Auch private Krankenkassen werden die Beiträge erhöhen müssen

Nicht nur die gesetzlichen Krankenversicherungen brauchen mehr Geld, auch die Privatversicherten müssen wohl tiefer in die Tasche greifen. Die niedrigen Zinsen sind mit ein Grund dafür.

Von Marco Maier

Früher konnten die privaten Krankenversicherer Dank der Investitionen auf den Kapitalmärkten noch zusätzliche Renditen einfahren, um so einerseits ihre eigenen Profite zu machen und andererseits auch den Kunden eine medizinische Versorgung zu passablen Kosten zu gewährleisten. Doch die Niedrigzinspolitik und die infolge der dort gewaltigen Inflation schwachen Renditen an den Kapitalmärkten, machen diesem Geschäftsmodell einen Strich durch die Rechnung.

Die einstigen Zusagen für die Verzinsung der Altersreserven können nun, so die "Berliner Zeitung" unter Berufung auf eine Anfrage der Linksfraktion an die Bundesregierung, nicht mehr eingehalten werden. Diese Reserven wurden angelegt, um der demographischen Entwicklung zu begegnen, zumal die Krankheitskosten im zunehmenden Alter im Schnitt dramatisch ansteigen. Kalkuliert wurde hierbei laut Bericht mit einer jährlichen Verzinsung von 3,5 Prozent, was bis zum Jahr 2008 weitestgehend kein Problem war. Heute sieht es eben völlig anders aus.

Waren es im Jahr 2013 noch 17 Unternehmen, welche laut Finanzaufsicht den anvisierten Wert nicht mehr schaffen konnten, seien heute laut Bundesregierung alle 37 Versicherer davon betroffen. Deren Antwort liegt nun darin, diese Verluste mittels Beitragssteigerungen auszugleichen. Insbesondere für ältere Privatversicherte wird dies zu einer noch teureren Sache als bisher ohnehin schon.

Es zeigt sich hierbei wieder einmal deutlich, dass dieses Mischsystem aus staatlichen und privaten Versicherungen nicht nur den gesellschaftlichen Solidaritätsgedanken untergräbt, indem den gesetzlichen Krankenkassen die Geringverdiener, die Arbeitslosen und dergleichen bleiben, während sich die privaten Kassen die Besserverdiener "krallen", sondern die privaten Versicherer nicht unbedingt die bessere Lösung zur Absicherung von Krankheitskosten darstellen. Insofern wäre eine einzelne bundesweite Krankenkasse für alle mit einem Basissatz für die reguläre Versorgung und Bonusmodellen für Zusatzversorgungen durchaus eine brauchbare Alternative.

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14 Kommentare

  1. Und bald noch mehr,weil CETA: Kanadas 500-Milliarden-Problem!!

    Steigende Jugendarbeitslosigkeit

    Immerwährende Zyklen in der Natur und zyklische Konjunktur-Phasen haben etwas gemeinsam, beide lassen sich nicht aufhalten! Noch vor wenigen Jahren lobte Angela Merkel Kanada über den grünen Klee: Weniger Schulden, mehr Wachstum – so wie Kanada müsse es auch Europa machen, befand die Kanzlerin 2012 bei einem Staatsbesuch. Vor allem solle sich Europa an der kanadischen Haushaltsdisziplin ein Beispiel nehmen.

    So stieg die Arbeitslosigkeit der 15 bis 24-Jährigen deutlich. Waren im Jahr 2008 etwa elf Prozent der jungen Leute ohne Arbeit, waren es vier Jahre später bereits 14,1 Prozent. Allein die Jugendarbeitslosigkeit belastet den Staats-Haushalt mit rund 23,1 Milliarden Dollar. Jetzt droht dem Land neues Unbill.

    Sorge um Banken

    Zunächst wuchsen die Immobilienkredite kanadischer Institute und mit ihnen die Privatverschuldung rasant an. Im 3.Quartal 2012 erreichte sie bereits eine Quote von 165 Prozent des verfügbaren Einkommens. Diese Entwicklung führte bei den Moody’s-Analysten allenfalls zu gelegentlichem Stirnrunzeln. Inzwischen aber sind daraus ernstzunehmende Sorgenfalten entstanden, die sich nunmehr in Abwertungen (downgrades) sechs kanadischer Banken widerspiegeln. Bislang blieb Kanada’s größte Bank, die Royal Bank of Canada, von einer blamablen Neubewertung verschont.

    Die Folge: Platzt die Blase, was keinesfalls auszuschließen ist, da Vancouver gilt im Bereich Wohnhäuser als zweit-teuerster Immobilienstandort der Welt (!) gilt, hat die kanadische Regierung ein 500-Milliarden-Dollar-Problem an der Backe! Denn so groß ist das Volumen der versicherten Kredite.

    Äh jetzt die EU-also WIR!!!

     

  2. Im Alter als Rentner kann die private Krankenversicherung zur Armutsfalle werden, weil man gar nicht genug ansparen kann um das auszugleichen was man dann braucht.

    Freiwillig in der Gesetzlichen Krankenkasse ist zwar erst einmal teurer in jungen Jahren aber bei geringen Renten ist die Krankenversicherung für Rentner KVDR wesentlich günstiger. Der ehemals Selbständige zahlt dann nicht mehr den hohen Mindestbeitrag sondern wie ein ehemaliger Berufstätiger nach % von seinem Einkommen. Die Hälfte der Versicherte und die andere Hälfte die Rentenversicherung. Ist er als Rentner in der Freiwilligen Gesetzlichen Krankenversicherung weiter versichert, weil er die nötigen Beitragszeiten nicht erreicht so bekommt er den Anteil den die Rentenversicherung gezahlt hätte und kann somit dann alles selber zahlen. Ich weiß wo von ich schreibe.

    Wer als Selbständiger eine Freiwillige Gesetzliche Krankenversicherung nicht zahlen kann soll seine Bude zu machen.

  3. Von mir aus auch zwei oder drei große Kassen in der ALLE einzahlen !

    Keiner der bisherigen/neuen Gesundheitsminister traut sich daran hier grundlegend was zu ändern…….

  4. Da fällt mir ein ich muss mal wieder zum Arzt und dem irgendeinen Müll erzählen damit er mir irgendwelches Gift verschreibt das dann im Müllkübel landet. So ganz für die Katz zahle ich meine Krankenversicherung auch nicht.

  5. Wenn man bei der Krankenversicherung anfängt, kann man gleich bei der Rente weitermachen, die Sondersysteme für Ärzte, Beamte, Anwälte…, welche sich elegant um die Kosten z.B. der Mütter- und Hinterbliebenenrente drücken und denen niemand einfach ein paar hundert Millionen wegimmt, gehört auch in ein System für alle überführt.

  6. Dahingehend Klartext sprach auch Heinrich Weiss, ehemaliger Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI): "Auf Deutschland kommen gigantische Haftungsrisiken zu, die den über Jahrzehnte hinweg erarbeiteten Wohlstand gefährden. Sollte Deutschland als Zahler für die Sünder in Europa herangezogen werden, wird unter dieser Last die Wirtschaft schrumpfen. Auch die heutigen Sozialsysteme werden nicht mehr finanzierbar sein."Dahingehend Klartext sprach auch Heinrich Weiss, ehemaliger Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI): "Auf Deutschland kommen gigantische Haftungsrisiken zu, die den über Jahrzehnte hinweg erarbeiteten Wohlstand gefährden. Sollte Deutschland als Zahler für die Sünder in Europa herangezogen werden, wird unter dieser Last die Wirtschaft schrumpfen. Auch die heutigen Sozialsysteme werden nicht mehr finanzierbar sein."

  7. Fundstück

    Asylanten: Die Rechnung für den Willkommenskult

    Mit Milliardenspritzen will die Bundesregierung im Wahljahr 2017 die finanziellen Folgen des Flüchtlings-Tsunamis kaschieren. Doch danach wird uns die Rechnung für den gutmenschlichen Willkommenskult präsentiert – zunächst in der gesetzlichen Krankenversicherung.

    Die Krankenkassen brauchen wieder einmal Geld. Mindestens 1,5 Milliarden Euro fehlen in ihren Kassen. Einer der Haupt-Kostentreiber sind die Folgen des Flüchtlings-Tsunamis. Mittlerweile haben weit über 1,5 Millionen Migranten Anspruch auf ärztliche Versorgung in Deutschland. Natürlich haben Sie nie einen Euro in das deutsche Gesundheitssystem eingezahlt.

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/michael-brueckner/asylanten-die-rechnung-fuer-den-willkommenskult.html

     

  8. Die Solidargemeinschaft ist doch gar keine, allein schon deshalb, weil Solidarität immer freiwillig und niemals erzwungen sein kann. In einer heterogener werdenden Gesellschaft in welcher die Gemeinsamkeiten immer weiter abnehmen, in der immer weniger Leistungsträger immer mehr Leistungsempfänger alimentieren müssen, wird die Neigung der Zahler zwangsläufig abnehmen und zu Gegenmaßnahmen führen.

    Davon einmal abgesehen haben viele noch nicht verstanden, dass die Zerstörung dieser Zwangsgemeinschaft gerade zerstört wird, oder wozu sind TTIP, CETA und TiSA wohl im Anmarsch. Es ist bald vorbei mit der Transfergesellschaft… 

    1. Das musste doch einmal deutlich gesagt werden, die "Solidargemeinschaft", die ihre Mitglieder zu Zwangsabgaben verurteilt, hat den Namen nicht verdient . Zudem finanzieren die Einzahler mit ihren Beiträgen Leistungen, die von anderen Kostenträgern getragen werden sollten. Als Folge davon müssen sie auf eine ihnen zustehende angemessene Behandlung verzichten. —  Nicht nur die Migranten, auch die im Öffentlichen Dienst beschäftigten und beamteten Menschen und deren Angehörigen werden von den Beitragszahlern mitfinanziert.

  9. Überleben!… heute geh ich zum Arzt, den der muss auch leben, der verschreibt mir was, denn die Pharmaindustrie muss auch leben, das kauf ich in der Apotheke, denn die müssen auch leben und dann schmeiß ich das ganze Zeug weg, denn ich will auch leben…

  10. Weshalb gibt es überhaupt private Krankenkassen, mit all den Vorzügen dessen angehörige Patienten geniessen?

    Weshalb geniessen Beamte freie Heilsfürsorge ohne einen Obulus in den Sozialabgaben ihrer Gehälter leisten zu müssen?

    Weshalb beseitigt man diese eklatanten Unterschiede zu den gesetzliche Krankenkassen nicht?

    Weshalb diese Zweiklassen – oder sogar Dreiklassengesellschaft?

    Weshalb wird dieses nicht endlich einmal geändert?

    Das Gleiche sehe ich auch bei den Unterschieden zwischen Pensionären und Rentnern?

    Fragen über Fragen und keine Hieb- und Stichfeste vernünftige Antwort.

  11. Kein Wunder wenn man die Solidarkassen der Deutschen unter Anwendung (Mißbrauch) der Amtsgewalt zu Gunsten von Invasoren ausräumt und veruntreut. Ein Beispiel aus Österreich (gleiche Verhältnisse) Eine schwerstkrebskranke alleinstehende Frau ist gegen die meisten Schmerzmittel allergisch. Ein Medikament das verträglich wäre kann nicht angewendet werden weil sie selbst es sich nicht leisten kann und die Krankenkasse nicht zahlt! Lauft schreiend davon wenn Sozialisten von Gerechtigkeit und Solidarität zu schwadronieren beginnen!!!!!

    1. Anzufügen ist noch, daß für jedes dahergelaufene Gesindel aus aller Welt die Gelder die die Deutschen und Österreicher in gutem Glauben eingezahlt haben von den Politikern veruntreuend den Invasoren in unbeschränkter Höhe zur Verfügung gestellt werden. Das ist ein Schlag gegen jegliche Solidarvereinbarung und Gerechtigkeit. Der normale Bürger geht für juristisch ähnlich gelagwerte Fälle 10 Jahre ins Gefängnis.

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