Fethullah Gülen weist Anschuldigungen Erdogans zurück

Ich habe den politischen Islam immer abgelehnt, sagt Fetullah Gülen. Er sei weder ein Islamist nocht ein Terorist, denn wer Politik und Religion vermischt, schadet beidem aber der Religion besonders, sagt Gülen. Der Islam ist doch keine Regierungsform. 

Von Redaktion/dts

Der Prediger Fethullah Gülen kritisiert den türkischen Präsidenten für seine Anschuldigungen gegen die Gülen-Bewegung: "Wer andere Menschen Terroristen nennt, obwohl sie Frieden predigen, ist selbst ein Terrorist", sagte Gülen der "Zeit". Er fühle sich schikaniert. "In der Türkei war ich ein staatlich lizenzierter Prediger. Aus meinen Predigten entstanden über 70 Bücher, in denen Sie nachlesen können: Ich verurteile jeglichen Terror."

Gülen widerspricht auch der Beschuldigung, ein Islamist zu sein: "Ich habe den politischen Islam immer abgelehnt. Wer Politik und Religion vermischt, schadet beidem aber der Religion besonders." Um den Islam mache er sich Sorgen: "Vielleicht haben wir Muslime etwas falsch gemacht. Vielleicht will Gott uns jetzt strafen. Gott weiß es, wir nicht. Wir Muslime werden unsere Probleme jedenfalls nicht allein lösen, sondern brauchen die Unterstützung der demokratischen Staaten."

Der Islam sei "keine Regierungsform. Er leitet seine Anhänger natürlich auch in ihren politischen Entscheidungen. Doch jeder Muslim muss frei entscheiden dürfen, ohne Zwang", so Gülen. Auf die Frage, was er bereue, sagte der Prediger, er habe früher "zu pauschal den Westen verurteilt. Heute sehe ich das anders." Persönliche Begegnungen mit Christen und Juden hätten ihn "gelehrt, mein Denken zu korrigieren. In jeder Religion gibt es Menschen, die ein schlechtes Beispiel abgeben, und andere, die ein gutes Beispiel sind. Es kommt nicht darauf an, ob einer Muslim ist, sondern darauf, wie er handelt."

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15 Kommentare

    1. Ich seh das auch so ! Die Türken sollen ihre Angelegenheiten in der Türkei oder wo auch immer regeln. Ständig werden wir durch deren Anwesenheit und "Angelegenheiten" belastet. Man darf Probleme nicht so groß werden lassen, dass sie am ende behaupten man sei selbst das Problem ! Soweit sind wir aber schon in der Türkenfrage. Unter deutschem Obdach befinden sich zuhauf Türken die der Ansicht sind Deutschland sei ihr Land, weil Allah das so will.

  1. Zu seiner letzten Erkenntnis, dass es in jedem Volke settene  u. andere gibt hat er aber verheltnismaessig lange gebraucht. Also war er auch ein Fanat.

    Danke, wenn wir bei allen Fanaten so lange, beinahe bis zum letzten Spatenstich warten muessen, bis ihnen Erkenntnis gedeiht. Inzwischen ist die ganze Welt verjodelt mit falschen Psalmen.

  2. Was wäre eigentlich wenn alle diese Möchtegern-Politiker von heut auf morgen verschwunden wär'n..würden wir dann sterben..

    Wie wäre es mit einem politischen Boxkampf der Kontrahenten..ab in den Ring.

    Merkel gegen Putin

    Gülen gegen Erdo

    Obama gegen Kim Yong usw…

    ..und die geschundenen Völker zähl'n bis zehn…

    1. Könnte man meinen, – aber unsere Türken sagen, Erdogan hat sich selbst geputscht um endlich die Säuberungen durchziehen zu können !

      Der hatte ja auch sofort seine Abschussliste parat und zack ging's auch schon los.

      Eine bekanntes Phänomen : 2 Std. nach JFKs Tod hatte man einen Mörder / bei 9/11 war direkt klar es war Bin Laden / die Meldung vom Einsturz WT 7 lief sogar vor dem Einsturz des Gebäudes über die Sender usw. usf.

      Na ja, und so hatte auch Erdogan seinen Plan der Säuberung schon vor dem Putsch fix und fertig im Tresor.

      Ich glaube, wenn hier behauptet wird, Gülen hätte geputscht, dann haben wir solche Pressemeldungen dem langen Arm und der "Überzeugungskraft" Erdogans zu verdanken

      1. Welche Türken sagen das ? Die Bergtürken(Kurden) vermutlich.

        Türken und Kurden wurden, nachdem Jahrelang Frieden war , von USA/Israel wieder mit dem völkischen Virus Kurdenstaat infiziert und in Konfrontation gebracht .

         

        1. Keine Ahnung ob deren Ahnen Bergtürken (Kurden) waren, aber sie haben nichts gegen Türken und auch nichts gegen Kurden, sind also moderate Türken. Wollen Frieden und finden Erdogan zu rassistisch. Dann scheint der gute Mann die Völkertrennung zu befürworten und anzuheizen.

          "Völkischer Virus Kurdenstaat" – das könnte glatt von einem Globalisierer stammen !

          Wollen nicht alle Völker einen eigenen Staat ? Wenn ein Volksstamm nur geduldet wird, seine Wurzeln aber nicht integriert werden, dann wird er immer Außenseiter bleiben. Logisch wird er dann immer wieder versuchen auch ein eigenes Gebiet, ein Zuhause zu bekommen um sich endlich vollwertig und selbsbestimmt zu fühlen.

          Wenn Kurden auch Türken sind, aber trotzdem immer Kurden bleiben, dann könnte man ihnen doch einen autonomen Staat an der türk.-syrischen Grenze zugestehen. In der Malerei spricht man von "Übergänge schaffen". Zusätzlichen Platz nähmen sie ja nicht weg, sie separierten sich bloß.

          Wenn Öl und Wasser sich nun mal nicht mischen lassen, braucht man deswegen doch kein Blut vergießen ! Sowas machen nur dumme Menschen, oder eben Globalisierer zur anschließenden Alleinherrschaft.

          Erdogan scheint das zwar zu begreifen, will aber von seinem osmanischen Reich kein Stückchen abgeben. Seine Intension ist die der Ausdehnung, nicht der Schrumpfung, also wird kurzerhand jede Gegenströmung zum Terrorismus erklärt und "sein" Land davon gesäubert. Völkischer Türkenstaat, aber bitte ohne widerborstige Kurden, die sich die Separierung ihrer Volksgruppe in der angeblich gemeinsamen Türkei nicht gefallen lassen wollen. Wer nicht 100 % dazugehört, der will irgendwann was Eigenes, das ist doch nachvollziehbar, oder etwa nicht ?

        2. Im Moment sieht es so aus das nicht die Kurden, die du abfällig Bergtürken nennst, die Terroristen sind. Sie kämpfen gegen den IS und retten die Jesiden. Dafür werden sie permanent von Erdogan angegriffen und zerbomt. Erdogan ist derjenige der keinen Frieden will und gerne den Status von Atatürk hätte. Dieser großartige Politiker würde sich noch heute im Grabe umdrehen, wenn er wüßte welcher Volksverführer heute an seiner Stelle ist.

  3. Gülen ist Moslem und als solcher niemals ungefährlich.

    Schon vor vielen Jahren hat Adelgunde Mertensacker von der CM

    vor der Gülenbewegung gewarnt. Diese Bewegung hat Geld, viel Geld

    und finanziert mit diesem Geld auch in Deutschland manches, das uns nicht

    willkommen ist. So Islamschulen, unterstützt Verlage und anderes.

    Gülen selbst wohnt un den USA in einem Anwesen, dass man hier als Schloss

    bezeichnen würde.

    Diese Moslems haben zuviel Geld. Und Geld regiert die Welt.

    Das ist Hochfinanz

     

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