Für denn Großteil der öffentlich Bediensteten in den Vereinigten Staaten sieht es in Sachen Altersversorgung extrem schlecht aus. Finanzkrise, niedrige Zinsen & Co haben bislang für einen Fehlbetrag von rund 3 Billionen Dollar gesorgt. Ein entsprechendes Papier von Versicherungsmathematikern soll nun unter Verschluss gehalten werden.

Von Marco Maier

In den Vereinigten Staaten steht den öffentlich Bediensteten eine staatliche Pension zu, die über Beiträge in eigene Pensionskassen finanziert werden. Diese Pensionskassen legen ihr Geld dann am Kapitalmarkt an und versuchen so diesen Menschen eine vernünftige Alterspension zu bieten. Doch der Finanzcrash 2008 und die daraufhin folgende Phase von niedrigen Zinsen und Renditen machten diesen Pensionskassen einen Strich durch die Rechnung.

Die vollmundingen Versprechungen von einer durchschnittlichen jährlichen Verzinsung in Höhe von ganzen 8 Prozent können so auf jeden Fall nicht eingehalten werden. Eigentlich hätte ja schon von vornherein klar sein müssen, dass solche Renditen faktisch nicht haltbar sind – doch im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" darf man offenbar auch "unbegrenzte Renditen" versprechen, selbst wenn man eigentlich weiß wie idiotisch dies ist.

Weil man jedoch seitens der US-Behörden Angst davor hat, dass die ganzen Meldungen und Prognosen zur desaströsen Lage der Pensionskassen zu Panik bei den öffentlich Bediensteten führen, wurde erst kürzlich eine Zensurmaßnahme durchgeführt. "Pension and Investmenst" berichtet: "Die American Academy of Actuaries (Amerikanische Akademie der Versicherungsmathematiker, AAA) und die Society of Actuaries (Gesellschaft der Versicherungsmathematiker, SOA) beendeten am Montag abrupt ihre Langzeit-Zusammenarbeit bei der Pension Finance Task Force, weil sie gegen ein Task-Force-Papier protestieren, welches die Standardpraktiken der Versicherungsmathematik bei der Bewertung der Verpflichtungen der öffentlichen Pensionspläne herausfordert."

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"Dieses Papier wurde von der AAA und SOA zensiert", sagte Edward Bartholomew, der ein Mitglied der früheren Task-Force war, in einem Interview. "Sie wollen nicht, dass es bekannt wird". Laut "Pensions and Investments" erklärten auch andere Mitglieder dieser ehemaligen Task-Force, dass die beiden Gruppierungen die Publikation dieses Papiers unterbinden wollen.

Demnach wollen einflussreiche Gruppen verhindern, dass die öffentlichen Pensionsfonds auf die gleiche Art und Weise Verrechnungsprinzipien anwenden müssen, wie dies bei den privaten Rentenversicherungen der Fall ist. Denn: Wäre dies der Fall, dann müssten die öffentlichen Pensionkassen der US-Gebietskörperschaften zugeben, dass sie katastrophal unterkapitalisiert sind. Vor allem jedoch geht es den Vertretern in der Politik und der Verwaltung darum, so lange wie möglich den Schein aufrecht zu erhalten, dass es zwar einige Probleme gibt, diese allerdings keine systemischen Auswirkungen habe und man das meistern könne.

Doch das Hauptproblem der US-Pensionskassen ist: Das Finanzierungsloch liegt inzwischen bei rund 3 Billionen Dollar. Eine Summe, die sich selbst mit einer (nicht zu erwartenden) raschen Erholung der Finanzmärkte und einem starken Anstieg der Renditen kaum mehr aufbringen lässt.

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14 KOMMENTARE

  1. Anschnallen und Fertigmachen zur Apokalypse! 

    Nun werden die Bankstergangster zum heißen Abriss des verbrecherischen Fiat-Money-Systems schreiten,  um das Brot für die eigenen Landsmann – Sklaven den anderen Unterjochten weltweit  zu entreißen. 

    Waffenindustrie, private Betrugsbanken mit Lizenz zum Phantasiedruck wertloser Lappen, die den Weltvölkern aufgezwungen werden,  und  Profit aus dem Wiederaufbau auf den zuvor  zerstörten Territorien sind die einzigen Geldquellen dieses durch und durch räuberischen Systems von Nachfahren der Indianermörder, die sich auch noch erdreisten festzulegen,  wieviele Menschen auf dem Planeten leben dürfen. 

    (Georgia Guidestones – 500 Millionen)  

    • @Susan.100% Zustimmung zu diesem Statement.Die Indianer-und auch heutigen Massenmördern sind nur durch brachiale Gewalt in dieser verbrecherischen Position die sie in unglaublicher Skrupelosigkeit betreiben.Zum Glück hat es die Weltgemeinschaft zunehmend begriffen und sammelt sich zwar langsam aber unaufhaltsam.

    • USA: Pensionskassen fehlen drei Billionen Dollar – Behörden wollen dies vertuschen.

      Die Behörden sofort Festsetzen,dann die 3 billionen dolar

      mit der kompletten Mannschaft,in einer Rakete auf den Mond Schießen.

      Dort gibt es Käse im Überfluss.Ein kleiner Gaskocher steht auch bereit.

      Jedoch funktioniert der Gaskocher nicht, weil's im Vakuum ist.

      Der Käse auf der beleuchtenden Seite ist warm & cremig, lecker & würzig

      Auf der anderen Seite,(Mond) haben die Wissenschaftler eine eher zäh' & brei ige Masse zu Sehen bekommen.Jetzt wahren unsere Helden wieder auf dem Weg zum Raumschiff.

      Unterwegs sammelten sie Käse.Kleine,oder größere Stücke fanden im Rucksack ihren Bunker………bunk, bunk, bunker

  2. Daher wir mitttels allem Nachdruck die Einführung  des TTIP betrieben, denn die blöden Europäer sollen mehr an die Ami-Wirtschaft abliefern.

  3. Aber genau das ist doch die Aufgabe von Behörden überall auf der Welt: Vertuschen, Verschweigen, Verfälschen.

    Dies aufzudecken war einst Anspruch der Medien, der "vierten Gewalt" – aber die sind bis auf wenige inzwischen auch "im Sack".

  4. Wie – 8% gehen nicht.

    Habe meine private Altersversorgung in Gold angespart.

    Langfristig, seit 1970,  8,4% ***steuerfreie*** Kurssteigerung.

    Seit 2000 etwa 380%

    Seit 2009 etwa 80%

    Dieses Jahr über 20%

    Aber, irgendwann muss das System neu gestartet werden und da muss Vemögen vernichtet werden.

    Dafür gibt es Papierwerte, meine Unzen wird Niemand bekommen.

    Und wenn ich nicht mehr auf dieser Welt bin sind sie für meine liebe Ehefrau und wenn sie mir folgt für meine Kinder.

    Pensionszahlungen enden mit dem Tod des Berechtigten.

    Und stirbt er vor dem Rentealter ist alles weg.

    Viel Spaß mit Euren Papieren Toi, Toi, Toi.

    H. J. Weber

    • @Helmut Josef Weber

      "Habe meine private Altersversorgung in Gold angespart." – Achten Sie aber darauf, daß es sich wirklich um echtes, massives, tatsächlich vorhandenes Gold handelt und nicht nur um irgndwelche Zertifikate o.ä. Bereits in den 1920er Jahren betrug die Menge der Goldzertifikate weltweit ein Vielfaches der damals tatsächlich jemals geförderten Goldmenge und das wird auch heute nicht anders sein.

      • Hallo Hans S. II,

        ja schon klar.

        Ich habe sogar auch alles anonym gekauft.

        Seit 2009 finanziere ich mit meinen Unzen (neben meiner Minirente) mein Leben in Südspanien.

        Ich habe nur Anlagemünzen in Gold und Silber.

        Wegen der enormen Preissteigerung von 2000 bis heute, hat sich der Wert meiner Münzen fasst vervierfacht.

        Daher werden meine liebe Frau und ich die Unzen nicht alle benötigen; die Hälfte bleibt mindestens für unsere Kinder.

        Meine Minirente ist aber auch noch vorteilhaft, denn so bin ich über die KVdR, für etwa 30 Euro im Monat bei einer deutschen, gesetzlichen Krankenkasse versichert.

        Und ich habe weder in Deutschland, noch in Spanien etwas mit dem Finanzamt zu tun.

         

        Viele Grüße aus Andalusien

        H. J. Weber

         

  5. Mit CDS's und CDO's läßt sich dieses Loch in der Kasse doch recht leicht wieder stopfen, wie Goldman Sachs & CO bewiesen haben. Außerdem haben diese US-Pensionsfonds in Deutschland doch in Wohnungen und Kommunalbetriebe über das Lend & Lease Verfahren investiert. Somit haben diese US-Pensionskassen erstens sehr gute Verbindungen zu deutschen Politikern und sind zweitens Systemrelevant. Würde diese Pensionskassen pleite gehen, müssten deutsche Kommunen diese Kummunalbetriebe sofort zurück kaufen. Also wird Deutschland im Notfall diese Pensionskassen auch retten müssen, weil sie Systemrelevant sind. Das ist dann auch Alternativlos!!!
    Die US-Beamten können also ruhig schlafen, wir (Deutsche Steuerzahler) schaffen das! Zur Not müssen eben die Deutschen Rentner den Gürtel etwas enger schnallen. Denn die Rettung der US-Pensionskassen ist Alternativlos! 
    Deutschland ist ein reiches Land. Wir Schaffen (auch) Das!

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