Der Hype um die Sojabohne und Sojaprodukte hält nach wie vor an. Nicht nur wegen den Veganern. Doch was viele Menschen nicht wissen: Die vielseitige Bohne kann auch in den Hormonstoffwechsel eingreifen.

Von Marco Maier

Die Sojabohne gilt als gesund: Viel hochwertiges Protein, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe sorgen für eine Versorgung des Körpers mit lebenswichtigen Nahrungsbestandteilen. Doch der Kult um die Bohne hat auch Schattenseiten. Denn nicht nur der Umstand, dass ein überwiegender Teil der globalen Sojaproduktion inzwischen genmanipuliert ist und für die Felder ganze Urwälder abgeholzt werden ist von Bedeutung, sondern auch die mit dem (übermäßigen) Konsum einhergehenden gesundheitlichen Probleme.

Vor allem bei Säuglingen und Kindern kann die Verabreichung von Sojamilch zu Schäden führen. Denn die Sojabohne enthält Isoflavone, die eine hormonähnliche Wirkung im Körper entfalten und an Rezeptoren in Geschlechtsorganen, Leber und/oder Gehirn andocken. Aus diesem Grund werden sie auch Phytoöstrogene genannt. Doch da im Blut von Kindern kaum Geschlechtshormone vorhanden sind, sorgt die Einnahme über die Nahrung für Probleme. Demnach können so Fruchtbarkeitsstörungen auftauchen, die Schilddrüsenfunktion kann ebenfalls beeinträchtigt werden und manche Theorie geht sogar so weit zu sagen, dass der hohe Anteil an Transgendern, "Ladyboys" und dergleichen im asiatischen Raum dadurch mitverursacht wird.

Aber auch lange Blutung bei der monatlichen Periode sowie starke Menstruationsbeschwerden sollen damit in Zusammenhang stehen. Laut einer bereits 2001 veröffentlichten Studie beklagten Frauen, die in den 60er und 70er Jahren als Kinder häufig Sojaprodukte zu sich nahmen darüber. In Frankreich empfehlen die Behörden bereits, Kindern unter drei Jahren gar keine Sojaprodukte zu geben.

Aber auch Krebszellen können offenbar durch hohen Sojakonsum durch die dort enthaltenen Pflanzenhormone schneller wachsen, wie zumindest Tierversuche zeigten. Insbesondere in den Wechseljahren ist dies demnach der Fall, während sie in der Zeit der Pubertät offenbar eine krebsschützende Wirkung haben. Aber auch bei Männern kann ein hoher Sojakonsum zu negativen Auswirkungen führen: Demnach lässt die Bohne aufgrund der dort enthaltenen Östrogene die Spermienanzahl drastisch reduzieren.

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Wenn man wissen will, warum es nur wenige kritische Studien zur Sojabohne gibt, dafür jedoch sehr viele positive Berichte, dann muss man hinter die Kulissen blicken: Rund 90 Prozent der globalen Sojaproduktion sind genmanipuliert. Konzerne wie Monsanto, Syngenta & Co verdienen sich damit dumm und dämlich. Dementsprechend hoch ist auch der Lobbyismusaufwand für die Bohne. Insofern lohnt es sich, diese Bohne auch mit einem entsprechenden kritischen Blick zu betrachten.

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14 thoughts on “Soja: Gesund oder gefährlich?”

  1. Soja – Mais – Weizen – Reis – PalmOel..!

    Ohne diesen Saatgut-Kultur würden wir zu Grunde gehen und uns von unseren Lebensqualitäten (Nahrung und Energie) verabschieden.

    In 25Jahren werden wir die Nahrungsknappheit erleben,,
    noch immer wird auf unsere Nahrungsgrundversorgung Börse-Spekulationen getätigt,,
    führt zu WorkingPoor bei den Produzenden – Nur MegaProduzenten können Margen generieren, Landwirte aussterben kennen wir seit 1990 und es wird nur noch Klein/Hobby/Balkon Gärtner geben – was Heute gang-und-gäbe ist..

  2. Hier mal meine Beobachtung im Namen der Meinungsfreiheit.

    Ich bin der Meinung, daß Soja kein Lebensmittel ist. Es führt aufgrund der Unverträglichkeit zu Entzündungen, die wiederum das Immunsystem so sehr belasten, daß sich daraus Krebs entwickelt. Die hohen Entzündungswerte sind auch ein Problem in der Milch.

    Es ist wie eine Borrlioseinfektion, die auch das T4 zu T8 Verhältnis so hoch fährt, daß der Körper mit Krebs reagiert. Wahrscheinlich stammt beide aus der gleichen Hexenküche.

    Einfach mal auf den Schlachthof gehen (vor allem als Soja treuen Vegetarier oder Veganer) und sich dann die inneren Organe der Tiere ansehen, die zu einem großen Bestandteil mit Soja gefüttert wurden. Da wird einem wirklich übel auch als Fleischesser und Gelegenheitsschlachter.

    Esst lieber Lupinen, Erbsen, Linsen, aber Finger von dem Zeug.

    Ich kenne wirklich viele Veganer, die an Krebs erkrankten und stellte mir die Frage wie das denn nun kam.

    Es werden nur noch für 7 Pflanzenarten Pflanzenschutzmittelzulassungsverfahren durchgeführt. Reis, Mais, Weizen, Soja,…

    Ehrlichgesagt verzichte ich mittlerweile auf jede dieser Arten. Und wenn ich mir mal die Menschen in der Schlange eines bekannten Discounters in einem sozialschwachen Gebiet ansehen, dann kann ich nur sagen, daß da mehr drüber nachdenken sollten.

  3. Schweine werden bei uns großteils durch importiertes Sojafutter schnell fett gemästet. In wie weit das auch bei anderen Haustieren der Fall ist, kann ich nicht sagen, wäre aber sehr interessant.

     

    Jedenfalls schiele ich bei Schweinefleisch jetzt sehr viel öfter in Richtung Bioauslage.

     

    http://www.deutschlandradiokultur.de/ernaehrung-dick-und-krank-durch-sojaoel.993.de.html?dram:article_id=364132

     

    Fettleber, Hormonbelastung und Fettleibigkeit. Schlimmer als Zucker.
     

  4. Wer 95 Jahre alt wird weiß dann entgültig ob er gefährlich oder gesund gelebt hat. Alles andere ist reine Spekulation, denn auch der Gesunde kann schon früh versterben und der unter gefährlichen Bedingungen lebende kann uralt werden. Alles nur Getöse und die Angst vor dem eigenen physischen Untergang, mehr nicht.

    1. Das war vielleicht früher mal so! Heute müssen wir uns auf vielerlei Feinde einstellen! Eine Politik, Pharmaindustrie und Lebensmittelindustrie, die an einem Strang ziehen! Die Politk möchte uns gerne ausrotten, da sie uns nur als Kostenfaktor sehen, zumindest wenn wir älter sind und die Industriezweige möchten uns zumindest so lange bei der Stange halten, bis man genügend Marge abkassiert hat!

  5. Wissenschaftlich belegt sind für Soja:

    – Schutz vor Prostatakrebs
    – schutz vor Brustkrebs
    – Schutz vor Osteoporose
    – Linderung von Wechseljahresbeschwerden
    – günstige Auswirkung auf Herz-kreislauf-Erkrankungen
    – keine negativen Auswirkungen auf die Schilddrüse bei Schilddrüsengesunden
    – Schutz vor Schilddrüsenkrebs

    Das ist alles gut dokumentiert – der Vebu beschäftigt sich naturgemäß damit und lässt namhafte Ernährungsmedizinier Artikel darüber schreiben, mit Links zu den entsprechenden Studien (die im Artikel oben völlig fehlen, das sei mal angemerkt): https://vebu.de/essen-genuss/pflanzliche-alternativen/soja-sojaprodukte/ist-soja-ungesund/einfluss-auf-die-schilddruese-durch-sojaprodukte/

    Zudem sei die Frage in den Raum gestellt: Wenn vor Soja aufgrund des Gehalts an Isoflavonen gewarnt werden muss, die "ein bisschen so wie Östrogen" wirken – warum läuft nicht jeder Sturm gegen Milch und Milchprodukte, die bekanntermaßen echtes Östrogen enthalten? Und in den letzten Jahren in steigenden Anteilen, weil die Laktationsphase der Kühe züchterisch weiter und weiter Richtung Geburt des nächsten Kalbes ausgeweitet wird? Laut Bundesamt für Risikobewertung: "Ein erheblicher Anteil der von einem Erwachsenen über diese Lebensmittel täglich aufgenommenen Gesamtmenge an Östrogenen (ca. 60 %) und Progesteronen (ca. 80 %) stammt aus Kuhmilch." Folglich wurde in Harvard nachgewiesen, dass Milch und Käse Spermien schädigen: http://www.aponet.de/aktuelles/kurioses/2012-10-milch-und-kaese-schaedigen-spermien.html

    Das soll nun alles nicht heissen, dass man täglich kiloweise Sojaprodukte in sich hineinschaufeln soll. Aber in üblichen Verzehrmengen ist Soja eine durchaus wertvolle Ergänzung des Speiseplans. Will man Transgensoja vermeiden, so greife man zu "Bio".

    Was den Flächenverbrauch betrifft: Über 90% der weltweiten Sojaernten gehen in die Ölmühlen und werden zu Tierfutter, Sojaöl und Bio-Kraftstoff  verarbeitet. Den Flächenverbrauch mit direktem menschlichem Konsum von Soja zu assoziieren, gibt daher ein verzerrtes Bild wieder. Will man die Flächen schonen, geht das am effektivsten, in dem man weniger Fleisch und Kraftstoffe verbraucht.

    1. Nett, dass du hier aufklären tust. Ist aber vergebliche Intelligenzanwendung. Die Sojabashing Artikel gehören zumindest zu Marco Maiers Standartrepertoire und werden jährlich oder öfter wiederholt. Warum? Because!

    2. Na dann ! Weiter gesundes Soja essen! Keine Milch und kein -brääächschliutz-Fleisch essen,nicht rauchen,keinen Ahlohool , viel Koks und Gras konsumieren ( irgendwoher muß dieser Scheiß ja kommen ! ) und gesund und lange leben . Wenn mann schon lange und gesund lebt dann soll es ja auch richtig Scheiße sein .

  6. Der Beitrag ist leider komplett verkehrt. Er unterscheidet nicht zwischen natürlichen und Gen-Soja. Zu letzteren brauch ich nichts weiter zu erklären, außer, daß es massenhaft als Viehfutter genutzt wird ! 
    Soja gehört zu den Hülsenfrüchten, die im rohen Zustand giftig sind, außer Erbsen. Im gekochten Zustand sind Bohnen gut genießbar (bitte das erste kurz aufgekochte Kochwasser weg gießen!)  Tofu u.a. aufbereitete Sojaprodukte sind ein sehr guter Fleischersatz ohne den schädlichen Nebenwirkungen von tierischen Speisen. Die ältesten Menschen leben v.a. in China und Japan, wo diese Produkte tratitionell angebaut werden. Die Mär von der Schädlichkeit der Hülsenfrüchte stammt von den Fleischmafia ! Übrigens werden die in den Supermärkten angebotenen veganen Produkte von der profitierenden Fleischindustrie angeboten.

    Als Veganer sollte man darauf achten, nicht so viel gekochte Nahrung (also auch Soja) zu konsumieren und viel mehr sich auf rohes Obst, Gemüse und Nüsse zu spezialisieren.

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