Der Bund der Steuerzahler sieht in der von der Politik geforderten Abschaffung der Abgeltungssteuer eine weitere Belastung auf Kleinsparer zukommen. Allerdings handelt es sich hierbei um Kleinbeträge.

Von Redaktion/dts

Die von mehreren Parteien geforderte Abschaffung der Abgeltungsteuer nach 2017 würde bereits Kleinsparer zusätzlich belasten. Das berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf Berechnungen des Bundes der Steuerzahler. Demnach müsste bereits ein Arbeitnehmer mit einem zu versteuernden Einkommen von 16.000 Euro und steuerpflichtigen Zinseinkünften von 500 Euro im Jahr 133 Euro Kapitalertragsteuer samt Solidaritätszuschlag zahlen und damit einen Euro mehr als bisher.

Bei einem Einkommen von 20.000 Euro läge die Steuerbelastung bei 142 Euro und damit um elf Euro höher als bislang. Ein Arbeitnehmer, der 40.000 Euro im Jahr versteuern muss, würde bei Zinseinkünften von 500 Euro eine Kapitalertragsteuer von 190 Euro bezahlen müssen und damit 58 Euro mehr.

"Wenn die Abgeltungsteuer fällt, drohen Steuererhöhungen auf breiter Front", sagte Steuerzahlerpräsident Reiner Holznagel der Zeitung. "Für Zinssparer könnte es schon ab einem Jahresbrutto von rund 20.000 Euro teurer werden. Das Ende der Abgeltungsteuer würde also auch Bezieher von kleinen und mittleren Einkommen treffen", erklärte er.

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