Wegen Strafzahlung: Kommt die Verstaatlichung der Deutschen Bank?

Die Deutsche Bank ist für die US-Strafe von 14 Milliarden Dollar für ihr Verhalten in Sachen US-Immobilienmarkt deutlich unterkapitalisiert. Eine "Notverstaatlichung" über den Umweg einer Fusion mit der Commerzbank wäre denkbar.

Von Marco Maier

Weil die Deutsche Bank (wie auch viele andere Banken, die ebenfalls zu hohen Geldstrafen verdonnert wurden) laut Gerichtsurteil Risiken auf dem US-Immobilienmarkt verschleierte, wurde sie zu einer Straf- und Entschädigungszahlung von 14 Milliarden Dollar verklagt. Doch die Großbank hat lediglich 5,5 Milliarden Euro für Rechtsstreitigkeiten zurückgestellt, wovon jedoch bereits 2,5 Milliarden Euro an Strafzahlungen wegen Geldwäsche in Russland vorgesehen sind. Das heißt: Es fehlen immer noch mehr als 10 Milliarden Dollar.

Selbst wenn man sich in Verhandlungen auf eine niedrigere Strafe einigt, so wird für die Deutsche Bank jede Summe über 4 Milliarden Dollar auf jeden Fall gefährlich. Denn die Eigenkapitalquote des Unternehmens liegt trotz der massiven Erhöhungen in den letzten Jahren immer noch bei unter vier Prozent. Im Jahr 2015 waren es zwar immer noch rund 63 Milliarden Euro, doch die Eigenkapitalregeln und die immer noch vorhandenen "toxischen Papiere" in den Bilanzen stellen nach wie vor eine große Gefahr für die Finanzstabilität des Konzerns dar.

Nun werden schon erste Rufe nach einer Notverstaatlichung der Deutschen Bank laut. Der Konzern gilt angesichts der gewaltigen Größe und der engen Vernetzung mit anderen Unternehmen als "systemrelevant". Allerdings ist eine solche "Rettungsaktion" laut den EU-Regeln nicht mehr erlaubt, so dass dies durch die "Hintertüre" erfolgen könnte – nämlich durch einen Zusammenschluss der Deutschen Bank mit der Commerzbank, an der die Bundesrepublik immer noch 17 Prozent der Aktien hält. Dies würde jedoch dazu führen, dass ein noch größeres "Finanzmonster" entstehen würde – für das die deutschen Steuerzahler mithaften müssten.

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24 Kommentare

  1. Tja, wer die Tribute an das Imperium nicht mehr bezahlen kann …

    oder will, der wird abserviert.

    Der deutsche Steuerzahler wird's schon richten.

    Wir schaffen das – oder so

  2. Ich schlage vor, dass Rothschild verstaatlicht wird. Wer macht mit? Oder hat der mit der "Deutschen" Bank gar nichts zu tun? Hab ich das etwa  falsch verstanden? 

    "Deutschland" gehört doch bereits sonstwem, fresst ruhig weiter, wir sind schon tot. 

    1. Die Gefahr besteht nicht.

      Oder hast du schon jemals von einer amerikanischen Bank, Firma oder sonstigen Institution gehört, die wegen Betrug an Deutschen irgendwelche Zahlungen hätte leisten müssen?

      Die Piepen rollen nur auf einer Einbahnstraße.

    2. @ Susan, Rothschild kannst du nicht mehr verstaatlichen, denn Rothschild ist der Staat.

      Genauer gesagt: Der Tiefenstaat.

       

      Und wenn man die Deutsche Bank offiziell verstaatlichen wollte, so ist das leider nur eine konsequentes Anliegen eben dieses Tiefenstaates.

      Innerhalb des dt. Finanzmisteriums könnte die Deutsche Bank dann als Unterabteilung dort ungehindert die Weisungen des Herrn Schäubles ausführen und den Amis ein unlimitiertes Lastschriftverfahren zubilligen.

      Ist hier irgendwo etwas Ironie ?

       

       

  3. die deutsche bank ist m.W. ein reinrassiger yankee-amerikaner. verstaatlichung – kann pasieren. aber doch nicht mit einer bank, von der die brd 17% der aktien hält! 

  4. verstaatlichung oder privatisierung ist im faschismus, der in deutschland herrscht, dasselbe. der mensch, der eigentlich nur sich gehört und selbstbestimmt ist, ist längst verkauft.

  5. Die Deutsche Bank sitzt auf einem Derivatvolumen von 70 Billionen Euro ( 70000 Mrd. ) Das ist kein Scherz. Das entspricht den gesamten Leistungen an Produktion und Dienstleistungen der gesamten Welt ( 2013 ). Da bin ich mal gespannt, wie der deutsche Steuerzahler das bezahlen möchte? Natürlich sind nicht sämtliche Derivate " gefährdet ", aber so 10 bis 20 Billionen Euro sind auch ein nettes Sümmchen.

    Übrigens, addiert man das Derivatvolumen aller Banken dieses Planeten, so kommt man auf stattliche ( ca. ) 700 Billionen ( Stand 2015 ). Wenn die mal platzen, geht richtig die Post ab.

    1. Alles nur Buchbeträge. Im Ernstfall setzt man den Mist auf null und fertig. Sind diejenigen die sich reich gerechnet haben eben nicht reich. 🙂 Problem wird dann lediglich sein sich gegen diejenigen zur Wehr zu setzen die meinen das ihre Schönrechnerei real sei und sie Anrecht auf irgendwelche Waren und Dienstleistungen hätten und versuchen werden diese "Forderungen" Militärisch durchzusetzen. Ein paar mehr Investitionen in Verteidigung und etwas weniger in Sozialleistungen bei Asylforderern kann also langfristig sicher nicht schaden, würd ich meinen.

    2. Nur Zahlen sonst nichts. Jeder weiß, dass diese Summen sowieso nicht gedeckt sind.

      Beispiel:

      Wenn ich 1.000 Euro habe und diese irgendwo mit Zinsen anlegen kann, habe ich deswegen nicht mehr Geld. Derjenige, der mir die Zinsen zahlt entscheidet ob, wann und wieviel er mir mehr gibt.

      Anders herum kann er aber einfach auch das Geld wieder abwerten. So habe ich trotz der schönen Zinsen weniger Geld.

      Noch einfacher: Er schaft den Euro ab und erfindet eine neue Währung. Somit habe ich auf einen Schlag nichts mehr.

      Währung, Geld, Schulden, Zinsen usw. womit sind die denn alle gedeckt bzw. was ist es Wert? Was nutzt mir ein monatliches Einkommen von z. b. 100.000 Euro, wenn ein Joghurt 50.000 Euro kosten würde? Selbst Eigentum kann man enteignen, überschreiben, weg nehmen, zerstören usw. Wenn ich einen Apfel gegen eine Birne tausche habe ich was reelles, bei dem Finanzscheiß nicht.

  6. Eine weitere Verstaatlichung einer Großbank ist völlig abzulehnen. Was können das schon für Vernetzungen sein? Die Systemrelevant sein sollen. Wer soll da mit wieviel zig Milliarden herausgekauft werden? Vernetzungen, die mit wertlosen Papieren, Schuldverschreibungen und Wunderpaketen handeln, die, wenn sie aufgeknotet werden, US- Hypothekenschulden und anderen wertlosen Schwachsinn beinhalten. Für die BRiD., bedeutet diese Schuldenübernahme, weitere Selbstverschuldung, damit Spekulanten, Pseudohändler genau dort weitermachen können, wo sie mit der "Deutschen Bank", endeten. Die Bank benötigt das  alte Geschäftsmodell der Deutschland AG., und einen neuen Vorstand und Aufsichtsrat. Ansonsten kann man eine Bank auch schließen. Sie nutzt ohnehin niemandem. Außer den Larven, die diese Bank seit Jahren aussaugen und für ihre Zwecke missbrauchen.

  7. ja da rächt sich, daß diese krrupten bangster machen können was sie wollen.am ende wars wieder keiner gewesen, obwohl die alle leben wie die maden im speck.auslöffeln darf es der kleine mann.

    1. Naja das sich die Deregulierung "rächen" tut geschieht erst bzw. nur wenn man den Steuerzahler zur Rettung heranzieht. Andernfalls haben wir ne freie Marktwirtschaft in der Insolvenzen nun mal eine Natürlich Sache sind, reinigend wirken und neue Chancen für andere Marktteilnehmer eröffnen. Ich hab kein Geld bei der Deutschen Bank. Soll sie über den Jordan gehen, was soll's. Die Anleger und Kunden haben Jahrzehntelang 20% Eigenkapitalrendite und 65% Verzinsung gesehen. Nun sehen sie eben mal den Totalverlust. Was soll’s. So funktioniert das Spiel. Und es ist nicht das schlechteste. Vorausgesetzt man versucht nicht ständig zu "Retten". Also den Reichtum für die einen zu Zementieren sowie die Armut auf der anderen Seite. Also, Tschöö DB. Ihr wurdet betrachtet, gemessen, gewogen und… für unfähig befunden.

  8. Eine Verstaatlichung wäre der finale Schuss gegen DE. Die unvorstellbaren Risiken aus ca. 70 Billionen Deriaten kann auch der Steuerzahler nicht mehr schultern. Nach einer Verstaatlichung könnte DE endlich mittels der "finanziellen Massenvernichtungswaffen" pulverisiert werden, Das geschähe über den Verkauf aller werthaltigen Güter inklusive des Bodens. Übrig bliebe generationenlange Schuldknechtschaft, damit so etwas, wie das  Wiederauferstehen der Deutschen nach dem 2. Weltkrieg sich niemals wiederholen kann. 

    1. Deutschland gehört eh den USA und die gesamte Welt (bis auf Nordkorea) gehört dem Finanzestablishment. Wir werden gehalten, erzogen, gesteuert und solange geduldet wie die es wollen – so ist es eben.

  9. Wie wäre es einmal mit Konkurs. Das sind doch die Regeln des Kapitalismus. Gläubiger haften, abwickeln und tschüss – dann haben wir eine Sorge / Krake weniger. Der Staat braucht keine solche Krake.

  10. Dies würde jedoch dazu führen, dass ein noch größeres "Finanzmonster" entstehen würde – für das die deutschen Steuerzahler mithaften müssten.

    ——–

    So is dat man. Gewinne werden 'privatisiert' während Verluste sozialisiert und  dem 'deutschen Steuermichel' an die Backe geklebt werden.So läuft das Spiel mit den Hochfinanzbankstern in der vielgepriesenen 'Westlichen Wertegemeinschaft'

    Und leider, leider sind die westlichen Regierungen, zumal die NGO BRD GmbH, jederzeit durch die Bankster erpressbar, weil alle Regierungen durch das 'Schuldgeld' und die systemimmanente Schuldenpolitik  am Tropf der Falschgeldhersteller und Großbanken hängen.

    Es wird also mal wieder das übliche Spielchen gespielt: Murksel oder ihr rollender Finanzminister werden irgendwann erklären, dass die 'Deutsche Bank', die ja längst keine deutsche Bank mehr ist, too big to fail ist und schwubbi di wupp hat der deutsche Steuermichel die marode und hochspekulative …ähäm… 'Doitsche Bank' an der Backe um die Einlagen der ähäm..'privaten' Investoren' abzusichern.

    …..Die Deutsche Bank ist nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Kontext systemischer Risiken in der Finanzwirtschaft das weltweit gefährlichste Geldinstitut. "Unter den global tätigen Banken mit systemischer Bedeutung (G-SIBs) scheint die Deutsche Bank am stärksten zu systemischen Risiken beizutragen", heißt es in einer Einschätzung des rothschild'schen IWF.. Gefolgt werde die Bank von der britischen HSBC und der schweizerischen Credit Suisse  (…)

    Guckst Du auch hier

    Lobbypedia – Deutsche Bank

    https://lobbypedia.de/wiki/Deutsche_Bank

    1. Nachtrag:

      Deutsche Bank hat hohen Derivatebestand

      Mit fast 50 Billionen Euro haben die Derivate der Deutschen Bank ein Volumen, das einem Vielfachen der deutschen Wirtschaftsleistung entspricht. Nur JP Morgan hat mehr. Fürs Risikomanagement ist das eine Herausforderung.

      http://www.faz.net/aktuell/finanzen/50-billionen-euro-deutsche-bank-hat-hohen-derivatebestand-12967565.html

      Derivate sind hochsprekulative, toxische Schrottpapiere. Wenn die Derivaten Bombe platzt – vermutlich vagabundieren ca. 800 Billionen dieser Schrottpapiere um die Welt- dann ist ohnehin alles im Arsch. 

      Dann kann sich der Steuermichel,  sofern er vorher in die Haftung genommen wurd, gleich mit verabschieden!

      Dann heißt es: finis gemaniae!

  11. Wie damals: Das Finanzjudentum und das amerikanische Establishment stürzen bald die Welt wieder ins Unglück. Was die  Deutsche Bank an die US zu zahlen hat, sollte man mit dem Gold verrechnen, was Deutschland von den US noch zu kriegen hat. Dann wird man direkt sehen, ob das gebunkerte deutsche Gold überhaupt noch da ist.

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