Industrie am Rhein. Bild: Flickr / marfis75 CC BY-SA 2.0

Im zweiten Quartal dieses Jahres ist die deutsche Wirtschaft offiziell um 0,4 Prozent gewachsen. Den Menschen wird dies als "robustes Wachstum" verkauft. Echt jetzt?

Von Marco Maier

Im ersten Quartal dieses Jahres gab es ein Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent, im zweiten nun ein Plus von 0,4 Prozent wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) verkauft dieses Miniwachstum den Lesern als "robust". Hurra! Ein Miniwachstum, welches infolge des weiter anhaltenden Zustroms von Menschen nach Deutschland und der Teuerungsrate in Sachen "BIP pro Kopf" faktisch gar kein substanzielles Wachstum mehr darstellt.

Getragen wird das Plus vor allem vom Binnenkonsum und dem Export während die Unternehmen weniger investieren. Klar, wenn Hunderttausende an Asylbewerbern kommen, fließt mehr Geld in den Konsum, weil diese Menschen auch etwas zu essen und medizinische Versorgung brauchen.

Wie so oft präsentieren die Mainstreammedien lediglich die trockenen Zahlen und verklären die tatsächlichen Hintergründe der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Wenn es heißt, "die Konsumausgaben der Verbraucher und des Staates stützen die Konjunktur", dann bedeutet dies angesichts der aktuellen Umstände, dass für diese Menschen deutlich mehr Geld ausgegeben wurde.

Loading...

Mit einem "robusten Wachstum" haben die aktuellen Wirtschaftszahlen also gar nichts zu tun. Solche Sätze sind angesichts der Tatsachen reine Augenauswischerei und sollen den Menschen in Deutschland vorgaukeln, wie gut es doch läuft. Man darf ja gar keine Krisenstimmung aufkommen lassen, oder?

Wenn ihnen dieser Artikel gefallen hat, können sie uns mit einer Spende (hier) unterstützen. Es besteht auch die Möglichkeit das neue ePaper oder ein eBook im Shop (hier) käuflich zu erwerben

Liebe Leser, wenn sie kein Abo abschließen möchten, können sie uns auch mit einer Spende unter dem Kennwort "Contra Magazin" auf folgendes Konto: IBAN: DE54 7001 1110 6052 6763 88, BIC: DEKTDE7GXXX oder per Paypal und Kreditkarte, unterstützen. Danke für ihre Hilfe!

Loading...

5 KOMMENTARE

  1. Klar, wenn Hunderttausende an Asylbewerbern kommen, fließt mehr Geld in den Konsum, weil diese Menschen auch etwas zu essen und medizinische Versorgung brauchen.

    ——–

    Richtig erkannt.

    Dem BIP ist es scheißegal, woher dass ähäm….'Wachstum' kommt.

    Dass dies auf Kosten zukünftiger Generationen, dem Verlust von Kultur, Identität, explodierender Gewaltkriminalität etc. erfolgt, ist dem BIP auch scheißegal!

    Wir haben inzwischen amerikanische Verhältnisse: Überbordende Schulden, De-industrialisierung auf breiter Front durch die De-Regulierung der Banken und die Heuschrecken von der Ostküsten und Israel – dafür aber steigenden Konsum (so lange es gut geht).

    • Nicht nur das eine ganze Industrie davon lebt und eben diese Milliardenumsätze macht, kann man etwas gemein sein und mal ein wenig herum rechnen:

      jährliches deutsches BIP 3,74 Bio, davon 0,4% Wachstum sind ca. knapp 15 Mrd. Die Kosten für Flüchtlinge werden mit bis zu 20 Mrd pro Jahr beziffert, was widerrum bedeutet "in Wirklichkeit schrumpft die Wirtschaft und die Umsatzsteigerung kommt aus den mit Steuergeldern finanzierten Flüchtlingskosten"   oder man bezeichnte es als "mit Steuergeldern finanziertes BIP-Wachstum"

      Das ist fast so eine "geile" Berechnung wie die der USA, wo 1/3 des BIP aus den weltweiten Dollar-"Finanzerfolgen" als Weltwährung drinnen stecken / was für mich soviel bedeutet, die Amis schmarozen sogar beim BIP von allen Staaten dieses Globus ^^ ……und wenn der Umsatz nicht stimmt, dann werden die jeweiligen Staaten in die Steinzeit gebombt, um sie dann wieder aufzubauen, elendig zu verschulden oder aber auch auf Dauerumsatz mittels Bürgerkrieg umzustellen.

  2. Das bischen Wachstum ist doch nur der von der EZB künstlich aufgepumpten Liquditätsblase und den Nullzinsen zu verdanken. Doch wird diese ungesunde Geldpolitik nicht ewig andauern können und die Korrektur (Zusammenbruch des Weltwährungssystems) wird grausam sein. Die Leute können sich eine mehrjährige Depression gar nicht mehr vorstellen. Dagegen war die 2008er Krise ein Spaziergang.

  3. Also , für mich kann da generell etwas nicht stimmen !  Ich habe einmal gelernt , von einem Zuwachs kann man dann reden  wenn von den Einnahmen nach Abzug aller Kosten und Schulden noch was überig bleibt . Und jetzt vergleichen sie mal  die Zuwächse der großen EU Länder in den letzten 5 Jahre  im Verhältnis zur Zunahme der Staatsschulden + Zins .

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here