Union steht vor Debatte über Steuerentlastungen

Zeitgerecht vor der nächsten Bundestagswahl dreht die Union an der Steuerstellschraube um den Michel noch schnell eine Entlastung vorzugaukeln. So erschleicht man sich die Gunst der Wähler. Schließlich kann mann sich nicht darauf verlassen, dass das was vor den Wahlen gesagt wird, auch hinterher noch gilt, erinnern wir uns an Merkels Aussage.

Von Redaktion/dts

In der Union steht eine Debatte über mögliche Steuerentlastungen nach der Bundestagswahl 2017 an. Der Wirtschaftsflügel will an diesem Montag ein eigenes Reformkonzept präsentieren, wonach die Bürger bis zum Jahr 2020 um gut 30 Milliarden Euro entlastet werden sollen. Das Konzept sieht nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" vor, 2018 die Werbungskosten-Pauschale von 1.000 auf 2.000 Euro zu erhöhen. Dies würde nicht nur die Steuerlast senken, sondern auch den bürokratischen Aufwand bei der Steuererklärung mindern, da der Großteil der Bürger weniger als 2.000 Euro Werbungskosten hat, und deshalb keine Belege mehr sammeln müsste.

Im Jahr 2019 soll dann der Steuertarif geändert werden. Die Kurve soll flacher verlaufen als bisher, auch das würde die Steuerlast senken. Außerdem soll der Spitzensteuersatz künftig erst ab einem zu versteuerndem Jahreseinkommen von 60.000 Euro erhoben werden, bisher liegt die Grenze bei 53.600 Euro. "Unsere jahrzehntelange Untätigkeit hat dazu geführt, dass heute der Facharbeiter an der Maschine den Spitzensteuersatz zahlt, den früher nur sein Chef zahlen musste", sagte Linnemann der SZ, das müsse sich wieder ändern.

In einem dritten Schritt soll 2020 der Kinderfreibetrag auf den Wert für Erwachsene angehoben werden und das Kindergeld erhöht werden. Damit will der Wirtschaftsflügel Familien besonders entlasten. Bezahlt werden soll die Steuerreform aus den vorhergesagten Steuermehreinnahmen. Damit die schwarze Null im Bundeshaushalt nicht gefährdet wird, soll die Entlastung an die Steuermehreinnahmen gekoppelt werden. Der Wirtschaftsflügel will genau ein Drittel der Extra-Einnahmen für seine Reform verwenden. Die Mittelstandsvereinigung hatte ihr Konzept in den vergangenen Monaten zusammen mit Experten aus Wirtschaftsinstituten entwickelt und durchgerechnet.

Am Samstag wurde es vom MIT-Präsidium einstimmig gebilligt. Linnemann will jetzt erreichen, dass das Konzept Teil des CDU-Wahlprogramms wird. "In einer Situation, in der wir die Flüchtlingspolitik sowie – wegen der Terroranschläge – die innere und äußere Sicherheit auf der Agenda haben, wird es nicht leicht werden, in der CDU auch die Steuerreform auf die Agenda zu setzen", gestand Linnemann ein. "Wir sollten es aber trotzdem tun."

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14 Kommentare

  1. Die CDU präsentiert ein Steuerkonzept, nach dem die Bürger um 30 Milliarden "entlastet" werden sollen. Vorsicht Falle – hier steht entlasten für erleichtern. Und Linnemann hat recht, wenn er sagt, daß trotz Terroranschlägen, mangelnder innerer und äußerer Sicherheit, die Steuerreform auf die Agenda gesetzt werden soll, Ablenkung muss sein, der Bürger will unterhalten und nicht verängstigt werden.

    1. Vorsicht Nebelgranate!
      Meine Lesart ist, dass 30 Mrd. Steuererleichterung nur dann gewährt werden, wenn zuvor 90 Mrd. Mehreinnahmen abgezockt werden konnten.

      Textauszug: "Bezahlt werden soll die Steuerreform aus den vorhergesagten Steuermehreinnahmen. Damit die schwarze Null im Bundeshaushalt nicht gefährdet wird, soll die Entlastung an die Steuermehreinnahmen gekoppelt werden. Der Wirtschaftsflügel will genau ein Drittel der Extra-Einnahmen für seine Reform verwenden."

      Der CDU-Vogel will uns verschaukeln!

  2. Wie sagte vor vielen Jahren der Showmaster Heiz Schenk so schön: "Wahlen sind wie Weihnachten – erst kommen große Versprechungen und dann folgt die große Bescherung."

  3. Es wird allenfalls zu einer Steuerlastumverteilung kommen, aber nicht zu einer Steuerentlastung für die meisten.Nachdem US-rael nun  die Mirations-Kriegskarte gezogen hat, um eine Annäherung Deutschland-Russland auf jeden Fall zu verhindern, werden sie Deutschland noch bis zum Stehkragen mit Pseudoflüchtlingen vollstopfen und dieses Unterfangen kostet  für das Helotenland Milliarden im´dreifacher Höhe, Da bleibt für die Deutschen nichts mehr übrig.Wenn das ganze erst einmal den Deutschen klar geworden ist, wird die Intelligenz mit absoluter Sicherheit Deutschland verlassen, so dass sich die steuerliche Situation noch verschärfen wird.

  4. Man merkt der Wahlkampf hat begonnen, aber der schläfrige Wähler checkt vermutlich erst wieder nach der Wahl, dass alles ein Mogelpackung ist. Um die Unterschicht zu entlasten, müsste die Oberschicht teilen ! …aber das wird NICHT passieren

    1. Was ihr immer mit dem dämlichen Wahlkampf habt. Ich glaube das juckt Merkel nicht bis zum kleinen Zeh.Deutschland ist kein souveräner Staat und hat das zu tun, was die USA sagen. Deutschland bekommt weder Friedensvertrag, noch Souveränität aus Angst man könnte sich mit Russland kurz schließen. Viel wichtiger ist allerdings aktuell die Tatsache, dass durch die Migrations-Airways die Endphase Deutschlands eingeläutet worden ist und die Deutschen quacken Unsinn daher. Es ist eben mit den Deutschen so wie Napoleon Naparte schon gesagt hat. Sie sind mir ob ihrer extremen Doofheit langsam äußerst peinlich.

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