Während die zivile Infrastruktur in den Vereinigten Staaten zusehends zerfällt, arbeitet man in Washington lieber an der Modernisierung des Atomwaffenarsenals. Donald Trump fragte zurecht, was der Zweck dieser Waffen sei. Denn damit provoziert Washington nur einen neuen Rüstungswettlauf.

Von Marco Maier

Eigentlich wäre die Feststellung, dass das US-Atomwaffenarsenal veraltet ist, eine wunderbare Möglichkeit gewesen ein international wichtiges Zeichen zu setzen, mit dem die US-Führung auf die nukleare Abrüstung setzt. Doch wie es zu erwarten war, spielt die zivile Infrastruktur genausowenig eine Rolle wie die knapp 45 Millionen Amerikaner, die auf Lebensmittelmarken des Landwirtschaftsministeriums angewiesen sind.

Anstatt das gesamte Land mit einem neuen und umfangreichen "New Deal" wieder auf Vordermann zu bringen und so die tatsächliche Arbeitslosenrate von derzeit rund 23 Prozent (die offiziellen rund 5 Prozent sind nur pure Verarsche der Menschen) mit einer solchen zivilen Offensive wieder auf das Vorkrisenniveau zu halbieren, investiert man lieber eine Billion Dollar in die Modernisierung des tödlichen Waffenarsenals, welches eine Gefahr für die gesamte Menschheit darstellt.

Zudem führt dieser Schritt der Amerikaner zu einem neuen nuklearen Wettrüsten, bei dem auch Russland und China viel Geld in die Hand nehmen werden, um ihre Atombomben und -raketen auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Geld, welches auch diese Staaten nicht einfach so aus dem Hut zaubern können, sondern auch dort für eine Umleitung finanzieller Mittel sorgt, die im zivilen Bereich deutlich sinnvoller angelegt wären.

Irgendwie hat es den Anschein, als ob die Verantwortlichen in Washington der Ansicht wären, Investitionen in die zivile Infrastruktur wie Straßen, Brücken, Flughäfen und Eisenbahnen seien ohnehin überflüssig, weil ein kommender Atomkrieg diese so oder so vernichten würde. Doch mit einer friedlicheren Außenpolitik und einem Ende der bisherigen Linie der globalen Hegemonialbestrebungen, wäre ein solcher auch kaum wahrscheinlich. Arbeitet man vielleicht gar an einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung?

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Auf jeden Fall wird wieder einmal deutlich, dass der Fokus auf ein übermäßig großes nukleares Arsenal ein teures und komplett unnötiges Unterfangen ist. Die Welt wird dadurch nicht sicherer. Im Gegenteil: Profiteure sind lediglich die Anteilseigner der Rüstungsindustrie, die sich am Geld der Steuerzahler bereichern. Danke Amerika! Danke Barack Obama! Danke für die Scheiße, die ihr der Welt mit eurer Kriegsgeilheit und eurer Loyalität zur Rüstungsindustrie einbrockt!

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8 thoughts on “Atomwaffen: Abrüsten statt modernisieren und aufrüsten!”

  1. Die Sowjetunion ist unter anderem daran zugrunde gegangen, dass sie das Wettrüsten nicht mehr finanzieren konnte. Die Strategie des Westens war somit aufgegangen, die Sowjetunion in ein finanzielles Desaster zu stürzen. Diese Strategie wird einfach gegen Russland fortgeführt. Die Modernisierung der taktischen Atomwaffen in Europa bringt Russland natürlich in Zugzwang. Dazu kommen natürlich noch die Aufmärsche an der russischen Grenze, die Sanktionen gegen die russische Wirtschaft und das niederdrücken der globalen Öl-und Gaspreise. All diese Massnahmen dienen ausschliesslich dazu, die Position Putins zu schwächen und die russische Wirtschaft und auch Gesellschaft zu destabilisieren. Leider kann die Nato ( USA ) nicht ihre übliche Strategie verfolgen und Russland einfach mal kurz zerbomben. Russland ist eben nicht Syrien, Lybien oder der Irak. 

    1. Das ist genau der Punkt. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, daß die Sowjet-Union ausschließlich am Wettrüsten zugrundegegangen ist. Das Dilemma ist nämlich, daß der Rüstungswahn im Kapitalismus Profite und Einkommen erzeugt während er im Kommunismus einfach das Volkseinkommen reduziert.

  2. Nachdem jetzt zwei Videos aufgetaucht sind

    die mit versteckter Kamera bei Besprechungen des Clinton-Wahlkampfteams aufgenommen wurden, in welchen man hören und sehen kann, wie die "Guten" gegenseitig mit ihren Verbrechen prahlen (Geistesgestörte als Trump-Störer trainieren, Busweise Störer zu Trump-Veranstalungen karren, Fälschung der Wählerregister und als Sahnehäubchen der Jubel des anwesenden jüdischen Koordinators, dass keiner weiß, das ER dahintersteckt, haben sich die Chancen von "The Donald" deutlich erhöht.

    Die Amerikane finden das dermaßen empörend, dass das MSM-Schweigekartell zur Stützung Clintons deutliche Risse bekommen hat.

    Mit Trump an der Spitze aber würden die Karten neu gemischt.

    Die Amis müssen sich halt darüber im Klaren sein, dass sie keinen aalglatten Casanova und auch keinen Ehemann wählen, sondern den nächsten Steuermann einer strauchelnden Supermacht, der KEINEN Krieg will.

    Sieht so aus, als hielten dann andere Prioritäten Einzug.

  3. Ich sags ja wir können nur lernen von großem Bruder Amerika. War das schön damals als wir durch die Amikneipen gezogen sind und diesen Hillbillihelden die Fresse vollgehauen haben. Anno 1960. Ach war das eine schöne Zeit, wir hatten wochenende was zu tun,es war ja sonst nichts los. Für jede Leiche die sie in zerbombten Nürnberg noch in den 50er Jahren aus den Trümmern gezogen haben gabs eine extra auf die Fresse. 🙂

  4. Bill Clinton, als er noch Präsident war, soll zu {habe vergessen, zu wem} gesagt haben:

    „Wissen Sie. Es gibt da noch eine Regierung in der Regierung. Und die regiere ich nicht“

    1. Rommel

      Dazu paßt das Zitat von Seehofer.

      Diejenigen die gewählt sind haben nichts zu entscheiden.

      Diejenigen die entscheiden sind nicht gewählt.

      Ist im Prinzip das gleiche nur anders ausgedrückt.

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