Auch wenn man so nur noch mehr Bürokratie aber wohl kaum mehr Einkommensgerechtigkeit schafft, wollen Union und SPD baldestmöglich ein Gesetz zur Lohngleichheit zwischen Männern und Frauen verabschieden.

Von Redaktion/dts

Die Große Koalition will sich noch in diesem Jahr auf ein Gesetz zur Lohngleichheit zwischen Männern und Frauen einigen. Das berichtet die "Welt am Sonntag". Demnach steht das Gesetz in der kommenden Woche auf der Tagesordnung des Koalitionsausschusses.

"Wir sind auf guten Weg und werden zeitnah eine Lösung finden", heißt es im Bundeskanzleramt. Zeitnah heißt: In diesem Jahr, wahrscheinlich schon in der kommenden Woche. Frauenministerin Manuela Schwesig (SPD) hatte im vergangenen Dezember einen Gesetzentwurf bei Kanzleramtsminister Peter Altmaier eingereicht. Nun haben es CDU und CSU eilig. "Wir können uns ja öffentlich schlecht gegen ein Gesetz stellen, das mehr Lohngerechtigkeit zum Ziel hat", hieß es in der Bundestagsfraktion der Union. Man dürfe das Thema der SPD im Bundestagswahlkampf nicht überlassen.

Allerdings gibt es intern etliche Kritiker. "Wir müssen aufpassen, dass hier nichts vereinbart wird, das über den Koalitionsvertrag hinausgeht", warnt etwa der Vizechef der Unionsfraktion, Michael Fuchs. "Von einer neuen 'Entgeltgleichheitsbürokratie' hat niemand etwas." Bisher enthält Schwesigs Entwurf zwei Kernelemente: die Verpflichtung für Unternehmen ab 500 Mitarbeitern, Berichte über ihre Gehaltsstrukturen zu verfassen und diese überprüfen zu lassen. Und das Recht auf Auskunft darüber, wie viel eine vergleichbare, anonymisierte Gruppe von Kollegen im selben Job verdient. Dieses Auskunftsrecht will Schwesig auch für Mitarbeiter kleinerer Unternehmen gesetzlich verankern. Die Union sperrt sich dagegen.

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3 thoughts on “Deutschland: Koalition will Lohngleichheitsgesetz noch 2016”

  1. Was kommt dabei heraus? Sicher das gleiche Prinzip wie in der damaligen DDR. Da wo viele Frauen in einer Branche gearbeitet haben, z.B. in der Leichtindustrie, da haben die Männer einen genauso miesen Lohn bekommen wie die Frauen. In der Schwerindustrie wo wenig Frauen gearbeitet haben da bekamen die dann das gleiche Gehalt, so sie die gleiche schwere Tätigkeit machen konnten, was selten war.

    Z.B. haben Technologen in der Schwerindustrie so viel verdient wie Betriebsteilleiter in der Leichtindustrie.

  2. ……….mit Speck fängt man Mäuse, steckt Euch eure Almosen in den Allerwertesten………

    macht dem Volk ein wahres Geschenk ,und räümt die Plätze Eurer politischen Schaubühne.

  3. Man merkt das da wieder mal Politiker am Werk sind die von irgendwelcher Leitungstätigkeit in der Wirtschaft keinen blassen Dunst haben. Ein anonymer Lohnspiegel sagt nichts aus. Der Lohn oder das Gehalt wird nach einigen persönlichen Leistungsmerkmalen eingestuft, so sollte es natürlich sein. Bei den entsprechenden Leistungen gibt es Unterschiede und das wird an verschiedenen Merkmalen fest gemacht, die können objektiv oder subjektiv bei der Einschätzung sein. Da wird durch die Bürokratie eine unzulässige Gleichmacherei gefördert, die Leistungsbereitschaft unterminiert. Außerdem wird das Betriebsklima verschlechtert weil Unterschiede untereinander wahrgenommen werden aber sich nicht im Lohn wiederspiegeln.

    Politiker in die Produktion aber nicht auf Drückebergerposten sondern richtig malochen.

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