Panama Papers: Mossack Fonseca half Milliardären bei der Plünderung Afrikas

Vom ICIJ ausgewertete Datensätze der Panama Papers zeigen, dass über 1.400 dort gelistete Unternehmen an der Ausbeutung Afrikas und anderer armer Länder beteiligt sind. Die Profiteure sind jene, die ohnehin schon auf Milliarden an Dollars an Vermögen sitzen.

Von Marco Maier

Eine kürzlich veröffentlichte Untersuchung zu den Panama Papers zeigt auf, wie Mossack Fonseca es Geschäftsleuten, Politikern und deren Familien ermöglichte, Milliarden von Dollar aus Afrika zu plündern. Demnach sind in 44 von 54 afrikanischen Ländern insgesamt 37 mit den Panama Papers verbundene Unternehmen aus dem Rohstoffsektor (Minen, Öl und Mineralien) aktiv.

So zeigte der Bericht unter anderem der Fall von Farid Bedjaoui, dem Neffen eines ehemaligen Außenministers, der über die Offshore-Konten 275 Millionen Dollar an Bestechungsgelder manövrierte um so Ölverträge im Wert von 10 Milliarden Dollar zu erhalten. Zwölf von den 17 Unternehmen die er dafür benutzte, wurden von Mossack Fonseca erstellt. Ein Bericht der "Global Financial Integrity" zufolge verlor alleine Algerien zwischen 2004 und 2013 jährlich mindestens 1,5 Milliarden Dollar durch Steuervermeidung, Bestechung, Korruption und Kriminalität.

Einer der größten Goldproduzenten der Welt, Anglo Gold Ashanti (Südafrika und Ghana) hat dem ICIJ-Bericht zufolge insgesamt 27 Strohfirmen, die von Mossack Fonseca geschaffen wurden. Hinzu kommen weitere dokumentierte Fälle in der Demokratischen Republik Kongo und in Nigeria.

Alle diese exemplarischen Fälle zeigen jedoch nur die Spitze des Eisbergs auf, zumal Mossack Fonseca nur eine von unzähligen solcher Unternehmen ist, die mit diesem Modell zur Ausbeutung armer (aber auch wohlhabenderer Länder) beitragen. Man kann also durchaus davon ausgehen, dass das gesamte Volumen an solchen Finanztransfers hunderte Milliarden Dollar umfasst. Die einzigen Leute die davon profitieren sind die Multimilliardäre, korrupte Politiker und Beamte und kriminelle Netzwerke.

Loading...

Wenn ihnen dieser Artikel gefallen hat, können sie uns mit einer Spende (hier) unterstützen. Es besteht auch die Möglichkeit das neue ePaper oder ein eBook im Shop (hier) käuflich zu erwerben

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

6 Kommentare

  1. Dirk Müller alias Mr.Dax sagt: "Man solle sein Geld nicht zur Bank bringen, denn Zinsen sind pfui! Anstelle solle man es in jene Hände geben (investieren), die damit etwas produktives anfangen können."

    Offenbar können Kinder in afrikanischen Minen mit dem Geld der Eliten etwas anfangen!
    Was soll jetzt das brüskierte Getue?!

  2. Damit wäre eigentlich klar, aus welchem Topf die Flüchtlinge unterhalten werden sollte. Enteignen und in Afrikas Bevölkerung investieren, damit die dort wieder leben können..

  3. Alles beschlagnahmen, s o f o r t !, Prüfung wo und wie Clinton Foundation involviert ist

    über die Washingtin DC bekannte Anwälte- und Steuerberatungsgesellschaft der

    Democrats und umgehend Programm zur Rückführung des Geldes an die verarmten

    Völker dieser Erde.  Dieses widerwärtige Pack ..OMG … wo ist der, der die korrupte Welt

    auflöst ?….. man wird ja noch träumen dürfen :-((

  4. Was soll das Gejammere? Vor fünf, sechs Jahren ("Euro – Krise") sind Gestalten wie Barroso und Merkel durch Entwicklungs- und Schwellenländer getingelt, um die dortigen Eliten zu animieren, ihren Reibach in der EU zu investieren. Gleichzeitig fließt Steuergeld als Entwicklungshilfe, weil bei denen sonst nicht investiert wird.

    1. @ Rüdiger

      Damit sprechen Sie natürlich die Umverteilung von gemeinsamen Geld in Form von Steuern an, aus denen die sogenannte Entwicklungshilfe geleistet wird, die dann in die Privatisierung Weniger nach Afrika fließt.

      Steuer Geld wird aus Europa in Großprojekte einiger Oberbosse in Afrika gesteckt, die dann wieder in Großprojekte Europas stecken, wobei sie dabei deren Bevölkerung ausbeuten.

      Was soll daran gut, und nicht Beklagenswert sein?

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.