Die US-Finanzoligarchie hat die Politik der Vereinigten Staaten fest im Griff. Jahrzehntelang sponserten sie die Wahlkämpfe der Politiker und nehmen so auch Einfluss auf die Steuerpolitik. Der drohende Steuerkrieg mit der EU verdeutlicht dies erneut.

Von Marco Maier

Wenn die Großkonzerne ihre Steuerlast auf faktisch unter fünf Prozent der Gewinne reduzieren können, während die kleinen und mittleren Unternehmen wie die einfachen Bürger selbst Länge mal Breite zur Kasse gebeten werden, hat dies einen einfachen Grund: Lobbyismus und Wahlkampf- bzw. Parteienspenden. Dies wirkt sich natürlich auch auf die internationale Politik aus.

Der aktuell drohende Steuerstreit zwischen den USA und der EU ist so ein Paradebeispiel dafür, wie fest die US-Finanzoligarchie die Washingtoner Politik im Griff hat. Denn wenn die großen Geldgeber aufmurren, kuscht man auch im Weißen Haus. Wenn US-Finanzminister Jack Lew in einem Papier mögliche Steuernachforderungen der EU an US-amerikanische Konzerne scharf kritisiert, dann nur deshalb, weil die Donoren entsprechend intervenierten.

Angesichts dieser Umstände wirkt die US-Kritik schon fehlplatziert, zumal man sich in Washington ja auch beharrlich weigert, eine internationale Regelung für die Besteuerung von multinational agierenden Konzernen voranzutreiben. Das Ergebnis: Laut einer Schätzung der NGO Citizens for Tax Justice haben 27 US-basierte Großkonzerne allein im letzten Jahr etwa 1.750 Milliarden Dollar an Steuern "vermieden". Doch wenn sich auch Washington eigentlich gegen die Steuerflucht ausspricht, warum dann dieser Steuerkrieg?

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Einerseits geht es hierbei natürlich auch um den Druck der Konzerne, die den lukrativen Status Quo natürlich beibehalten wollen. Andererseits jedoch könnten die US-Konzerne fällige Nachzahlungen an Steuern in der EU in den USA von der dortigen Steuerleistung absetzen. Doch anstatt diese Möglichkeit mittels einer Gesetzesänderung abzuschaffen, fällt man lieber über die Europäer her, die angesichts der klammen Kassen damit beginnen, diverse Steuerschlupflöcher zu schließen. Etwas, was die Amerikaner eigentlich auch machen sollten, aber Dank der massiven Lobbyarbeit und Spenden nicht tun.

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7 KOMMENTARE

  1. Kein Mensch investiert in den Wahlkampf eines Präsidenten 300 Millionen Dollar wenn er anschließend nicht mindestens 320 Millionen zurück bekommt. Is also nicht wirklich ne Schlagzeile.

  2. Billionen Schulden nicht mehr rückzahlbar der Untergang ist nur eine Frage der Zeit, von was reden die denn überhaupt. Jetzt fallen euch euere weltweiten verbrecherischen Massenmorde auf die Füße. Wer die Hölle entfacht wird in der Hölle landen. Gelernt habt ihr nichts mit eueren großkotzigen Heldentumgefasel. Und jetzt ist Zahltag das Ende der Fahnenstange.

  3. Man könnte die USA so leicht austrixen und in den Bankrott treiben, und das dreckige Spiel der Finanzmafia ein Ende bereiten.

    Weg vom FIAT Money System………..Und das Öl nicht in Dollar abrechnen!! Somit wäre der F-Dollar WERTLOS!!!

    Amerika könnte nicht mehr unendlich Geld drucken (drucken schon,aber Wertlos),und somit könnte die USA die Kriegsmaschinerie nicht mehr finanzieren………FBI-NSA-NASA-AIRFORCE,usw.usw.!!!

    Und was das Europäische – Volk (mehrheitlich),dass unterwirft sich den Amerikanern……….

  4. Führende US-Geostrategen räumen amerikanische Beteiligung am Putschversuch in der Türkei ein

    Der erste, der offen einräumte, die amerikanischen Geheimdienste hätten beim Putschversuch gegen Erdoğan, der erfolgte, nachdem Erdoğan einige Tage zuvor eine strategische politische Wende weg von den USA und hin zu Russland vollzogen hatte, durchaus ihre Hand in Spiel gehabt, war niemand Geringerer als Zbigniew Brzezinski, der immer noch zu den führenden Insidern des amerikanischen Geheimdienstestablishments gehört. Er beriet nicht nur Präsident Obama, sondern war als Nationaler Sicherheitsberater unter Präsident Jimmy Carter der entscheidende Architekt der Terroroperationen der afghanischen Mudschahedin gegen die sowjetischen Streitkräfte, die im Dezember 1979 in Afghanistan einmarschiert waren.

    In einer Twitter-Meldung schrieb Brzezinski in seinem eigenen Blog @zbig in einer kurzen Zusammenfassung eines Artikels, der in Kürze auf the-american-interest.com erscheinen soll:

    Die amerikanische Unterstützung für den Putschversuch gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan war ein schwerer Fehler, der dem Ansehen der USA erheblich schaden könnte.

    Die Türkei war dabei, nach dem Scheitern der Syrienpolitik der letzten fünf Jahre ihre Außenpolitik zu überdenken. Die amerikanische Fehleinschätzung im Zusammenhang mit der Unterstützung des Putschversuches und die Tatsache, dass die USA den führenden Kopf hinter dem Putsch [dem islamischen Prediger Fetullah Gülen, der sich gegenwärtig im Exil in Pennsylvania aufhält, W.E.] Unterschlupf gewährt hatten, waren so schwerwiegend, dass man den früheren Verbündeten der USA, die Türkei, nicht dafür verurteilen kann, sich von den USA abzuwenden und ihre Politik zu überdenken.

    Zusammen mit Henry Kissinger zählt Brzezinski zu den führenden Architekten der amerikanischen Außenpolitik der Nachkriegszeit. Er war Gründungsdirektor der Trilateralen Kommission, die von David Rockefeller ins Leben gerufen wurde, und besitzt auch heute noch angeblich die höchste Geheimdienst-Sicherheitsfreigabe.

    Interessanterweise handelt es sich bei der Person, die im US-Außenministerium nicht nur für den verheerenden Putsch in der Ukraine vom Februar 2014, sondern auch für die Türkei persönlich verantwortlich ist, um die glücklose neokonservative, ewige Kriegstreiberin Victoria F… the EU Nuland, die mit dem neokonservativen Strategen Robert Kagan verheiratet ist…..

    • Versammlungsfreiheit, Meinungsfreiheit sowie Menschenwürde sind nichts als leere Phrasen inmitten eines perfiden N.W.O-Spiels. Zi+oni+stische Familien führten Europa schon einmal Richtung Weltkrieg, zerstörten einzig wegen endloser Kapitalgier alles, was friedliebende Völker hart aufgebaut hatten. Sogar den eigenen Volksstamm opferten sie. Der zi+oni+stischen „Te+ufelsb+rut“ ist bis heute nichts heilig, außer ihre „perversen“ Machtkämpfe.

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