SPD: Merkel soll Tauber zur Aufklärung der Mobbing-Vorwürfe bringen

Es ist Vorwahlkampf und eigentlich wird es kein nennenswertes Resultat mehr mit dieser Koalition geben. Stattdessen pausenloses Gezanke. Und wieder einmal sieht man, dass die Politik nur ein Kindergarten für Erwachsene ist. Eine Spielwiese für Egomanen und Narzissten. Nur das Spiel wird auf unserem Rücken ausgetragen. 

Von Redaktion/dts

Die SPD hat CDU-Chefin Angela Merkel aufgefordert, dafür zu sorgen, dass der Vorwurf des Mobbings durch CDU-Generalsekretär Peter Tauber aufgeklärt wird. Tauber soll angeblich im Jahr 2006 zusammen mit Parteifreunden versucht haben, die Kreisgeschäftsführerin in seinem hessischen Heimat-Landkreis Main-Kinzig mit widerrechtlichen Mitteln loszuwerden, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Das Papier, in dem mögliche Mobbing-Methoden gegen die Kreisgeschäftsführerin aufgelistet sind, trägt den Titel "Pflegehinweise für das Kaninchen".

Tauber hatte gegenüber der Zeitung eingeräumt, "wie viele andere vor Ort damals Kenntnis von dem Papier" gehabt zu haben. Er bestreitet aber, das Papier selbst geschrieben zu haben. Der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende und hessische Landesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel sagte der SZ: "Das verharmlosend `Pflegehinweise für das Kaninchen` getaufte Szenario zum geplanten Rauswurf einer CDU-Kreisgeschäftsführerin ist ein regelrechtes Mobbing-Drehbuch, das nach allen bislang bekannten Informationen im Jahr 2006 von führenden Mitgliedern des CDU-Kreisverbandes verfasst wurde. Wenn der Adressat des Schreibens heute sagt, das Papier sei unter anderem von Peter Tauber verfasst worden, ist das ein schwer wiegender Vorwurf, der aufgeklärt werden muss."

Sogar der ehemalige Kreisvorsitzende der CDU, frühere hessische Regierungssprecher und langjährige CDU-Abgeordnete Rolf Müller gehe davon aus, "dass Peter Tauber den perfiden Plan mit verfasst hat", so Schäfer-Gümbel weiter. Angesichts dieser Vorwürfe dürfe sich Tauber "nicht hinter einem platten Dementi verstecken". Er müsse sich "zu den unsäglichen Vorgängen in seinem Kreisverband erklären – und zwar schnell, umfassend und ehrlich". Angela Merkel als Bundesvorsitzende der CDU sollte "das ihrem engsten Vertrauten in der Parteiführung möglichst schnell klar machen".

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8 Kommentare

  1. Die Sache mit Merkels Sprachrohr Tauber wird doch wahrscheinlich eh unterm Tisch fallen. Es werden nur die gefeuert die gegen den Strom schwimmen, aber nicht diejenigen die an Merkels Rockzipfel hängen und MAMA rufen und sich anbiedern …..

    Wie heißt es so schön ? Die Guten im Körbchen die Schlechten im Töpfchen …

  2. Die Sache mit Merkels Sprachrohr Tauber wird doch wahrscheinlich eh unterm Tisch fallen. Es werden nur die gefeuert die gegen den Strom schwimmen, aber nicht diejenigen die an Merkels Rockzipfel hängen und MAMA rufen und sich anbiedern …..

    Wie heißt es so schön ? Die Guten im Körbchen die Schlechten im Töpfchen …

  3. Tauber der gleiche Typ wie das Maasmännchen .

    Beide müssten erst mal noch Jahre auf der grünen Wiese grasen.

    Beide zu jung, keine politischen Erfahrungen und beiden fehlt es an Realität, sind nur Marktschreier die Merkels Politik nach außen tragen müssen.

  4. Da muß man ja annehmen, daß die CDU fast ein Muster an Anständigkeit ist wenn man 10 Jahre zurückschnüffeln muß um ihnen was anhängen zu können! Der gegenwärtige Putsch gegen den Rechtsstaat, die Deutschland verrecke Politik sind dagegen für die SPD nicht der Rede wert. Ab in die ewigen politischen Jagdgründe!

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