Soldaten der 1st Amphibious Mechanized Infantry Division der chinesischen Volksbefreiungsarmee. Bild: Flickr / Times Asia CC BY 2.0

Syriens Präsident, Baschar al-Assad, wird in Peking erwartet und dort offiziell um die Hilfe Chinas zur Bekämpfung der Terroristen bitten. Für die US-Allianz wird es eng. In Washington und Riad sieht man das Ganze mit Besorgnis.

Von Marco Maier

Derzeit noch unbestätigten Berichten zufolge wird Syriens Präsident in Kürze in Peking erwartet, um dort offiziell um die Hilfe der Volksrepublik China im Kampf gegen die Terroristen und Islamisten zu erbitten. Bislang sind offiziell und völkerrechtlich gedeckt lediglich Russland und der Iran in Syrien militärisch aktiv. Peking hatte bereits in der Vergangenheit mehrfach angekündigt, die syrische Regierung unterstützen zu wollen.

Demnach suchen chinesische Militärexperten bereits nach einem geeigneten Stützpunkt in Syrien, zumal die russische Luftwaffenbasis Hmeimim nahe Lakatia keine weiteren Kapazitäten aufweist. Peking will demnach eine eigene Fliegerstaffel in Syrien stationieren und so gemeinsam mit den Luftwaffen Russlands und Syriens gegen den "Islamischen Staat" und andere extremistische Gruppierungen vorgehen.

Indessen will Moskau den Luftwaffenstützpunkt Hmeimim ausbauen und so für größere Bomber tauglich machen. Der russische Flugzeugträger Admiral Kusnezow, der die russischen Bemühungen des Anti-Terror-Kampfes unterstützen soll, befindet sich derzeit auf dem Weg an die syrische Küste. Nach dessen Eintreffen sollen die Ausbaumaßnahmen beginnen.

Für Washington ist das Szenario eines Eingreifen Chinas zugunsten der Assad-Regierung natürlich ein Horror. Auch die Saudis und andere involvierte Kriegsparteien, die sich für einen Regime-Change einsetzen, dürften damit keine Freude haben. Immerhin stellt dies nicht nur eine weitere Verschiebung der Kräfteverhältnisse zugunsten der syrischen Regierung dar, sondern zudem auch noch eine deutliche Änderung der chinesischen Außenpolitik. Denn bislang hat sich Peking nicht wirklich in die internen Angelegenheiten anderer Länder eingemischt und das Feld vor allem Amerikanern und Russen überlassen.

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24 KOMMENTARE

  1. Hoffen wir, dass die Indianerausrotter nach Hause gehen, um vor ihrer eigenen Tür zu kehren. Und zwar ohne die restliche Welt vorher noch schnell in Schutt und Asche zu legen. 

  2. Lieber Marco Maier, ich wünsche mir Quellenangaben und nicht solche Aussagen wie unbestätigten Berichten zufolge…blablabla….

    Also entspricht dieser Artikel einem Wunschdenken. Sollte China wirklich eingreifen sitzt die Welt auf einem Pulverfass.

    • Das Magazin wird keine Quellenangaben machen, NIE! Das würde nämlich das Niveau erhöhen, womit viele der Leser völlig überfordert wären. Einige würden wohl kollabieren.

      ***

      Also Ihrer geschätzten Ansicht nach sitzt die Welt bisher auf keinen Pulverfass.

      Ich bin da etwas anderer Meinung. China ist besser für die Sprengmischung, wird aber nicht wirklich noch benötigt. 2006 sagte einer voraus, dass von Deutschland nichts übrig bleiben wird als schwarzer verbrannter Boden. Die anderen Voraussagen – und das ist das bedenkliche – sind mitlerweile zu 100% eingetroffen. Eine weitere Voraussage lautete: „Jeder in Deutschland wird jeden in Deutschland belügen“. Dass das zu 100% eingetroffen ist, wird niemand noch ernsthaft bestreiten wollen.

      Dass Marco Maier sich abgesetzt hat – auf den Breitengrad der Philippinen wurde berichtet – wird ihm nicht wirklich nützen. Da kommt die Wolke etwas später. Aber sie kommt ^^

  3.  US-rael soll das erfahren, was sie anderen antun. Sie können ja mal nachweisen was sie draufhaben außer hochgeborene Schweinereien.

    • Wer weiß, vielleicht geht es auch unblutig so: Deren bösen Geister werden von einem Stärkeren in die Schweineherde geschickt. Diese stürzt sich über die Klippen in den See. Zurückbleiben angenehme Mitmenschen.

      Wer weiß schon etwas, in Zeiten wie diesen?

      Sie fuhren weiter und erreichten das Gebiet von Gerasa, das Galiläa gegenüber am anderen Seeufer liegt.
      Als Jesus aus dem Boot stieg, lief ihm ein Mann aus jener Stadt entgegen. Er war von bösen Geistern besessen. Kleider trug er schon lange nicht mehr; er war auch nicht im Haus festzuhalten, sondern lebte in den Grabhöhlen.
      Als er Jesus sah, schrie er auf, warf sich vor ihm zu Boden und rief: »Was hast du bei mir zu suchen, Jesus, du Sohn des höchsten Gottes? Bitte, quäle mich nicht!«
      Jesus hatte nämlich dem bösen Geist befohlen, aus dem Besessenen auszufahren. Dieser Geist hatte den Mann schon lange in seiner Gewalt. Man hatte den Besessenen zwar immer wieder wie einen Gefangenen an Händen und Füßen gefesselt, aber jedes Mal hatte er die Ketten zerrissen und war von dem bösen Geist in die Wildnis getrieben worden.
      Jesus fragte ihn: »Wie heißt du?«
      Er antwortete: »Legion.« Es waren nämlich viele böse Geister in den Mann gefahren. Die baten Jesus, er solle sie nicht in den Abgrund verbannen.
      In der Nähe weidete eine große Schweineherde auf dem Berg, und die bösen Geister baten ihn, in die Schweine fahren zu dürfen. Jesus erlaubte es ihnen. Da kamen sie heraus aus dem Mann und fuhren in die Schweine, und die Herde raste das steile Ufer hinab in den See und ertrank.
      Als die Schweinehirten das sahen, liefen sie davon und erzählten in der Stadt und in den Dörfern, was geschehen war. Die Leute wollten es selbst sehen. Sie kamen zu Jesus und fanden den Mann, aus dem die bösen Geister ausgefahren waren, zu seinen Füßen sitzen. Er war ordentlich angezogen und bei klarem Verstand. Da befiel sie große Furcht.
      Die Augenzeugen erzählten ihnen, wie der Besessene geheilt worden war. Darauf bat die gesamte Bevölkerung von Gerasa und Umgebung, Jesus möge ihr Gebiet verlassen; so sehr fürchteten sie sich. Da stieg er ins Boot, um zurückzufahren.
      Der Mann, aus dem die bösen Geister ausgefahren waren, bat Jesus, mit ihm gehen zu dürfen. Aber Jesus schickte ihn weg und sagte: »Geh nach Hause und erzähl, was Gott für dich getan hat!« Der Mann zog durch die ganze Stadt und machte überall bekannt, was Jesus für ihn getan hatte.
       (Lukas 8, 26-39)
      __________________
      Interessant ist: Die Legionen böser Geister selbst, die WISSEN und bestätigen, wer der Boss ist.

  4. China verfolgt nach wie vor seine eigenen Ziele.

    Ein chinesischer Militärstützpunkt am Mittelmeer ist für China mehr wert als das Geld, was er kostet.

    Am Ende läuft es darauf hinaus, dass der "Weste" namens und im Auftrag seiner nahöstlichen Stichwortgeber genau das Gegenteil von dem erreicht hat, was er wollte.

    Dennoch : Ein chinesischer Stützpunkt in Syrien ist kein Grund zum Jibeln.

    •  Falls es stimmen sollte was contra schreibt hat das eine neue Qualität -auch für Deutschland. Glauben Sie denn , dass Deutschland den Vasallen-und Helotenstatus durch die gelenkte AfD losbekommt? Nein nur durch bedingungslose Angriff gegen dieses pharisäerhafte US-rael wird sich was ändern. Sollen sie doch Russland/China angreifen,diese militärischen Pfeifen??!

      • Hm hm …

        nur durch bedingungslose Angriff

        ich würde lieber vorher was anderes versuchen, alles mögliche andere sogar.

        Um mit den Bremer Stadtmusikanten zu reden : "Etwas Besseres als den Tod findest du überall"

        Lass' uns ersma 'ne ordentliche Opposition aufbauen – auf Rettung von Draußen brauchen wir nicht zu hoffen.

        •  Mit dem Tod wird das so oder so enden. Die Frage ist nur, wo er überall lauert. Die us-raelgesteuerte bzw geduldete AfD -Opposition??- wird nicht mehr als 30% bekommen , was ist das gegen die US-raelparteien? Eine kräftige Verarschung, that was it!

  5. Wau jetzt gehts rund,  der Kampf,  arme Amis. Die schöne NWO alles für die Katz und man hat doch in besten Absichten Syrien demokratisieren wollen. Aber das habt ihr euch mit eueren Imperialismus selbst zuzuschreiben. Arschkarte Arschkarte.

  6. Mal schaun ob PRC seine Doktrin etwas lockert und tatsächlich in Syrien auf Seiten von Assad interveniert. Wäre auf jeden Fall ne lustige Sache

    • Die Chinesen sind längerem mit dabei,, von Beginn an.

      Ab Übermorgen kommen auch die Inder die auch Zeitgleich mit den Chinesen ins Board kamen.

      Über 30 Nationen tummeln sich hier und überral dort wo ein Schralaffenland zum ausbeuten ergibt.

       

      ABER,, Assad wird uns noch eine Weile bleiben und mehr von seiner eigenen Brandherde zur weiteren Brandstifftungen verleiten.

      Assad und Russland (Iran-China-Indien) müssten die USA und deren Koalition bekämpfen – sobald die Abziehen. Wird IS-PYD von alleine vernichtet und ausgerottet sein ..!!

  7. Oh da werden Obama und Erdogan aber nervös werden. Die Chinesen sind mit den Russen, da in 14 Tagen fertig. Was wird dann mit dem Flüchtlingsstrom, wenn er versiegt. Da wird der Soros toben!

  8. Liebe Leute, eines sollte man vielleicht doch nicht vergessen, worum es in der Region geht. Wie immer, um Energiequellen und deren Wermarktung. Ja, Bingooo –> Qatar!!! China´s Wirtschaft und Armee brauchen nicht wenig davon!

  9. Ich wurde als Pazifist 67 Jahre alt. Ob meine Enkel so alt werden können bezweifle ich.
    Hilflose Wut über unsere Regierenden und deren Unterwürfigkeit überkommt mich wenn ich daran denke wie von uns vollkommen widerstandslos hingenommen wurde/wird in einigermaßen funktionierende Länder unsere „Demokratie“ zu exportieren.
    Dem Westen, uns eingeschlossen, ist vortrefflich gelungen einigermaßen funktionierende Länder total zu destabilisieren, Bürgerkriege vom Zaun zu brechen und Millionen Menschen zu Flüchtlingen zu machen.
    Die Dinosaurier wurden von einem Meteoriten-Bombardement ausgelöscht. Wir sorgen für das richtige Bombardement und der Auslöschung der gesamten Menschheit selbst.

  10. Wenn die Verbrecher die dieses Inferno begonnen haben in Nahost, dieses mal auch alle auf die Fresse bekommen, wie von den Russen und Chinesen angekündigt, soll es mir recht sein. Den zweimal sind sie ohne davon gekommen. Falls es wegen des Mächte Gleichgewichts zur Ruhe käme, wäre es natürlich besser.

  11. Sage es mal so. Wenn es der Beendung des Krieges in Syrien dient, warum nicht. Hätte auch den strategischen Vorteil,  nicht bloß auf weitere Aggressionen der "Achse der Bösen", womöglich vor der  eigenen Haustüre, warten zu müssen. Geld, Soldaten und Bewaffnung besitzt China, warum das nicht (vorsichtig, aber unmissverständlich) in die Waagschale zur langfristigen Friedenssicherung zu werfen? Können sich ja nicht ewig von den Gangstern auf der Nase rumtanzen lassen, sonst ziehen die noch falsche Schlüsse. Sammeln von Kampferfahrungen (….) ist nun auch kein Fehler. Bei Schlägertypen wirkt ganz selten der wippende Zeigefinger….Ein deutlicher Wink mit der Brechstange /Bambusrute könnte Grenzen aufzeigen.  Eine Bundeswehr dort unten hat nichts verloren, wieder mal höchst fragwürdige Bündnispolitik! Wen kann das noch wundern, bei dem Politpersonal.

  12. Der Assad, wenn das wirklich stimmt, dann ist aber bald die Kacke entgültig am Dampfen. Die Amis und die Russen haben bislang mühevoll verhindern können, dass ein Stellvertreterkrieg zum eigenen wird. Kommen dann noch die Chinesen, dann haben wir drei militärische Großmächte da unter am Fuhrwerken einschliesslich der Regierung in 'Damaskus. Im Hinterhof turnt noch Israel herum und der Mossad wird wohl auch kräftig mitmischen. Das sieht mir schön zur Vorbereitung eines dritten, atomaren Weltkrieges aus. Obwohl es ja schön ist, dass der selbsternannte Weltpolizist nicht mehr gerade überall machen kann, was er will. Die Europäer werdens auf die Schnauze kriegen, irgendwo müssen die ja dann ihre A-Waffen abladen, die Scheisser.

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