Ein Blick in die von den "Rebellen" eroberten Gebiete in Syrien verdeutlicht, warum diese Gruppen keinesfalls die Macht in dem Land übernehmen dürfen. Die Amerikaner wissen, was da los ist – und unterstützen diese Gruppen dennoch.

Von Marco Maier

Die Friedensverhandlungen für Syrien verlaufen äußerst stockend. Mit ein Grund dafür ist der Umstand, dass die syrische Führung nicht wirklich mit islamistischen Terrorgruppen verhandeln möchte, während diese die Ablösung der syrischen Regierung unter Präsident Assad fordern, um dann einen sunnitisch-islamischen Gottesstaat zu errichten.

Wie die Regentschaft dieser (vom Westen gerne als "moderate Rebellen" bezeichneten) Gruppen aussieht, zeigte der Autor Tirwada Abd al-Haqq in einem kurzen Bericht beim – nicht gerade Russland- oder Assad-freundlichen) Think-Tank "The Atlantic Council". Alleine schon dies sollte ausreichen, um auch diese Gruppierungen militärisch in den Fokus zu nehmen, wie es bereits Moskau und Damaskus machen.

In der syrischen Provinz Idlib (nur wenige Kilometer von Aleppo entfernt) regiert seit Frühjahr 2015 die dschihadistisch-islamistische Allianz Jaish al-Fatah, die von der al-Nusra und der Ahrar al-Sham angeführt werden. Das Ergebnis dieser Politik: Religiöse Minderheiten wie Christen oder auch Alawiten wurden "gesäubert". Hinzu kommt, dass auch alle andere Milizen in Aleppo, die sich auf die Seite der Allianz stellten, auf die Scharia (bzw. ihre eigene Auslegung davon) vereidigt wurden. Als Ergebnis dessen gibt es auch kein geschriebenes Gesetz, sondern nur die Auslegung des Richters. Faktisch gilt in dieser Region das Gesetz des Stärkeren. Jene Miliz die lokal das Sagen hat, macht die Regeln.

Unterstützt werden diese Milizen unter anderem von Saudi-Arabien, welches damit seinen Einfluss auf die Entwicklung in Syrien gelten macht. Aber auch diverse westliche Mächte unterstützen diese Gruppen entweder aktiv (durch Waffenlieferungen) oder passiv (Nichtbombardierung). Und das, obwohl man in Washington, Paris, London, Berlin & Co genau weiß, mit welchen brutalen Leuten es man hier zu tun hat. Zudem werden Moskau und Damaskus dafür scharf kritisiert, dass sie diese Milizen angreifen – das kann doch nicht sein, oder?

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6 thoughts on “Syrien: Darum dürfen die „Rebellen“ nicht gewinnen”

  1. "Zudem werden Moskau und Damaskus dafür scharf kritisiert, dass sie diese Milizen angreifen – das kann doch nicht sein, oder? " sagt:

    Nein, das  d a r f  einfach nicht sein! Unsere Regierungen morden und zerstören aus meiner Empfindung heraus in souveränen Staaten, und das Schlimmste daran ist, dass diese Regierungen nach meinem Kenntnisstand auch noch die Kriege absichtlich durch Putsch angezettelt und die Staaten somit destabilisiert haben.

    V E R A C H T E N D   und nur mit dem härtesten Urteil zu bestrafen!

  2. " – das kann doch nicht sein, oder? "

    Das ist doch in Täuschland nicht anders – bislang noch ohne Todes-Schwadrone der rot/grünen Junta. Aber noch ein paar Monate weiter wie bisher und die Gestapo wird reaktiviert.

  3. man,egal was jezz mancher denkt, aber diese mittelalterlichen verbrecher sollte man bekämpfen wo man nur kann, denn nur so kann man verhindern, daß die ihren heiligen krieg ausrufen.

    leider werden auch viele unschuldige dann dran glauben müssen, aber dies wird auf jeder beteiligten seite zwangsläufig geschehen, wo gehobelt wird fallen späne.wir können uns doch nur aussuchen ob wir mit oder ohne gegenwehr in solche konflikte gehen.

  4. Diese "mittelalterlichen Verbrecher" wurden vom Westen und Saudiarabien/Katar aufgestellt, ausgebildet, bewaffnet und bezahlt.Und wohl auch direkt – zumindest zeitweise – militärisch unterstützt. Mal bei Uncle Sam nachfragen… , und wer soll die Trümmer wegräumen/ den Neuaufbau bezahlen? Schlage dafür die Verursacher vor, oder, Mutti? Doch seltsam, dass die Qualitätsmedien diese Frage nicht aufgreifen!

     

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