Arabisches Geld: Frankreichs gekaufte Außenpolitik

Die arabischen Herrscher wissen genau, dass man französische Politiker am leichtesten kaufen kann. Kein Wunder, dass die Franzosen in Syrien die Islamisten unterstützen und Bashar al-Assad stürzen wollen.

Von Marco Maier

Im November 2015, kurz nach der blutigen Anschlagsserie in Paris, flog die französische Luftwaffe Angriffe auf syrisches Territorium. Auch im Juli 2016 nach dem Anschlag in Nizza war es dann wieder so weit. Es war ein "Vergeltungsmassaker" mit 30 Luftangriffen, bei der in der Nähe der Stadt Manbij über 100 Zivilisten starben. In den westlichen Medien wurde dies heruntergespielt. Das Wort "Kriegsverbrechen" nahm faktisch niemand in den Mund.

Doch ein Blick auf die französische Außenpolitik, speziell im Hinblick auf Syrien, zeigt: Wo man auch hinsieht, erkennt man die Handschrift der Araber. Medial spielen die Franzosen im Syrienkonflikt zwar nur eine untergeordnete Rolle, doch militärisch sind die Franzosen sehr aktiv und auch im UN-Sicherheitsrat – wo das Land trotz seiner inzwischen nur noch untergeordneten geopolitischen Rolle nach wie vor einen ständigen Sitz und ein Vetorecht hat – kommt man an Paris nicht vorbei. Das wissen auch die Araber von Katar bis nach Saudi-Arabien.

Bereits vor einem Jahr berichtete Contra Magazin darüber, wie stolz Premierminister Valls verkündete, mit Handelsverträgen im Wert von über 10 Milliarden Euro aus der saudi-arabischen Hauptstadt zurückzukommen. Geld, welches die angeschlagene französische Wirtschaft (und Dank der Steuereinnahmen auch der französische Staat) gut brauchen kann. Aber auch im katarischen Herrscherkreis um Hamad Bin Chalifa al Thani (bis 2013) galt die Grundregel: "Die Franzosen sind am leichtesten zu kaufen". Als Unterstützer der Muslimbrüder brachte dies den Kataris und deren ideologisch verbundenen Brüdern natürlich Vorteile. Zwar agiert die neue katarische Regierung unter Tamim Bin Hamad al Thani außenpolitisch etwas zurückhaltender, doch die Franzosen sahen in ihnen nach wie vor die "Verteiler von 500-Euro-Scheinen", so der französische Journalist Georges Malbrunot, der zusammen mit seinem Kollegen Christian Chesnot das Buch "Unsere kostbaren Freunde" verfasste. Beide waren im Jahr 2004 monatelang Geiseln einer islamischen Miliz im Irak.

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Gerade Moskau, welches (wohl auch wegen der historischen "Entente Cordiale"?) immer wieder den Schulterschluss mit Paris sucht, muss hier natürlich am laufenden Band enttäuscht werden. Mit ehrlicher Diplomatie kommt man eben nicht gegen nackte Gewalt (USA) und Unmengen an Dollars (arabische Staaten) an. Allerdings offenbart dies auch den Charakter der französischen Politikerkaste, die sich außenpolitisch prostituiert.

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20 Kommentare

  1. Die geschilderten Umstände liegen nicht zuletzt daran…

    ….dass die Loyalität der letzten beiden französischen Präsidenten Israel gilt, und nicht Frankreich.

    Das erklärt sich aus ihrer Mitgliedschaft zu dieser Landsmannschaft.

    Das Geld ist nur ein gern genommener zusätzlicher Bonus.

    1. Arabisches Geld: Frankreichs gekaufte Außenpolitik

      ....dass die Loyalität der letzten beiden französischen Präsidenten Israel gilt, und nicht Frankreich.

      So isset!

      ———

      Glauben Sie, Herr Maier, diese Aussage wirklich?

      Gehören die Groß- und Zockerbanken  Frankreichs etwa den Arabern und die Anteile an der EZB?

      Die Außenpolitik Frankreichs war traditionell immer araberfreundlich und unterschied sich in diesem Punkt  erheblich von der Außenpolitik der USA.

      Das hat sich inzwischen, seit der kleine Gernegroß, Sarko, die fränzösische Politik aufmischte, erheblich geändert.

      Und Stammesbruder Hollande macht da weiter, wo der 'Rassenmischer' Sarko aufgehört hat.

      'Israel Firster' und 'Transatlantische Politik' der Wall-Street im Gleichklang mit den Strippenziehern von Washington D.C.

      Blut ist eben dicker als Wasser!

       

  2. Die kassieren nicht nur dort, sondern greifen auch, wie man zumindest lesen kann, noch ihre ehemaligen Kolonien in Schwarzafrika mit Milliardenbeträgen ab, ansonsten wären sie schon lange pleite, unsere lieben Nachbarn und dann wundern wir uns, wenn die alle zu uns kommen wollen, weil es dort nichts mehr zu beißen gibt. Man muß sich nur mal darüber informieren wie sich ihr Staatshaushalt zusammensetzt, dann dürfte alles klar sein und mit solchen Menschen schließt unsere Regierung noch innigste Freundschaft, da sind ja die Russen im Vergleich richtige Heilige.

  3. ………..das wird bei den Bundestrotteln nicht anders sein.Für ihr erbärmliches parasitäres Leben verkaufen diese Halunken Alles ohne jegliche Gewissensbisse.

  4. …Assad müsste doch die Französischen-Flugobjekte runter holen.. wird ja in Syrisches Terrotorium eingeflogen gar Syrische Städte und Dörfer unter Bombenteppich,, Zerstört und Vernichtet inkl. Tode und Sterbende Syrische Bevölkerung..!!

    …eben Assad ist eine Marionette!!

    …die Financiers sind die Wahabiden und Kommando läuft unter der Federführung durch die USreal..

    …die sorgen dafür das-das (Syrien&Irak) alles unter die Hände von Iran zu gespielt wird..(HumerSipson DonaldTrump,, LiveTV-Duell Ansprache von Vorgestern – an Killery) …

    Die Franzosen waren die Kollanialmächte u. Herren über die Syrer sind noch Heute..(Entente)..

    Bis 1956/1965 haben die Franzkollonisten,, sämtliche Bodenschätze ausgeplündert (Erdöl, Erdgas, sowie weitere Rohstoffe aller Art).. 

    Die Franzosen u. Engländer (Kolonieherren) errichteten Ihren Industrialisierungspfeiler auf Raubbau und Völkermord..

    Sie die Kollonisten haben und konnten Ihren durst nicht löschen – Nun kommen Sie und wollen wieder Ansichreisen..

    Deutschland Weimaierrepublik/Deutschereich konnten keine Kollonie in diesen Energiereichen gebieten zusichern..

    Also mussten Sie… dafür als Knechte die Arbeitsleitung und Tributzahlungen erbringen und abliefern..

    …soo absurd DEUTSCHLAND auch heute muss herhalten und die Knechtschaft weiterführen..

    Aber eben Deutsch-Frazösische Freundschaft.. Deutschland sind Söldner für die Fremdenlegion und NATO-Einsätze.. und müssen auch in Syrien mit ins Verbrechen reingezogen werden… den ein Sündenbock muss herhalten.. wer wird das Wohl sein..?!

  5. "Die Franzosen sind am leichstesten zu kaufen." Ja, das glaube ich gerne.

    Aber auch die Deutschen sind zu kaufen. Geld regiert die Welt. Und die Araber

    haben Geld. Viel Geld. Und mit diesem Geld regieren sie auch die Welt. Sie über-

    ziehen die gesamte Erde mit ihren Moscheen. Sie bestimmen mit ihrem Ölgeld

    die Börsen. Sie kaufen sich überall ein und investieren überall.

    Man kann hier in der Kürze nicht aufzählen, wo die überall ihre Finger, ihr Geld

    drinhaben. Und das alles ist gefährlich, sehr gefährlich. 

    Das ist noch freundlich ausgedrückt.

    1. Sie bestimmen mit ihrem Ölgeld die Börsen. 

      ——-

      Ist ja toll! Wo hast Du denn diese Informationen und Weisheiten her?

      Diejenigen, welche die Börsen kontrollieren, sind die, welche die Lizenz zum Gelddrucken aus der Luft haben. 85  Prozent der US-Dollars, welche die US-Fed druckt landen direktemang in den Spielcasinos der Wall Street und City of London. 

      Und die Spiel-Casinos gehören wiederum DENEN, welche die Lizenz zum Gelddrucken haben.

      Hinzu kommen noch die Ober- Zocker von den Hedge-Fonds, die Oberheuschrecken. Die Ober-Ober Heuschrecke, Larry Fink, von der schönen Firma Black-Rock, kann z.B. schlanke 4,5 Billionen einsetzen. Und das ist nur eine der Top Oberheuschrecken vom Schlage eines George Soros (Rothschild Agent) oder Warren Buffet (um mal einige zu nennen.

      Da sind die 'paar Kröten' (Petro-Dollars) der sog. 'reichen Ölscheichs' ein Fliegenschiss gegen, wobei die sog. 'Petro-Dollars' in der Regel ohniehin nur Schuldverschreibungen sind.

      Ja, ja, die Ölscheichs sind wie die…ähäm…Jesuiten….sehr, sehr gefährlich!

      Biste 'n Hasbara Troll?

  6. Marco Maier scheint der einzige zu sein, der hier richtig schuftet.

    Der Dicke bekleckert sich im Keller mit Schwarzwälderkirschtorte, und der Portugiese ist täglich erneut hin- und her gerissen, ob er den Papst nun lieben oder für die Tierquälerei in Spanien verantwortlich machen soll. Und so hat jeder seine speziellen Aufgaben im hochgelobten Contra-Magazin.

    Deswegen möchte ich DANKE an Marco Maier sagen.
    Danke für die guten Artikel.
    Und danke für die gute Gestaltung der Inhalte.
    Danke für die tägliche Arbeit.

    1. Ja, ich habe mich auch schon gefragt, wie viele Tastaturen MM im Jahr so zerhämmert.

      Ich kenne niemanden sonst mit einem derart großen Ausstoß.

    2. Nun ja, so 4-8 Artikel täglich müssen schon raus, sonst reicht das Einkommen nicht zum überleben aus… An einer 7-Tage-Woche komme ich (noch) nicht herum. Ich würde ja auch lieber wieder etwas mehr an neuen Büchern arbeiten.

      Klar, ich treffe mit meinen Artikeln auch nicht immer jedermanns Geschmack (das lässt sich auch nicht verhindern), trotzdem versuche ich doch auch möglichst ein paar interessante Themen aufzugreifen. Weil ich jedoch auch nicht alles im Überblick habe und mein Fokus ja eigentlich mehr bei der internationalen Politik, dem Weltgeschehen und dem Bereich Wirtschaft/Finanzen liegt, kommen eben andere Themen manchmal zu kurz. Auch kann ich mich bei manchen Themen leider nicht so tiefgehend damit auseinandersetzen, weil bei Online-Artikeln dann doch auch Grenzen gesetzt sind. Kaum jemand liest wirklich elendslange Artikel… Vielleicht mache ich in Zukunft ja noch ein paar Artikelserien zu diversen Themen. 🙂

      @Deutscher Michel: Tastaturen zu zerhämmern kann ich mir momentan nicht wirklich leisten. Hier gibt es nur welche mit englischem Layout und bei einem Laptop kommt das nicht so gut. 😉

      Aber wir sind auch immer offen für Gastartikel, falls ihr auch mal eure Meinung zu diversen Themen habt (wenn es geht dann jedoch möglichst im Rahmen dessen, was die europäische Gesetzeslage noch erlaubt – man kann nämlich auch ein wenig indirekter schreiben, ohne sich in den Bereich des potentiell Strafbaren zu begeben).

      Auf jeden Fall: Vielen Dank euch beiden für das Lob. 🙂

      1. @ Marco Meier

        Auch von mir ein großes Dankeschön für die mühevolle und aufreibende Arbeit und ein großes Lob für ihre wirklich egagierten Artikel.

        Sie versuchen  aufzuklären, auch wenn das sicherlich aufgrund der politischen Lage eine Gratwanderung ist. 

        Man muss halt eben auch manchmals zwischen den Zeilen lesen können, wie weiland in der Tätärä!

        Das kann ich ganz gut und und unsere Ossi-Kommentatoren ganz bestimmt!

        Weiter so!

        Danke, mfg DvB

    3. Ich wollte übrigens niemanden diskreditieren. Ich esse selbst gerne Schwarzwälderkirschtorte. Aber nicht nur. Der Dicke hat wenigstens eine Meinung. Er steht nur verblüffend oft falsch herum, wenn es etwas zu sehen gibt, und das Sehens- und Berichtenswerte verschwindet hinter seinen Rücken wieder, ohne dass er davon etwas mitbekommen hat. Na ja, vielleicht sollte er doch die Konzentration auf die Schwarzwälderkirschtorte ein wenig reduzieren. Der Portugiese sollte mal dringend sein Gutmensch-Gekaspere revidieren. Doppelzüngigkeit und vorsätzliche Blindheit ist ein solches Defizit, zumal das dann auch noch im Einklang mit den MSM steht. Nicht nur erschreckend, sondern geradezu ekelhaft. So etwas lehnen die Leute ab und ohne Raumkampfkreuzer trauen sich die Leute auch nicht, das zu sagen, so dass alles beim alten bleibt. Ich weiß nicht, ob man Vorsatzblindheit gepaart mit (unbegründeter) Überheblichkeit ablegen kann, aber es bekommt dem Magazin nicht gut.

  7. @ Rüdiger

    Hollande ist -wie sein Vorgänger- Sarkozy Jude, Israel Firster & Zionist.

    Wenn er also die Kolonialisierung durch Allahisten, vornehmlich aus dem Maghreb und der schwarzafrikanischen Sahel Zone, akzeptiert, dann heißt das, dass er alle Juden Frankreichs zur Auswanderung nach Israel zwingen will.

    Und wenn das so ist, dann ist das auch vom 'Großen Rat', dem Sanhedrin so beschlossen.

    Der Grund: Es geht um die Verwirklichung des großen Traums vom 'EREZ ISRAEL', vom Groß-Israel, dass sich gem. der biblischen Prophezeiung von den Wassern des Nils bis zu den Ufern des Euphrats erstrecken soll und u.a. Syrien, den Libanon, große Teile des Iraks und Teile in der Osttürkei mit einschließt. 

    Das ist natürlich mit den rd. 6 Millionen Juden-Hanseln, die in Israel siedeln, nicht zu machen.Also müssen alle Juden der Welt nach Israel (60 Prozent aller Juden leben in der Diaspora) und ggfls. muss man da etwas nachhelfen.

    Netanjahu, der Ober-Zionist, hat die Juden Frankreichs schon mal vorsorglich  nach Israel eingeladen:

    Netanyahu to French Jews: ‘Israel is your home’

    PM says jihadists at war with West, encourages Jewish immigration; Liberman, Ya’alon and Lapid also urge Europe’s Jews to come

    http://www.timesofisrael.com/netanyahu-to-french-jews-israel-is-your-home/

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