George Friedman: Biden fordert mit dem Ende der Korruption in der Ukraine das Unmögliche

Der Geopolitik-Experte und Politologe George Friedman befasst sich auf seinem neuen Portal Geopolitcal Futures mit der Ukraine-Politik der US-Regierung. Die jüngste Forderung von US-Vizepräsident Joe Biden nach einem Ende der Korruption in der Ukraine sei nach Friedman unmöglich. Auch hätten die Sanktionen gegen Russland ihren Zweck nicht erfüllt.

Von Christian Saarländer

Das ausgerechnet Joe Biden nun ein Ende der Korruption in der Ukraine wünscht klingt doch sehr ironisch, wenn man die Tatsache berücksichtigt, dass ausgerechnet Bidens Sohn während den Maidan-Revolten für den ukrainischen Gasproduzenten Burisma arbeitete. Zudem war es doch der Hauptgrund für die USA und seine westlichen Partner gewesen, einen Regierungswechsel in der Ukraine herbeizuführen, um die Korruption unter der Führung von Janukowitsch zu beseitigen. Nach zwei Jahren stellte man nun fest, dass man mit dem Regime-Wechsel lediglich die Personen austauschte, die Korruption blieb. Friedman sieht, dass das Problem der Korruption in der Ukraine tief verwurzelt ist und sich unmöglich einfach so beseitigen lässt. Der Gründer von Stratfor befasste sich auf seinem neuen Projekt Geopolitcal Futures bereits mehrfach mit dem Thema Ukraine und kritisierte die aktuelle US-Außenpolitik ebenfalls des öfteren.

Auch die Sanktionen gegen Russland, die der Westen im Zuge der Ukraine-Krise verhängte, hätten ihr Ziel nicht erreicht. Laut Friedman wird sich Russland von der Sanktionspolitik nicht einschüchtern lassen und inzwischen stehen die westlichen Staaten nicht mehr geschlossen hinter den Sanktionen. Eine zentrale Rolle Rolle in den Beziehungen zwischen Russland und den USA spielt dem Geopolitik-Experte zufolge Deutschland, das seit langer Zeit intensive wirtschaftliche Beziehungen mit Russland pflege. Neben Österreich, Italien und Frankreich werde gerade Deutschland nicht mehr lange die Sanktionen mittragen. Demnach empfiehlt Friedman die Sanktionspolitik seitens der USA aufzuheben, bevor sich Europa von den USA entferne.

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Die Ukraine werde für Russland nach wie vor eine Pufferzone bleiben und Moskau werde diese Zone auch in naher Zukunft nicht aufgeben. Dass die deutsch-russischen Beziehungen den USA ein Dorn im Auge sind, sagte Friedman bereits in einem anderen Kontext. Aus geopolitischer Sicht wäre es für die USA eine Katastrophe, wenn Deutschland und Russland ein Bündnis schließen würden. Deswegen versuchen die USA seit Jahren einen geopolitischen „Gürtel“ zwischen Deutschland und Russland zu schaffen, der als Keil zwischen den beiden Staaten eine Annäherung verhindern soll.

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13 Kommentare

  1. Die jüngste Forderung von US-Vizepräsident Joe Biden nach einem Ende der Korruption in der Ukraine sei nach Friedman unmöglich. 

    ——–

    Wo er Recht hat, der Auserwählte, Mr. Friedman, da hadder eben Recht, wobei sein ähäm….Think Tank nur Einem dient, nämlich den Interessen des Imperiums, US-rael!

    Bevor der Zion-Christ und üble Israel LobbIst, Joe Biden (O-Ton Biden: "Als Christ kann man auch Zionist sein"), Andere kritisiert, soll er doch mal bei sich ganz persönlich anfangen. Und wie der Kommentator Austriak richtig bermerkt hat, bei seinem 'Söhnchen"!

    Warum die Korruption und die Vettern- und Stammeswirtschaft in der Ukraine unausrottbar ist (zumindes so lange, wie das ukrainische Volk fremdregiert wird), wird deutlch, wenn man sich HIER  informiert:

    Von der Ukraine zum Neu-Khasarischen Reich:

    Die neue Jewkraine

    https://justice4poland.com/2015/04/11/ukraina-to-nowa-chazaria-new-khazaria/

    1. Nachtrag:

      Die Ukraine wird nicht etwa von Kiew aus regiert, sondern von Washington/Tel Aviv  und seinen Handlangern, den 'ukrainischen Oligarchen':

      I. Kołomojskij, E. Gurwic, G. Bogolubow, P. Poroszenko (Walcman), D. Firtasz, S. Lewoczkin, W. Hajduk, W, Nemirowskij, K. Żewago, W. Pinczuk, E. Prutnik, R. Achmetow, A. Martynow, W. Kostelman, E. Sigal, B. Kolesnikow, A. Feldman, F. Szpig, N. Szufricz, A. Rodnianskij, I. Dworeckij, A. Abdinow, W. Jermołajew, M. Kiperman, E. Zwiagilskij, F. Żebrowskaja, M. Bekker, S. Ronis, G. Korban, F. Surkis, I. Surkis, W. Szamotij, A. Leszczynskij, I. Rodi

      Übrigens, keiner dieser Herren ist etwa Ukrainer, sondern diese 'internationale' Weltenbürger  und Philantropen haben in der Regel mehrere Pässe in der Tasche und einen haben sie alle, den israelischen Pass – für alle Fälle!

      Happy New Khasaria!

      https://justice4poland.files.wordpress.com/2015/04/chazarski-leb-w-ukrainskiej-fladze.jpg

  2. Zitat: "Dass die deutsch-russischen Beziehungen den USA ein Dorn im Auge sind, sagte Friedman bereits in einem anderen Kontext. Aus geopolitischer Sicht wäre es für die USA eine Katastrophe, wenn Deutschland und Russland ein Bündnis schließen würden. Deswegen versuchen die USA seit Jahren einen geopolitischen „Gürtel“ zwischen Deutschland und Russland zu schaffen, der als Keil zwischen den beiden Staaten eine Annäherung verhindern soll."

    Nicht nur das. Friedman sagte wörtlich: "Das Hauptinteresse der US-Außenpolitik während des letzten Jahrhunderts, im Ersten und Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Weil vereint sind sie die einzige Macht, die uns bedrohen kann. Unser Hauptinteresse galt sicherzustellen, daß dieser Fall nicht eintritt."

    Daher wurden die Sowjetunion und Nazi-Deutschland gleichermaßen von den USA finanziell und technologisch unterstützt, um sie dann gegeneinander zu führen.

    https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/04/30/von-der-wegbereitung-des-nationalsozialismus-durch-britisch-amerikanische-finanzkreise/

     


    1. @ Falkenauge

      …"um sie dann gegeneinander zu führen."

      ————

      'gegeneinander zu führen' ist gut. Besser wäre 'Sie als künstlich geschaffene Todfeinde aufeinander zu hetzen, damit möglichst viele christlich, abendländische Europäer (Brüder und Vettern) auf der Walstatt bleiben!" 

      Merke: Kriege sind die (schrecklichen)  Ernten einer gewissen Mischpoke!

    2. Es scheint wirklich nur noch die einzige Hoffnung zu geben, dass die VSA an ihrem eigenen Dreck ersticken und ihr auf Indianerland errichtetes Blut-Imperium, das sich die Welt zum Untertan macht,  implodiert.

      In welcher Phase des Horrorfilms befinden wir uns eigentlich? Steht der angeschlagene Bösewicht zum vorletzten oder letzten Mal auf, um dem im schweren Kampf verletzten Opfer (hier der Welt) noch eine weitere, vielleicht finale  Wunde zuzufügen? Kann das Opfer reagieren? Rappelt sich der Bösewicht in einer Ecke, die keiner beachtet, wieder auf und weitere Folgen des Horrors werden folgen? 

      Sammy, mir graut vor dir !!! 

  3. Das die Sanktionen kaum was bringen war klar. Die Russen sind leidensfähig, noch immer empfänglich für Pathos, Nationalismus. Gefangen in Korruption, Vetternwirtschaft und Kriminellen Organisationen. Je mehr und länger die Marktwirtschaft, Demokratie, Rechtssicherheit, freie Meinungsäußerung und echte politische Opposition erfahren, sich die Kontakte auf allen Gebieten in die EU intensivieren, wirtschaftlicher Wohlstand breit einsetzt umso geringer wird der Einfluss von Autokraten und Kommunisten rund um den Kreml. Was die Ukraine anbelangt so denk ich nicht dass das eine Russische Pufferzone bleiben wird. Nicht wenn mir Europäer das nicht wollen und einer der Schlüssel dazu ist Korruption. Biden hat das erkannt und seine Forderung ist essentiell wenn die Russen aus der Ukraine zurück gedrängt werden sollen. Eine unsere Stärken und unsere Zentralen Werte sind die Gleichheit und die Gleichbehandlung vor dem Gesetz. Fairness gegenüber jedermann ohne Ansehen von Herkunft und Einkommen ist ein menschliches Grundbedürfnis. Friedman unterschätzt diesen zentralen Punkt und daher kommt er auch zu der falschen Einschätzung und dementsprechender Schlussfolgerung. Der Zentralismus, Autokratie und Putin sind durchaus zu knacken.

    Eigentlich wäre der Westen unschlagbar. Nicht weil wir perfekt wären und bei uns alles Super ist. Aber im Gegensatz zu anderen Gesellschaftsformen sind wir mit dem Liberalismus im Augenblick am nächsten an der Menschlichen Bedürfnispyramide und befriedigen diese unter allen anderen Gesellschaftsformen immer noch am besten. Wir können also gar nicht verlieren oder zurückgedrängt werden, im Gegenteil.

     

  4.  dem Liberalismus im Augenblick am nächsten an der Menschlichen Bedürfnispyramide

    ———

    Ach ja, ist es nicht so, dass der ähäm….'Liberalismus',. und die sog. 'Allesversteherei' gerade das Tool ist, was die sog. 'westliche Wertegemeinschaft' zerstören soll….und natürlich der Kutlurmarxismus der sog. 'Frankfuirter Schule', eine krude, unwissenschaftliche Mischung aus Marx u. Freud.

    1. Sie vermischen Kulturmarxismus und damit die Frankfurter Schule mit Liberalismus. Was soll ich ihnen darauf Antworten? Vielleicht dass das eine mit dem anderen rein gar nichts zutun hat! Dass es sich bei der Frankfurter Schule um ein Sozialistisches Denkmodell von wohlstandsbesoffenen Intellektuellen handelt! Abgesehen davon, über das ein oder andere kann man durchaus nachdenken.

  5. Ist Joe Biden ein Pädophiler?
    Nach dem die Reporter die Fotos gemacht haben beugt sich Biden zum Mädchen herunter und man hört was der zweitmächtigste Mann der USA ihr ins Ohr flüstert: „Übrigens, möchtest Du wissen wie geil ich bin, ein 13-jähriges Mädchen neben mir stehen zu haben? … Du bist ein hübsches Mädchen!“ und dann versucht er sie zu küssen  https://derhonigmannsagt.wordpress.com/2016/09/16/ist-joe-biden-ein-paedophiler/

  6. Weit ab von dieser Lügenpresse ..

    Wieso befürchtet die USA – Deutschland und Russland könnte gemeinsame Interessen neu Funamentieren..

    Was bedeutet das..

    Wer zieht mit dieser neuen Allianz mit alle EU-Länder oder nur Österreich und Schweiz mit..?!

    Ostblocks wollen ja grundsätzlich keine Russen – Angeblich jahrelang gepeinigt und versklaft usw..

    Traut sich sonnst noch andere Nord/Süd-Europäer das zu.. 

    Es wäre eine interessante Konstellation..

    Aber eben nur Lügenpresse.. FURTZ…

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