Eigene Interessen: Wirtschaftliche und politische Souveränität sind unabdingbar

Ein Staat, der seine ureigensten politischen und wirtschaftlichen Interessen zugunsten seiner eigenen Bevölkerung verteidigen will, darf sich nicht zu sehr von anderen Ländern abhängig machen.

Von Marco Maier

Deutschland ist kein souveräner Staat. Das hat selbst Bundesfinanzminister Schäuble vor einigen Jahren zugegeben. Gut, wahrscheinlich meinte er es nicht unbedingt im Sinne der "Reichsbürger", denn er sieht Deutschland vor allem in der Europäischen Union aufgehen, was natürlich auch massive Souveränitätsverluste mit sich bringt. Was er jedoch nicht anspricht, ist der Einfluss der ganzen transatlantisch orientierten Gruppen auf die deutsche Politik und Wirtschaft. Denn selbst wenn Deutschland einen Friedensvertrag und eine "echte Verfassung" hätte, wäre es wohl einerseits immer noch Teil der EU und andererseits würden die transatlantischen Interessensgruppen nach wie vor eine große Rolle spielen.

Doch hierin liegt ein großes Problem: So lange immer mehr staatliche Kompetenzen an Brüssel abgegeben werden und so lange solche Interessensgruppen nach wie vor die politische Ausrichtung Deutschlands bestimmen, wird sich die deutsche Politik kaum für die Interessen der Menschen in Deutschland einsetzen (können). Die politischen Abhängigkeiten Berlins zu Brüssel und Washington sind dermaßen stark ausgeprägt, dass die deutschen Politiker eher als deren Anwälte denn als jene der eigenen Bevölkerung agieren.

Aber auch wirtschaftlich hat sich die Bundesrepublik in gefährliche Abhängigkeiten begeben. So setzt die Fokussierung auf die Exportwirtschaft auch die Binnenwirtschaft unter Druck. Stockt die Weltwirtschaft, trifft dies auch viele deutsche Unternehmen und damit schlussendlich die gesamte deutsche Volkswirtschaft. Vor allem die starke Ausrichtung auf die anderen europäischen Länder und auf die USA birgt Gefahren in sich. Deutlich besser wäre es, wenn man sich auch außenwirtschaftlich deutlich breiter aufstellt.

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Diese enge wirtschaftliche Verflechtung sorgt nun nämlich dafür, dass sowohl die EU-Partner als auch Washington enormen politischen Druck aufbauen können. Spielt Berlin nicht mit, muss die deutsche Wirtschaft eben mit entsprechenden Konsequenzen rechnen. So wie beispielsweise jene Länder Probleme bekommen können, die sich im Außenhandel faktisch auf ein einzelnes Gut (Erdöl, landwirtschaftliche Produkte…) verlassen, anstatt die Wirtschaft zu diversifizieren. Sich zu sehr auf einzelne Märkte zu konzentrieren ist einfach keine wirklich gute Idee. Vor allem jedoch gilt es, vor allem als großer Staat das Hauptaugenmerk auf die eigene Binnenwirtschaft zu richten, so dass der Außenhandel insbesondere einen komplementären Charakter erhält, indem man jene Güter importiert die man selbst nicht (profitabel) herstellen kann, während man anfallende Produktionsüberschüsse im Ausland verkauft und so die Importe finanziert.

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Eine solche Politik, die auf eine starke Binnenwirtschaft setzt und politischen Interessensgruppen zur Bindung an andere Länder wenig Raum lässt, kann zu einer größtmöglichen staatlichen und wirtschaftlichen Souveränität führen. Etwas, was im Falle Deutschlands einfach von vorne bis hinten nicht gegeben ist. Das ist ein Faktum, welches man tagtäglich beobachten kann. Eine politische und wirtschaftliche Diversifizierung ist längst schon überfällig.

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8 Kommentare

  1. In der Weise, in der die Transatlantiker die Globalisierung durchziehen, kann von Globalisierungsfaschismus gesprochen werden.

    … Sieht man die Entdemokratisierung, die totale Überwachung, den Versuch der Abschaffung des Bargeldes, das Entgleiten des Rechtsstaates, den Terrorismus die Aufrüstung und die Kriege.

    1. Glaubst du wirklich daran, dass das Bargeld abgeschafft werden soll??  Wenn ja SCHNEIDEN sie sich jede zusaetzliche Einnahmequelle ab, Es waere dann den Menschen egal was sie mit regulaerer Arbeit verdienen. Das "ZIFFERNKONTO" es mueste dann nur noch fuer Miete Essenbeschaffung und Benzin reichen. Schwarzarbeit und unter der Hand-Handel wuerde BLUEHEN, der FISKUS haette dann keinerlei Ueberblick mehr ueber die vielen "Mitmenschlichen Dienstleistungen im Tausch fuer Gegenleistungen" auf die man bei Vertraegen (heute) in Form von Steuern noch Abkassieren kann, Deshalb Beschraenkung von Bargeld (kann ich mir vorstellen ) aber ABSCHAFFUNG NEEEE!! Das wollen sie dann doch lieber nicht.

      1. Eine Abschaffung des Bargeldes erfolgt Schrittweise . Die Wirtschaft ist bereits unter Überwachung, sodass wirtschaftliche Handlungen abseits der Kontrolle nur in geringem Umfang möglich sind und diese Kontrolle wird weiter zunehmen. Auch Dienstleistungen brauchen ein Umfeld und dieses Umfeld ist registriert. Und wenn noch Bargeld bis zum 10€ Bereich legal ist, kommt eine Reduktion auf den 10€ Bereich einem Bargeldverbot gleich.

         

  2. "Erst als wir den amerikanischen Botschafter rausgeworfen hatten, kehrte Friede ein". Hugo Chavez, vergifteter Präsident von Venezuela (der Bush einen Teufel nannte).

    Erst wenn kein einziger alliierter Soldat sich mehr in unseren Ländern befindet und die Botschaften und kriminellen Vereinigungen USraels geschlossen sind, wird Deutschland wieder blühen; nicht zu vergessen die kriminellen Vereinigungen der katholischen, evangelischen und anderer Sekten – von den Musels ganz zu schweigen.

    1. Dazu bedarf es aber einer Bildungsreform …

      die alle sechs vorherigen wieder rückgängig macht – und einer Generation fleißigen Lernens.

  3. Die BRD GmbH ist weder wirtschaftlich noch politisch souverän. Der Wirtschaftskrieg gegen Deutschland seitens Anglo-USrael ist voll im Gang und wir müssen uns das gefallen lassen. Wären wir souverän, würden die Deutsche Bank und VW ihre Niederlassungen in UK-USA schließen. Haben unsere Autokonzerne doch Rolls Royce und Bentley, die englischen Nobelmarken geschluckt. Noch mehr Arbeitslose in Engelland und USA. Das wäre die Konsequenz. Aber das dürfen wir ja nicht machen. Unsere Vasallenregierung samt ihren Wirtschaftskapitänen und Lügenpresse müssen immer deren Seite vertreten und mit Sicherheit immer gegen uns sein. Fuck the ango-american capitalimus!

  4. Zu erwähnen wären noch die angefaulten ökonomischen Strukturen dieser EUdSSR, bei der laut WiWo, seit der Einrichtung des EUROsions-Rettungsschirms, der Stabilitätspakt des   ESM 165 mal gebrochen wurde und im Gegenzug ein Martin Schulz den Südeuropäern einen weicheren Stabilitätspakt verspricht? So sollten sich diese Idiotokraten in Brüssel lieber einmal Gedanken darüber machen wie diese Milliarden an Euros erwirtschaftet werden sollen, denn lange wird es mit der Verschleuderung von Steuergeldern nicht mehr gut gehen, wie es sich in Griechenland mit dem Kollaps des Rentensystems und bald auch in Deutschland, mit der vorausschauenden Ankündung der Bundesregierung zur Rentenselbsversorgung im Alter, angedroht wird. So wird es schneller als gedacht gehen, wenn diese BRD zahlungsunfähig geworden ist, Deutschland sämtliche Zugeständnisse für Friedensverträge, Souveränität, Verfassungen zuzugestehen um ja nichts mehr mit diesem Pleiteland zu tun haben zu müssen, welches dann selbst zum Sanierungsfall und einen nicht mehr zu reparierenden Kostenfaktor geworden sein wird.

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