NSA gehackt – Spionagesoftware geklaut

Eine Hackergruppe konnte sich in die NSA-Systeme einhacken und dadurch diverse Spionagesoftwares erbeuten. Diese werden nun im Darknet angeboten. Mit den Tools sieht man auch, ob man selbst schon von der NSA überprüft wurde.

Von Marco Maier

Es sind Lücken im System der Cisco-Technik, welche eine NSA-Spionagesoftware ausnutzt, die offenbar in die Hände von Hackern geraten ist, als diese den US-Geheimdienst angriffen. Denn ein Abgleich mit Details aus Snowden-Dokumenten zeigt, dass hier gleiche Signaturen vorhanden sind. Interessanterweise beginnt der Netzwerktechnik-Hersteller Cisco erst jetzt damit, die Sicherheitslücken in den Routern und Firewalls zu schließen, die zuvor (absichtlich?) offen waren und von der NSA fleißig genutzt wurden.

Müssen da erst private Hacker kommen und die Software anbieten, bevor sich da etwas tut? Diese enge Kooperation der Netzwerktechniker und Softwarehersteller mit den US-Geheimdiensten ist ja schon ein Verbrechen an sich. Hier muss man sich fragen, warum da nicht schon früher an solchen Lücken gearbeitet wurde.

In dem veröffentlichten Material der Hackergruppe "Shadow Brokers" befindet sich demnach eine ganze Reihe an Spionagesoftware, mit denen Attacken auf spezifische "Sicherheitslücken" der gängigen Soft- und Hardwareprodukte möglich sind. Zudem können Opfer von NSA-Spionageangriffen mit Hilfe der Software feststellen, dass der US-Geheimdienst in ihre Systeme eingedrungen ist. Also: Man kann damit auch sehen, ob man schon zum NSA-Opfer wurde.

Einen Vorteil hat der Hack jedoch: Zumindest vorübergehend wird so auch die Schnüffelei der NSA zumindest ein wenig eingeschränkt. Alle Sicherheitslücken und "Backdoors" wird man zwar nie schließen können, doch man muss es den Staatsschnüfflern (und diversen Kriminellen) ja auch nicht leichter machen, in fremde Systeme einzudringen.

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9 Kommentare

  1. Ich versteh zwar, dass die "Shadow Brokers" jetzt damit Kohle machen wollen aber die Software als open source im Internet wär schon auch eine geile Idee gewesen.

    Alle könnten so sehen ob sie gehackt wurden und wenn ja, dann a la USA eine weltweite Sammelklage gegen die NSA, also gegen die USA selbst.

    Das hät schon einen gewissen "Charme" find ich :-)))

  2. Wenn das man nicht die Pokemons waren, die sich nun dank künstlicher Intelligenz reproduzieren und sich jetzt bis in den Slip unserer Regierungselite reproduziert.

    Zusammen mit den Teletabbies Po und Pubs soll eines sogar schon auf der Rückseite von Frau Citoris Kleide gesehen worden sein. Kreisrund  und braun, leicht feucht. Ihr Berater, persönlicher Freund, Neuro- und Proktologe hält deshalb auch stets einen Korken in ihrer Nähe. Verschwörungstheoretiker denken, daß es sich dabei um Beruhigungsmittel handelt, dabei ist es in Wirklichkeit nur ein Korken. Da er jedoch etwas kalt ist, kann es manchmal zu spontanen Reaktionen kommen.

    https://www.youtube.com/watch?v=od4Zby8HLnA

    Ihr Ehemann habe daraufhin bekräftigt, " I´d never had a sexual relationship with this woman." Das wollte ihm aber keiner glauben, weil schon bei der letzten Praktikantin trotz Dr. Bestmann Fleckensalz die Flecken aus dem Cock Tail Kleid einfach nicht rausgingen.

    Außerdem ließ er bislang keine Gelegenheit aus bzw. zeigte seinem Freund auch den wirklich allerletzten Punkt auf der Erde, von dessen Existenz nicht mal Ausserirdische gewußt haben wollen.

     

  3. In der Präambel der Statuten der NSA steht: »Denn es ist nichts verborgen, das nicht offenbar werde, und ist nichts Heimliches, das nicht hervorkomme.« Mark 4, 22

    Also alles im grünen Bereich.

  4. Wenn man einerseits liest, welche Unmengen an Daten die NSA speichert, die widerrechtlich abgeschöpft werden und wenn man die Komplizenschaft der US-Wirtschaftsunternehmen im IT-Bereich dazu nimmt und andererseits die lasche Reaktion von Merkel und der Justiz berücksichtigt, dann kann man eigentlich nur intensive Schadenfreude über den NSA-Hack empfinden. Ich hoffe, dass das Beispiel Nachahmer findet. Vor allen Dingen wünsche ich allerdings, dass die Hacker vorsichtig genug sind, damit sie nicht vor den Kadi gezerrt werden können.

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