Oh, du mein Blödsterreich. Wir erinnern uns: Die Bundespräsidenten-Stichwahl muss wiederholt werden, weil es beim ersten Wahlgang derart gravierende „Unregelmäßigkeiten“ gab, dass man sich schon den Vergleich der Bananenrepublik gefallen lassen musste. Die Wiederholung dieses Wahlgangs kann nun auch nicht wie geplant am 2. Oktober abgehalten werden – und der Grund dafür ist Klebstoff.

Von Marcello Dallapiccola

Ob die Leutchen im Innenministerium vielleicht zuviel von selbigem geschnüffelt haben – das ist wohl die erste Frage, die sich da stellt. Doch nein, mit dem Klebstoff hat es eine andere Bewandtnis. Er tut nämlich seinen Zweck nicht, oder nur sehr unvollkommen – und das ausgerechnet bei den Briefwahlkarten.
Sprich, man kann zwar per Briefwahl sein Kreuzerl machen, doch man kann die Wahlkarte dann nicht mehr vorschriftsgemäß zukleben, um sie zurück an die Wahlbehörde zu schicken. Und eine nicht ordentlich zugeklebte Wahlkarte wird nicht ausgezählt, man hätte also praktisch umsonst gewählt.

Die Wiederholung der BP-Stichwahl scheitert also an nicht wiederverklebbaren Karten – eine Lächerlichkeit sondergleichen. Jede x-beliebige Marketingfirma, die gerade ihr Werbebudget verklopft, kann sich problemlos jederzeit solche Karten für irgendwelche sinnfreien Massensendungen herstellen lassen, in allen beliebigen Größen, Farben und Formen – nur das Innenministerium kriegt das nicht auf die Reihe?

Wie kann es sein, dass so kurz nach dem peinlichen Debakel der gründlich schiefgegangenen Stichwahl schon wieder so ein peinlicher Fauxpas passiert? Und das in Österreich, einem eigentlich modernen und gut entwickelten Land, in dem das gesellschaftliche Leben prinzipiell doch recht passabel funktioniert – und das trotz jahrzehntelanger, verheerender Misswirtschaft durch rot-schwarze Machterhaltungs-Klüngel.

Als gelerntem Österreicher drängen sich da gleich einige unangenehme Fragen auf, wie es zu dieser Peinlichkeit kommen konnte. Hat man da am Ende wieder einmal die Firma eines Freunderls beauftragt, um das ganze Organisatorische rund um Gestaltung und Druck abzuwickeln? Hat dieses Freunderl sich dan nach dem Motto „husch, pfusch und billig“ nach der allergünstigsten Variante umgesehen, um einen möglichst guten Schnitt aus den zur Verfügung stehenden Mitteln zu machen? Die unschlagbar günstige Druckerei aus Fernost gar?

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Fakt ist, dass die Wahl verschoben wird, die ungenügend klebenden Wahlkarten werden eingestampft – der Steuerzahler bedankt sich wieder einmal für die verantwortungsvolle Art und Weise, wie mit seinen hart erarbeiteten Mitteln umgegangen wurde.
Doch immerhin ließ Innenminister Sobotka bei der Pressekonferenz, bei der er – sichtlich niedergeschlagen – das Scheitern seines Ressorts eingestehen musste, mit einem geradezu revolutionären Vorschlag aufhorchen: Warum verwenden wir nicht einfach wieder Kuverts, wie wir es bis 2008 noch taten?

Mit denen hat die Briefwahl nämlich zuvor jahrzehntelang einwandfrei funktioniert – aber das schien irgendwelchen Schlaumeiern bei der Wahlbehörde dann wohl nicht mehr gut genug. Das Ergebnis dieser Modernisierungsbestrebungen sehen wir heute. Man darf jedenfalls gespannt sein, ob die vorgesehene Stichwahl noch zu Lebzeiten Norbert Hofers und Alexander van der Bellens stattfinden wird.

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16 thoughts on “Klebstoff-Klamauk: Österreich blamiert bis auf die Knochen”

  1. Das ist 100% absurd, aber in der US-regierten Welt keine Besonderheit mehr.

    Eben kam in den Nachrichten, dass in den USA ein Gesetz verabschiedet werden soll, dass die Gurkengläser künftig leichter zu öffnen sein müssen.

  2. Sammelt Prittstifte für Österreich. Uhu für die Demokratie. Tesa für das Wahlgeheimnis.

     

    Wurden vielleicht sämtliche Klebevorräte bereits für Van der Bellens Stuhl verwendet?

  3. Wer meint, dies habe etwas mit Klebstoff oder sonstigen Pannen zu tun, irrt.

    Die westlich globalen Schattenregierungen bestimmen, wann, wie und ob überhaupt gewählt werden darf, zudem, wer der Sieger einer Wahl zu sein hat. Punkt.

    Die Unglaublichkeit liegt nicht an diesem Fakt, sondern in der Schwierigkeit solch Unglaubliches der eigenen Realität, dem eigenen Dafürhalten erklärbar zu machen.

    Beispiel 1: Die Ehefrau verweigert sich der Unglaublichkeit, der sorgsame Ehemann hätte die gemeinsamen beiden Töchter früher jahreslang sexuell missbraucht.

    Beispiel 2: Der Ehemann verweigert sich der wildgewordenen Unglaublichkeit, die rührige Ehefrau haben den gemeinsamen Sohn systematisch jahrelang vergiftet, bis dieser verstarb.

    Beispiel 3: Die Bürger verweigern sich der Annahme, die gewählten Repräsentanten des eigenen Volkes haben ihr Volk – gemach gemach – an andere Völker als Sklaven verkauft.

    Die Unglaublichkeit liegt nicht an den Tatsachen, sondern in der Schwierigkeit solch Unglaubliches der eigenen Realität, dem eigenen Traum plausibel zu machen.
    ______

    »Gerade weil ich die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht.«, bekundete schon der Bergprediger. (Joh. 8.45) Ferner: »Ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen.« (Joh. 8.32)

    1. Nicht umsonst heißt es auch – "Die großen Geheimnisse ( der Politik) werden durch die Ungläubigkeit der Öffentlichkeit (Masse) geschützt, während die kleinen als Verschwörung angesehen werden dürfen. –  Es sprengt doch bereits das Weltbild von OttoNormalverbraucher hören zu müssen, das unsere Bundesrepublik Deutschland kein souveräner Staat ist, sondern eine Gmbh mit einem Grundgesetz ohne Geltungsbereich, welche als Unternehmen dem Handelsrecht unterliegt.

  4. Lieber Autor!

    Wenn sie das nächste Mal so einen Beitrag verfassen, wären es wünschenswert, sich etwas genauer über die Fakten zu informieren und ev. auch vom BMI eine Stellungnahme einzuholen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Alexander Marakovits, Leiter der Kommunikation im BMI

     

    1. Lieber Herr Marakovits,

      welche Fakten meinen Sie? Haben Sie andere als jene, die ihr Chef Herr Sobotka gestern in seiner PK zum Besten gab?

      Gerne lade ich Sie ein, die im Artikel gestellten Fragen zu beantworten:
      – Wer traf die Entscheidung, weg vom Kuvert und hin zu diesen wieder verklebbaren Wahlkarten zu gehen?
      – Wer hatte den Auftrag, eine Druckerei dafür zu suchen und nach welchen Kriterien erfolgte dies? (Nach fast 20 Jahren Berufserfahrung in "Druck&Papier" weiß ich nämlich mit Sicherheit, dass die Herstellung dieser wieder verklebbaren Kuverts spätestens seit Beginn der 0er-Jahre kein Hexenwerk mehr ist; bei Bedarf zähle ich Ihnen gerne mehrere österreichische Druckereien auf, die solche Druckformen tadellos herstellen können)
      – Nicht zuletzt: Wieviel Geld der österreichischen Steuerzahler wurde für diesen Pfusch wieder verschwendet?

      Dabei ist mir im Eifer des Gefechts doch glatt noch entgangen zu berichten, dass Mitarbeiter Ihres Ministeriums besorgten Anrufern rieten, die Wahlkarten doch einfach mit Uhu-Stick zuzukleben; wäre auch interessant zu wissen, wie man im IM auf solche Ideen kommt.

      Im Übrigen erlaube ich mir den Hinweis, dass es eben NICHT die Aufgabe von Alternativmedien wie dem CONTRA-MAGAZIN ist, Stellungnahmen irgendwelcher Behörden zu übernehmen und nachzubeten. Solche "Erfüllungsgehilfen" gibt es weiß Gott schon genug.

      Mit freundlichem Gruß!

  5. Ich glaube nicht an Zufälle. Sorry, aber was noch vor zwei Monaten – offensichtlich – anstandslos geklappt hat (nämlich das Zukleben), soll jetzt plötzlich nicht mehr gehen? Ja klar, und morgen ist Weihnachten, wo ein Hase blaue Eier verteilt.

    Da wird absichtlich sabotiert. Die frage ist nur, warum?

    Will man die Wahl solange rauszögern, weil man ahnt, dass Hofer gewinnen wird?
    Will man die Wahl solange rauszögern, bis die Leute die ganze Asyl-Kacke verdrängt haben?
    Will man die Wahl solange rauszögern, bis Kern und der linksgrüne Block ein paar Placebo-Aktionen durchsetzen können, die dem Wahlvieh Sand in die Augen streuen?
    Will man die Wahl solange rauszögern, bis das größte Steckenpferd von Hofer – TTIP – vom Tisch ist?

    Oder anders herum… will man solange warten, bis vdB das Zeitliche gesegnet hat?

    So oder so, das ganze ist eine einzige Farce.
     

    1. In Österreich sind ebenso wie in Deutschland internationalistische linke  S u b v e r s i o n s p o l i t i k e r  an der Macht deren Politik nicht auf Problemlösung abstellt sondern Probleme und Verwerfungen und sogar deren Import aus dem Ausland herbeiagitiert. Wenn bei den nächsten Wahlgängen ihnen nicht das Handwerk gelegt wird ist es mit Österreich vorbei. Van der Bellen ist übrigens erstrangiger Günstling von diesen Kräften. Zeit seiner politischen Agitation hat er all jene als Nazi beschimpft die sich zu nationalen Positionen bekannten die er  jetzt selbst als Wahlkampfparolen benützt. Ganz Wolf im Schafspelz der Van der Bellen immer schon war.

      1. @lümrod! Van der Bellen ist übrigens erstrangiger Günstling von diesen Kräften

        Er ist nicht nur Günstling sondern deren willfähriger Ausführungsgehilfe. Schließlich zahlte er auch brav seinen Mitgliedsbeitrag bei einer Tiroler Freimaurer Loge, weil er nach eigenen Aussagen 10 Jahre lang vergessen hat sich abzumelden!

        Die Großloge von Österreich ist eine von 28 Großlogen in Europa, die im Jahre 2015 in einem Communique der EU befohlen haben, die Grenzen für uneingeschränkte Einwanderung zu öffnen!

        Hier das Original: http://www.katholisches.info/2015/09/12/die-freimaurer-befehlen-der-eu-grenzen-auf-fuer-immer-mehr-einwanderung/

  6. Österreich ist doch jener NEUTRALE Staat, wo sie die US-Militärs eine Staffel Abfangjäger halten, welche der österreichische Steuerzahler zu bezahlen hat.

    Die Österreicher haben nun schon die 3. Generation Abfangjäger. Abermilliarden vom österr. Steuerzahler weg. Einmal »beschenkten« die Schwarzen, dann »besorgten« es die Roten den Bürgern, und zum 3. nochmals die Schwarzen oder kreuzgemischt und umgekehrt. Selbstredend mit grün und blau da und dort auch mittendrin.

    US-Militärs halten eine Staffel Abfangjäger in Österreich?, fragen Sie sich. Wie das denn?

    Sollte die österr. Lufthoheit verletzt werden, und ein Flug-Einsatzbefehl erfolgen, geht das folgendermaßen.

    1. Einer der beiden US-Amerikaner beim österr. Bundesheer, hat einen Code aus den USA anzufordern.
    2. Trifft der Code ein – geht blitzschnell – bekommt diesen der Pilot und er kann durchstarten. OHNE Code geht gar nichts.
    3. Trifft der Code nicht ein, bleiben die sündteuer bezahlten Vögel unten. In desem Fall handelt es sich vermutlich um US-Freunde oder die US-Army selbst, welche mit der Verletzung der österr. Lufthoheit nicht umherfackeln. »Geht`s scheißen, Bündnispartner und Neutrale«, heißt dies im Bündnispartnerjargon.

    Somit ist nicht der österr. Bundespräsident, noch der österr. Verteidigungsminister, noch das Verteidigungsministerium oberste Instanz dieser militärischen Waffen, sonder das US-Verteidigiungsministerium. Ergo, halten die US-Militärs eine Staffel Abfangjäger im NEUTRALEN Österreich. (Die beiden US-Amerikaner  im österr. Bundesheer werden selbstredend vom österr. Steuerzahler bezahlt. Die Politiker sind sehr gastlich im Umgang mit fremden Geldern.)

    Also, diesmal ist es ein "Klebstoff", damals war es die "Notwendigkeit", den eigenen Luftraum zeitgemäß zu verteidigen, blah, blah, blah. Lüge und Politik liegen eng beisammen und gehen damit schwanger. (Auch politische Männer sind solcher Schwangerschaften fähig. – Gar nicht zu glauben.)

    PS Im Netz wird man zu den österr. Abfangjägern in US-Hand, nicht fündig, dennoch rede ich diesfalls KEINEN Scherz, sondern die Wahrheit. Ab und an "uriniert" man dazu, ach, das seien GPS-Codes, die da angefordert werden, wegen der unterschiedlichen "GPS-Systeme".

  7. Warum verwendet man nicht den selben Klebstoff, mit dem diese Typen auf ihren Sesseln kleben?

    Denn dann bekommt man die Briefkuverts nämlich nie wieder auf!

    Einer der Gründe ist Zeit zu gewinnen. Jene Zeit, die man glaubt zu brauchen um die Wahl von Hofer doch noch irgend wie verhindern zu können, oder zumindest seinen Vorsprung zu verkleinern! Und damit auch eventuelle positive Veränderungen durch das Wiedererstarken des Nationalbewusstseins zu verhindern, welche "das Projekt" gefährden könnten!

    Welches der Haupt Grund für all das ist, was Wir die letzten 15 Jahre erleben mussten! Es ist der Grund warum dies Alles geschehen kann und bedeutet, dass Wir Uns beretis in einem rechtsfreien Raum befinden. Das auf uns zurollende internationale Seehandelsrecht ist ein Recht, dass nur auf staatenlosem Boden wirken kann. Dieses Recht ist ein Seerecht und unterliegt der Willkür und Ge-setzeslosigkeit, welchem das Prisengericht hinterlegt ist.
    Der Verlust der Bodenrechte für Uns ehemalige Bürger mit staatlichen Rechten ist durch die Anmeldung zum Unternehmen 2005/7 aller staat-lichen Institutionen durch Aufforderung der EU begründet. Mit der Anmeldung haben Sie auch das Gewohnheitsrecht angemeldet (10 Jahre)

    Das heisst, Sie müssen nur noch das gesamte Jahr 2017 irgend wie über die Bühne bringen und versuchen jedes Beeinflussung durch die Bürger zu verhindern. Dann haben Sie ihre Ziele erreicht – und die NWO auf der Basis des Seehandlesrechts steht!

    Dann sind die Piraten wieder die Herrscher über die See und das staatenlose Land! Und dann Gnade Uns Gott! Am 01.01.2018 ist es soweit.

     

  8. Der österreichische Bundespräsident hat in normalen politischen Zeitläufen realpolitisch wenig Möglichkeiten in die Politik entscheidend einzugreifen. In Zeiten wie den derzeitigen wo machthabende Politiker im Grunde an der Auflösung des Systems  arbeiten kommen den verfassungsgesetzlichen Befugnissen des Bundespräsidenten aber eine hohe systemwahrende Bedeutung zu. Van der Bellen wird von der systemzerstörenden öffentlichen Lobby unterstützt. Für diese sind die unsäglichen vertrauenszerstörenden Verwerfungen im wahlgesetzlichen Bereich Wasser auf ihren Mühlen und zum Teil wahrscheinlich sogar von ihnen  inszeniert! Ihre Entmachtung ist eine unbedingte Notwendigkeit.

  9. Die Briefwahl ist nur solange eine geeignete Wahlvariante als die Politszene über ein entsprechendes politethisches Niveau verfügt. In Zeiten wie diesen wo gerade in diesem Bereich zunehmende charakterliche Morbidität um sich greift ist die Briefwahlvariante absolut ungeeignet weil sie vielfältige Möglichkeiten des Wahlbetruges eröffnet.

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