Wien: Kripo hat zu wenig Personal

Der Wiener Kripo-Chef beklagt einen Personalmangel von mindestens 100 Stellen. Der starke Bevölkerungswachstum und die massive Zunahme von Trickdiebstählen, Sexualdelikten und dergleichen stellen eine Herausforderung dar.

Von Marco Maier

Oberst Michael Mimra, Leiter des Ermittlungsdienstes im Wiener Landeskriminalamt sagte in einem Interview mit dem Magazin "Kriminalpolizei", dass der Wiener Kripo 100 Planstellen fehlen. In den letzten Jahren sei die Bevölkerung der österreichischen Bundeshauptstadt um rund 300.000 Personen gewachsen, doch die Anzahl der Kriminalpolizisten habe nicht entsprechend zugenommen. Gleichzeitig habe man jedoch auch noch weitere zusätzliche Aufgaben übernommen, so dass für die Kernaufgaben zu wenig Personal vorhanden sei.

"Die Aufgaben werden immer umfangreicher, immer internationaler", so Mimra. Auch die Schere zwischen Alt und Jung klaffe mittlerweile weit auseinander. "Hier müssen wir in den kommenden Jahren relativ viel Personal zuführen. Wenn das nicht geschieht, wird eine Lücke entstehen", warnt Mimra. Zudem dauere es seine Zeit, aus einem "engagierten Polizeibeamten einen guten Kriminalbeamten" zu machen. Für die Ausbildung des Nachwuchses hält der Leiter des Ermittlungsdienstes fachspezifische Kurse für "dringend notwendig".

Trickdiebstähle, Trickbetrug und die Drogenkriminalität hätten heute einen größeren Anteil als noch vor einigen Jahren. Bereiche, in denen vor allem Ost- und Südosteuropäer, bzw. Afrikaner eine große Rolle spielen. Als neuer Schwerpunkt seien mittlerweile jedoch auch Sexualdelikte hinzugekommen: "In diesem Bereich gibt es starke Zunahmen. Das sind nicht unbedingt Vergewaltigungen, sondern Delikte wie sexuelle Belästigungen", so Mimra weiter. Deshalb sei bereits eine eigene Steuerungsgruppe, die einen Überblick über die Delikte hat, gegründet worden, erläutert Mimra. "Das ist bisher nicht in dieser intensiven Form passiert."

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7 Kommentare

  1. Es wird so laufen wie im jedem Schwellenland: Wer zur falschen Zeit am falschen Ort ist hat halt Pech gehabt. Genau das ist von der Politik gewollt, nur so lassen sich Gesetze durchdrücken die dem Machterhalt und den Profitinteressen dienen. Wenn man natürlich nie etwas anderes kennengelernt hat, als nach unten zu treten und nach oben zu buckeln sind einem solche Zusammenhänge natürlich nicht bewusst.

  2. Ich habe vor Jahren in Österreich gearbeitet das war noch ein Paradies, das Land die Leute….und jetzt wird alles zerstört. Wo mach ich denn heute noch Urlaub, gut Ungarn, da hatt man seine Ruhe und findet nette Leute. Man kann ja nirgendwo mehr hinfahren und ein zwei Wochen entspannen überall lauern diese Leute von sonst wo her. Europa ist verdammt klein geworden.

  3. Die Sicherheitskräfte wurden von Rotgrün vorsätzlich geschwächt um die heutigen Zustände herzustellen. Dieses Wissen muß Allgemeingut  in den Köpfen der Österreicher werden. Alle müssen sich zusammen schließen um die Staatsfeinde die das schöne geordnete Land bereits weitgehend zerstört haben loszuwerden!

  4. Die Polizei ist aufgrund der Kronenzeitung nur mit den kleinen Giftlern entlang der U-Bahn beschäftigt!

    Ein Gramm-zwei Grämmer (Cannabis) das gehört eliminiert meint die F Zeitung – Krone, und lenkt damit geschickt ab,von der wirklichen Dramatik! Ja ja die Kronenzeitung…………Eine Satanszeitung mit zwei Gesichter!!

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