlich an Hirntumor.

    Wobei…. Hirn???

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