Millionen von gentechnisch veränderten Moskitos sollen in Brasilien freigelassen werden, um so die weitere Verbreitung des Zika-Virus und des Dengue-Fiebers zu bekämpfen.

Von Marco Maier

Während es bereits einige Vorwürfe gibt, dass erst genetisch manipulierte Moskitos die Ursache für die Verbeitung des Zika-Virus verantwortlich sind, versucht man derzeit in Brasilien mit eben solchen Insekten nun der weiteren Ausbreitung des Erregers entgegenzuwirken. Doch diese Maßnahme ist höchst umstritten.

Produziert werden diese Moskitos von Oxitec, welche ein Labor in Piracicaba in der Nähe von Sao Paulo betreibt. Laut Unternehmensangaben können sie derzeit bis zu 60 Millionen solcher genetisch manipulierter Moskitos pro Woche produzieren. Das Labor gilt als erste und größte Fabrik für solche Insekten der Welt. Derzeit ist die Stadt Piracicaba noch der einzige Kunde für die Gentech-Moskitos, allerdings sei man laut Oxitec-Geschäftsführer Hadyn Parry bereits mit anderen Städten und Bundesstaaten in Brasilien im Gespräch.

Laut dem Unternehmen habe man bereits in Feldversuchen in Panama, den Cayman Inseln und im brasilianischen Bundesstaat Bahia große Erfolge bei der Bekämpfung der Reduzierung der Population der Aedes-Aegypti-Moskitos erzielt. Diese Populationen Mückenart, die für die Verbreitung von Zika und Dengue verantwortlich ist, konnten in den Testgebieten demnach um bis zu 90 Prozent reduziert werden, nachdem die mutierten Moskitos in die freie Wildbahn entlassen wurden.

Allerdings hat Oxitec bislang noch keine Verkaufserlaubnis der brasilianischen Gesundheitsbehörden erhalten, zudem sind bislang keine epidemologischen Studien gemacht worden, wie sich die von den Moskitos verbreiteten Krankheiten reduzierten, nachdem die genmanipulierten Mücken freigesetzt wurden.

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6 thoughts on “Brasilien: Gentech-Moskitos sollen Zika und Dengue bekämpfen”

  1. Endlich, der Ärzte Mangel ist behoben, studierte Moskitos retten uns. Wo kommen eigendlich diese Viren Zika und Dengue her die gab es doch nie. Von anderen Viren ganz zu schweigen die plötzlich da waren,Seltsam seltsam…………….

  2. Erste Feldversuche mit den Gen-Mücken gab es bereits 2009 auf den Cayman-inseln. Im April 2012 wurden dann in der Nähe von Juazeiro/Brasilien 10 Mio. dieser Mücken freigesetzt, ohne das es unabhängige Studien gab, ohne das die Bevölkerung informiert wurde. —  In der Folge hatte ein Monsanto-"Partner" mit Zustimmung der Behörden zur Bekämpfung von Dengue-Fieber und Malaria ubertragenden Moskitos in einigen Regionen Brasiliens dem Trinkwasser ein Larvizid (Pyriproxifen) eingespeist, Ende 2015 wurde von tausenden mißgebildeten Neugeburten in eben diesen Gebieten Brasiliens berichtet, die "angereichertes" Trinkwasser (unwissentlich) konsumierten. —  Die WHO hält sich nachwievor vornehm zurück, sie hat bislang noch keine Richtlinien für derartige "Feldversuche" mit Gen-Mücken herausgegeben, obwohl seit mind. 6 Jahren viele Fachleute vor den Folgen für Mensch, Tier und Umwelt warnen. Mücken stellen ein wichtiges Glied der natürlichen Nahrungskette dar, sie sind zudem ebenso wie Bienen Bestäuber. Die Zurückhaltung erklärt sich, wenn wir dann noch die Frage der Patent-Inhaberschaft für den sog. Zika-Virus stellen, was die Medien tunlichst unterlassen. Die Rockefeller-Foundation! –  Wehe dem, der Arges dabei denkt. –  P.S. Im Übrigen ist "Oxitec" vor einiger Zeit von einem US-Konzern übernommen worden.

  3. Zu Risiken und Nebenwirkungen schlagen sie ihren Arzt oder fragen ihren Aphoteker.

    Sicherlich werden die Ausserirdischen kommen und uns eines Tages retten..wenn wir's mit der Dummheit übertrieben haben.

    Was wir wissen ist ein Tropfen,was wir nicht wissen ein Ozean.

    Isaac Newton

  4. Gentechnisch veränderte Moskitos?

    Dazu noch ein paar unerwartete Mutationen, und voilá:

    Fertig ist die Zombieapokalypse.

    (gerade rechtzeitig zu Halloween) *g*

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