Studie: Griechische Regierung setzt nur 13 Prozent der „Reformen“ um

Der Umbau des griechischen Staatswesens nach den Vorstellungen Berlins, Brüssels und Frankfurts läuft nicht ganz nach Plan. Die sogenannten "Reformen" des Austeritätsprogramms werden nur schleppend umgesetzt.

Von Redaktion/dts

Griechenlands Regierung hat bislang nur gut ein Zehntel der im Sommer 2015 mit der EU vereinbarten "Reformen" umgesetzt. Das berichtet die "Bild" unter Berufung auf eine interne Studie des des Athener Forschungsinstituts INERP. Danach wurden bislang zwar 38 Prozent der vereinbarten "Reformen" vom Parlament verabschiedet. Aber nur 13 Prozent der "Reformen" seien wirklich umgesetzt worden.

"Die Regierung erlässt zwar Vorschriften und Gesetze gemäß den Vereinbarungen", sagte INERP-Chef Panagiotis Karkatsoulis der "Bild". "Doch die Umsetzung der Reformen in der Praxis wird boykottiert." Karkatsoulis warf der EU vor, die Probleme zu missachten. "Das Problem ist, die EU will die Wahrheit nicht sehen. Die wollen keine neue Euro-Krise", sagte der Wissenschaftler der "Bild".

Allerdings zeigen die bisherigen Erkenntnisse, dass die von der "Quadriga" angeordnete Austeritätspolitik mehr Schaden als Nutzen verursacht und Griechenland noch in Jahrzehnten faktisch unter Kolonialverwaltung stehen wird – sofern nicht vorher ein totaler Kollaps erfolgt.

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3 Kommentare

  1. Was versteht man denn hier unter Reformen? Die Privatisierung? Ja hoffentlich führen sie diese nicht mit vollen Segeln durch. Und wenn privatisieren, dann sollen doch alle Grossmächte daran teilnehmen, neben den Amerikanern auch die Russen, die Chinesen, die Inder, die Iraner usw. Multi-kulti halt!!!! So wie das auch anderswo in Europa gewünscht ist.

  2. @ Rüdiger

    Der Stiefelknecht und Volksverräter (das trojanische Pferd von Soros und Goldman/Sucks), Tsipras, spurt nun doch nicht so, wie die kriminelle Hochfinanz und 'Big Corporate Business' das so wollen.

    Über die Hintergründe darf gerätselt werden: Vielleicht regts sich ja auch Widerstand in Tsipras Partei, die uns mal als ähäm…'linksradikal' angepriesen wurde.

    *

    'Die Griechen haben noch nie Schulden zurückgezahlt!"

    Das, Rüdiger, haben wir bislang auch nicht! 

    Deshalb werden die Schuldenberge ja auch immer höher. Obama hat inzwischen den absoluten Gipfel von 20 Trillionen (20 Billionen) US-Dollar erklommen!

    Die Geldfälscher 'Internationalen Finanziers' sind ja gar nicht an der Rückzahlung ihrer bunten Scheine interessiert, sondern nur an harten, realen Werten. DAS NENNT MAN DANN 'PRIVATISIERUNG'

    Das ist das, was z.Zt. in all den überschuldeten Ländern der sog. 'westlichen Wertegemeinschaft' in großem Stil abläuft. Auch in Alemoneystan. Das ist inzwischen bis in die Kommunen hinunter 'privatisiert'.

    Und die Industrie wurde inzwischen auch ähäm…'internationalisiert'. Der Oberheuschrecke, Larry Fink und seiner Abwrackungsgesellschaft gehören mehrheitlich schon 50 Prozent aller im DAX notierten Firmen. Und an weiteren 30 Prozent hält er eine sog. 'Minderheitsbeteiligung'.

    Und das ist nur EINE HEUSCHRECKE!

    Der Hochverräter und Agent der kriminellen Hochfinanz, der 'Sozialist' Schröder und sein Kumpel Fischer haben es durch die 'Liberalisierung' und 'De-Regulierung' der Banken erst möglich gemacht!

    Den Deutschen gehört demnächst nix mehr, wofür Generationen unserer Vorfahren geblutet und geschuftet haben.

    Die private Enteignung der Deutschen Kartoffelnasen  wird folgen.

    Der Enteignungsexperte, Levin Holle, von der Abwrackungsfirma Boston Consulting, sitzt schon seit geraumer Zeit als Abteilungsleiter in Schäubles Finanzministerium und leitet dort die Abteilung 'Internationale Finanzen'!

    Wie sagte der international bekannte US-Ökonom, Michael Hudson, mal richtiger weise:

    "Schulden, die nicht zurückgezahlt werden können, werden nicht zurückgezahlt!" (Weil die Bankster schon für Ihr Fiat-Money genug an Zinsen und Zinseszinsen sowie Wettaufschlägen – u.a. Credit Default Swaps-  kassiert haben)

    Das ist der Albtraum der kriminellen Hochfinanz, weil das nämlich das Ende der Zinsknechtschaft bedeuten würde.

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