Ungarn bewertet Beschlüsse des EU-Gipfels als eigenen Erfolg

Die ungarische Regierung sieht in den Beschlüssen des EU-Gipfels einen Erfolg der eigenen Politik, sowie der Geschlossenheit der Visegrad-Staaten. Angesichts des Brexits hätten diese Staaten nun auch mehr Einfluss, so Regierungssprecher Kovacs.

Von Redaktion/dts

Ungarn hat die Beschlüsse des EU-Gipfels als Erfolg seiner Politik bezeichnet. "Dieses Ergebnis ist zu einem guten Teil dem entschlossenen und geschlossenen Auftreten der Visegrad-Staaten zu verdanken", sagte Ungarns Regierungssprecher Zoltan Kovacs der "Welt am Sonntag". Zu diesen Staaten gehören neben Ungarn auch Polen, Tschechien und die Slowakei.

Auch die Haltung anderer osteuropäischer Staaten habe dazu beigetragen. Zugleich sei auch bei Deutschlands sei plötzlich Bewegung zu erkennen in der Flüchtlingsfrage. Beim Gipfel in Bratislava war am Freitag unter anderem ein besserer Schutz der EU-Außengrenzen vereinbart worden. Kovacs zufolge haben die Mitteleuropäer nach dem Brexit-Votum der Briten jetzt mehr Macht und Einfluss, die Zukunft Europas aktiv mit zu gestalten. "Es ist die Region in Europa, die am schnellsten wächst, es sind die Regierungen mit der diszipliniertesten Finanz- und Haushaltspolitik. In diesen Bereichen stehen wir dem deutschen Denken viel näher als manche andere in Europa", sagte er.

Dass Bundeskanzlerin Angela Merkel und Orban beim EU-Gipfel nicht miteinander sprachen, habe daran gelegen, dass "einfach keine Zeit war, es waren viele dort". EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) rief die EU nach dem Gipfel zur Geschlossenheit auf. "Wir müssen Europa jetzt zusammen halten und die Gräben endlich überwinden", sagte er der "Welt am Sonntag". "Auch wenn es sehr unterschiedliche Vorstellungen gibt, wie die EU sich zukünftig entwickeln soll, bleibt doch eins Fakt: wenn die EU sich zerlegt, werden am Ende alle verlieren", sagte Schulz.

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6 Kommentare

  1. Ja,  Schulz,  wenn wir dich verlieren, werden wir einen Feiertag ausrufen,  und alle Buchhändler werden aufatmen, dass die Diskreditierung ihres Berufsstandes ein Ende hat!

  2. Wenn Brüssel zusammenklappt ist das noch lange nicht das Ende Europas. Im Gegenteil, Europa hat schon immer zusammengearbeitet und frühere Aversionen sind zurückgetreten, weil sich die politische Gesamtlage so verändert hat, daß die wesentlichen Probleme nicht im inneren Europas entstehen, sondern von außen hereindringen. Das schweißt zwangsläufig zusammen und funktioniert auch auf politischer Ebene von Land zu Land, dazu brauchen wir keinen künstlichen Moloch, der ehedem nichts taugt und nur immense Kosten verursacht. Es ging Jahrhunderte ohne Brüssel, es geht auch wieder ohne Großbritannien, was soll`s, die sollen verschwinden, wir haben schon genug Ärger mit unseren eigenen Landesregierungen, da brauchen wir nicht noch zusätzlich Streß wegen selbsternannten Europapolitikern.

    1. Genau Richtig!

      Das Ende der heutigen EU könnte die Chance für ein gemeinsames Europa sein. Was soll daran gut sein, dass eine selbsternannte EU – Regierung über die legitimen Landesregierungen entscheidet? Nur ein Blödmann kann sowas gut finden.

      Die heutige EU sehe ich als Wirtschaftsmacht der NATO und UNO. In dieser Abhängigkeit gibt es keine Chance für Europa. Die Abhängigkeit des Finazestablishments reicht eindeutig aus.

  3. Ostblock ist nicht Mitteleuropa..!!

    Diese Steoriden können sich die Polit-Affen selbst verabreichen um die Afrikaner/Schwarzafrikaner als Weisse Europääer zu erziehen.

    Osteuropa und alle zugänge/erweiterungen ab 2004 inkl. Griechenland sind/waren ein Desaster für Europa,, 10Jahre und mehr durchgefüttert aber noch immer Hungermolche – Für mich sind Ostblockländer gleich zu bewerten wie Afrikaner und Schwarzafrikaner – Sie gehören nicht in die EU und schon garnicht als Mittgliedsländer bewertet zu werden.

    Osteuropeär sind unsere Wanderarbeiter und Pufferzone gegen die Aussen – UND zu keinem anderen Zweck ..!!

    EU muss sich endlich absplaten um Sicherheit und Innereruhe einkehren zu lassen – Eigene Wirtschaft auf die Beine stellen und Reformen beschliessen.

    Es ist eine TATSACHE – Ostblock raus aus der EU ..!!

  4.  Der Orban hat ein kindliches Gemüt, leider muß ich das zu seinen Ungunsten sagen, obwohl  ich ihn sehr schätze, Merkel und  die us-raelischen mittelbaren Täter arbeiten auf Zeit , aber das Ziel ist Ende der weißen, europäischen Rasse. In Deutschland geht die Invasorenplage weiter. Was Visagrad anbelang geht man 2 Schritte vor und ggw einen zurück, weil der Wind der C-K-Bande zu sehr um die Ohren bläst. Gleichzeitig  versucht man neue Premiers aufzubauen, die von Herkunft und Geborenheit besser passen, wie derzeit in der Slowakei mit Fico und einem möglichem neuen Premier dem jetzigen Außenminister. Deshalb Herr Orban es gibt nur einen einzigen Ausweg der Krake zu entkommen- raus aus EU und NATO. Dazu gehe ich jede Wette ein!

  5. Fundstück:

    Ungarn und EU am Scheideweg – HUXIT im Oktober?

    Wird Ungarn die nächste Nation sein, die sich aus der Europäischen Union verabschiedet? Erst Brexit – jetzt Huxit? Die Frage ist gar nicht so weit hergeholt. Am 2. Oktober findet ein Referendum über die EU-Flüchtlingspolitik statt. Ein wichtiges Thema für Ungarn ist die nationale Eigenständigkeit, die man sich nach 150 Jahren osmanischer Herrschaft, Kriegen mit Habsburg-Österreich, der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn und einer Unterwerfung durch die Sowjetunion ab 1945, die bis 1989 andauerte, hart erkämpft hat. 

    Im Jahr 2015 kamen in Ungarn rund 400.000 Flüchtlinge vor einem vier Meter hohen Stacheldrahtzaun an der serbischen Grenze an. Etwa die Hälfte davon stellte Asylanträge, nach staatlichen Verfahren wurde nur 264 von ihnen politisches Asyl gewährt. Laut Präsident Viktor Orban ist Migration unter diesen Voraussetzungen keine Lösung für ein Problem, sondern ein neues, eigenständiges Problem.

    „Jeder einzelne Migrant stellt ein öffentliches Sicherheits- und Terrorrisiko dar. Aus diesem Grund gibt es keine Notwendigkeit für eine gemeinsame europäische Migrationspolitik“, sagte er in einem Interview mit RT. „Wer Migranten braucht, kann sie aufnehmen. Aber man sollte sie uns nicht aufzwingen, denn wir brauchen keine.“

     

    https://lupocattivoblog.com/2016/09/18/ungarn-und-eu-am-scheideweg-huxit-im-oktober/#more-27338

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