Innenansicht der Sheshan-Basilika in Shanghai. Bild: Flickr / Maxime Guilbot CC BY 2.0

Auch wenn die Volksrepublik China demographische Probleme hat und die regierende Kommunistische Partei eines mit organisierten Religionen, so ist die Tendenz deutlich: Die Zahl der Christen im Reich der Mitte wächst rasch.

Von Marco Maier

Im Jahr 1949, jenem Jahr als Mao die Macht in China übernahm, gab es dort gerade einmal rund drei Millionen Christen. Heute sind es Schätzungen des renommierten Pew Institutes zufolge schon rund 70 Millionen. Die meisten davon gehören irgendwelchen der vielen kleinen protestantischen Kirchen an, die auch in den traditionell katholischen Ländern wie Brasilien oder den Philippinen rasant wachsen.

Inzwischen geht man anhand von Prognosen davon aus, dass die Zahl der Christen im Reich der Mitte bis zum Jahr 2050 auf 250 bis 300 Millionen ansteigen dürfte, wobei dem zugute kommt, dass die Volksrepublik viele (offiziell) Religionslose hat. Damit wäre die Volksrepublik dann wohl jenes Land, welches die größte christliche Bevölkerung der Welt aufweist. Derzeit sind die USA, Brasilien, Mexiko, Russland und die Philippinen jene Länder, welche die größte Anzahl an Christen aufweisen.

Auch wenn die regierende Kommunistische Partei eigentlich den organisierten Religionen doch negativ gegenübersteht, da man – getreu dem Spruch vom "Opium fürs Volk" – darin einen eher zersetzenden Einfluss sieht, so scheint man in den Führungsetagen der Partei inzwischen umzudenken. Derzeit gibt es zumindest in Sachen Peking und Vatikan Annäherungsversuche, auch wenn man die Fremdlenkung aus Rom in der chinesischen Hauptstadt nicht wirklich gerne sieht. Die vielen kleinen protestantischen Gruppen hingegen werden eher akzeptiert, weil man seitens der politischen Führung dort noch eher Einfluss ausüben kann.

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Trotzdem: Die Entwicklung ist interessant. Während in Europa, Afrika und Amerika der Islam an Bedeutung zunimmt, dreht sich das Rad zumindest in China in eine andere Richtung. Dort steht man dem Islam – der vor allem bei den separatistisch organisierten Uiguren verbreitet ist – doch deutlich reservierter gegenüber als dem Christentum. Denn im Gegensatz zur mohammedanischen Religion sind den Christen die Verquickung von Staat und Religion nicht so wichtig. Das macht der kommunistischen Führung in Peking diese Religion doch noch eher erträglich.

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13 KOMMENTARE

  1. …sind ja gute Aussichten für pädophile Priester, die bei uns aufgrung gestiegener Aufmerksamkeit nicht mehr richtig zum Zuge kommen… Koffer packen und auf – zu den kleinen knusprigen Chinesen! 🙂

      • …die Chinesen sind zur Freundlichkeit erzogen. Die machen bestimmt noch ein nettes Gesicht bei der Befummelei. Das wird eine ganz neue Erfahrung für unsere (weggelobten) Pfaffen… 🙂

        @Maske: Für Dich beantrage ich beim Maasmännchen einen Platz im Umerziehungslager! Dort wird bestimmt auch gelehrt, wie man Spaß versteht.

        • Wie dämlich muss man sein um so einen Kommentar zu schreiben?

          1. Nur weil ein paar von abertausenden von Priestern pädophil waren, verurteilt man die ganze Kirche? Dumm

          2. Die meisten christlichen Chinesen sind Protestanten! Keine Lesefähigkeiten?

          3. Kirche und Religion sind zwei unterschiedliche Sachen! Du bist aber sicher nicht intelligent genug um das zu erkennen.

  2. Die Zahl der Christen im Reich der Mitte wächst rasch.

    ————

    Wenn es sich um Anhänger der wahren christlichen Lehre des bescheidenen Wanderpredigers aus Galiläa geht, dann ist das in Ordnung und eine gute Ergänzung zum Buddhismus.

    Geht es jedoch um den Einfluss der entchristlichen, korrupten, judaisierten und islamisierten Amtskirchen, die Jesus Christus jeden Tag ins Gesicht spucken, dann geht China den gleichen Weg, wie die sog. 'westliche Welt': Direktemang in den Abgrund! 

    Luziferischer Papst Franziskus erhält den Karlspreis der EU, zeigt sich als antichristliches Oberhaupt der Freimaurer-Eine-Welt-Religion

    http://new.euro-med.dk/20160507-luziferischer-papst-franziskus-erhalt-den-karlspreis-der-eu-zeigt-sich-als-antichristliches-oberhaupt-der-freimaurer-eine-welt-religion.php

  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Christentum_in_China

    Ich vermute, da ist inzwischen auch viel Pfaffengesindel aus den VSA aktiv, wo es als Christen getarnte Zionisten in Massen hat. In China hat das Christentum den Reiz des Westens. Und wenn das Geld schon nicht reicht, dorthin zu fliehen, dann hat der Kirchgänger wenigstens das Gefühl, zur angebeteten Zivilisation zu gehören.

    • @Rüdiger

      "Ich vermute, da ist inzwischen auch viel Pfaffengesindel aus den VSA aktiv, wo es als Christen getarnte Zionisten in Massen hat."

      Bestens erkannt. Deshalb kann man den Chinesen sowie allen Völkern der Welt ausschließlich und uneingeschränkt empfehlen: Erlaubt religiöse Bücher UND verbietet jede Religionsorganisation und Organisatoren.

  4. Wird China das größte christliche Land der Welt?

     Christen im Reich der Mitte: 

    Vor Mao,, keine!! Nur Conquestetori's und Missionäre (EU u. USA)

    ab 1945, gerade Mal 1Mio. od. weniger

    Heute KJ2015, über sind es 70Mio.

    Zukunft KJ2050, über werden es 300Mio. sein!

    Meine Fresse Sie die China-Christen vermähren sich wie Parasiten!!

    Ich will keine Fibonacci-Folgen für China,, Moslems und Budhisten erstellen aber 

    Es geht mir um Folgendes,, bitte lesst es!

    http://www.radio.cz/de/rubrik/tagesecho/asyl-fuer-chinesische-christen-belastungsprobe-fuer-die-beziehungen-zu-peking

     

    Sie alle wollen nach EU-DORADO!!

    Es wird immer mehr denn je Abartig und Pervers,,

    Dieser ungebrochene Ansturm von Asyllanten- und Chinesen!

    Auch heute beherbergt Iatalien-Frankreich-Griechenland-Türkei unzählige China-Christen und warten auf Ihren Startlöchern um Auszubrechen!!

     

    Meine fresse… wie schaffen wir das blos?!

     

  5. …zur Ueberschrift kann ich nur sagen . NIEMALS! ! ! Keine Ahnung wer solche Fløten raushaut…jedenfals keiner der nur ein wenig die ostasiatischen Kulturen kennt.

  6. Von Pferden und Reitern

    Meister Li-Yung erzählte folgende Geschichte. 
    Im alten Fung-Tschu drangen über Jahrhunderte Reiterhorden ein und machten alles nieder, was sich nicht unterwarf. Vielen der angeblich sich Unterwerfenden wurde dennoch misstraut, man brachte diese in Umerziehungslager. Wenige Kluge konnten sich nebst den Auflagen, Abgaben und der Fronarbeit noch Gedanken machen an das Früher und was dagegen ihr Heute so qualvoll macht. Einige sagten, es seien die Pferde, diese gehörten ausgerottet, bis kein einziges Pferd mehr im Reiche sei. Andere entgegneten. »Das Pferd geht nur dahin, wohin es gelenkt wird.« Die Reiter, welche die Pferde hinführen, wo diese niemals von sich aus laufen würden, gehören ausgerottet. Einige entgegneten, Ausrottung war nie einer unserer Wege. Weder Pferde noch Menschen wurden je in Fung-Tschu ausgerottet. Schließlich verständigte man sich darauf. Man ließ die Pferde ungeschoren, selbst Kinder konnten ihre Freude an ihnen haben und belegte das Reiten von Pferden mit einem Verbot. Es folgte das Dekret: NIEMAND, begonnen beim Kaiser und abwärts darf je mehr auf ein Pferd steigen. So kehrte Ruhe in Fung-Tschu ein. Das Leben war wieder arglos schön wie früher. Pferde blieben genug und vermehrten sich. Niemand hatte mehr Schaden weder von zahmen noch wilden Pferden.

    »Li-Yung, was soll diese Geschichte uns sagen?«, fragte ein Schüler. Ersetze Pferd mit Religionsbüchern und Reiter mit Religionsorganisatoren. 
    Sobald nämlich ein religiöser oder auch areligiöser Text von Organisatoren geritten wird, folgt Unheil. Und wie die Geschichte zeigt, kommt das Unheil nicht von oder wegen der Texte, der Pferde. Die tun keinem etwas.

    ——–

    Liebe Chinesen!

    Erlaubt religiöse Bücher und verbietet jede Religionsorganisation und Organisatoren.

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