Notenbanken: Und was, wenn es keine Anleihen mehr zu kaufen gibt?

Die Notenbanken der USA, der EU, Großbritanniens und Japans werfen immer mehr Geld auf den Markt um Anleihen aufzukaufen und so den Kollaps des Finanzsystems hinzauszuzögern. Doch was geschieht, wenn es keine Anleihen mehr zu kaufen gibt?

Von Marco Maier

Erst in den letzten Tagen hatte die Bank of England (BoE) ein kleines Problem: Das eigene Anleihenkaufprogramm konnte nicht vollkommen durchgezogen werden. Der Grund dafür: Es gab nicht genügend Verkäufer von Staatsanleihen. Inzwischen hält die BoE bereits rund ein Viertel aller britischen Staatspapiere. In den USA, in Japan und in der Eurozone sieht es auch nicht viel besser aus.

Die Europäische Zentralbank ist inzwischen sogar schon dazu übergegangen, nicht nur Staatsanleihen aus dem Euroraum aufzukaufen, sondern zusätzlich auch noch Unternehmensanleihen. Denn die Geldschwemme muss mit allen Mitteln aufrecht erhalten werden, damit das Finanzsystem nicht so schnell kollabiert. Verhindern können es die Zentralbanken zwar ohnehin nicht, doch der Versuch mittels "Quantitative Easing" die Finanzmärkte zu stützen, sorgt für die Entwicklung immer größerer Blasen, die zwangsläufig platzen werden.

Anstatt für eine Wirtschafts- und Finanzpolitik zu sorgen, die zu einer Stärkung der Realwirtschaft führt, sorgt man lieber für immer mehr virtuelles Monopoly-Spielgeld, welches jedoch massive Probleme für die Realwirtschaft mit sich bringt. Das ist zwar komplett schwachsinnig, doch irgendwie muss man ja die Finanzoligarchie bei Laune halten.

Nur stellt sich die Frage: Was passiert, wenn den Zentralbanken wirklich die Anleihen ausgehen, die sie kaufen können? Stoppt die Flutung der Finanzmärkte, dürfte das Kartenhaus wohl in sich zusammenbrechen – und dann auch zu einer ausgewachsenen Weltwirtschaftskrise führen.

Lesen Sie auch:  Auf dem Weg zu einem neuen Goldstandard? Oder ein Währungskrieg mit China?

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8 Kommentare

  1. https://www.youtube.com/watch?v=q_3gZ7TU6OI

    Jens Helbig & Christopher Klein, Das Hamsterrad & dessen Strippenzieher

    »Unser Geld bedingt den Kapitalismus, den Zins, die Massenarmut, die Revolte und schließlich den Bürgerkrieg, der zur Barbarei zurückführt. Wer es vorzieht, seinen eigenen Kopf etwas anzustrengen statt fremde Köpfe einzuschlagen, der studiere das Geldwesen.«
    Silvio Gesell (1862–1930)

  2. So besteht immer noch die Möglichkeit in die Tulpenmanie, wie in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Holland in Erfahrung gebracht, zu verfalllen, als die erste Spekulationsblase der Wirschaftsgeschichte 1637 platzte. Tulpenzwiebeln gibt es noch reichlich, für all diejenigen, die nach dem Platzen der Anleihenblase immer noch nicht genug Geld verloren haben.

  3. Zitat Contra: Notenbanken: Und was, wenn es keine Anleihen mehr zu kaufen gibt?

    Sollte dies der Fall sein dann haben die Mafiosi es geschafft, sich jeden wichtigenTeil eines Staates, den Sie vorher in Abhängigkeit und Liquiditätsschwierigkeiten gebracht haben, und der einmal in einer geordneten Struktur dem Volk gehört hat, unter den Nagel gerissen zu haben!

    Im Ideal passiert aber genau das was schon längstens überfällig und richtig ist, nämlich das dieses geisteskranke System endlich kollabiert, und Uns damit vor noch größeren Katastrophen bewahrt!

    1. Ja, denn beim oberen Teil welchen du beschreibst, ist damit dann der größte Teil der NWO umgesetzt "sie hat sich die Vermögen der Staaten unter den Nagel gerissen" .

      Spätestens dann/jetzt sollte auch der letzte "die EU ist alternativlos" Marktschreier verstanden haben, weshalb die EU und der EURO gegründet bzw. befohlen wurden ! Damit konnte ein ganzer Kontinent auf einen Schlag gekauft und versklavt werden. Vorher war das viel zu mühsam und langwierig, jeden einzelnen Staat mit seiner eigenen Währung anzugreifen und zu versklaven. So aber, mit Euro plus EU-Brüssel und dem Einkauf der Schnittstellen (Kommissare, Draghi, Regling und Co), kann die Plünderung inkl. der völligen Versklavung fertiggestellt werden.

      Wie hatte Baron Rothschild einst so treffend formuliert „Gib mir die Kontrolle über das Geld einer Nation (eines Kontinents) und es interessiert mich nicht, wer dessen Gesetze macht.”

      Dazu noch die Aussage von Fürstenberg: „Wenn der Staat Pleite macht, dann geht natürlich nicht der Staat Pleite, sondern seine Bürger.” …….  und somit auch seine ganze Wirtschaft !

      p.s.: Als der Propeller-Ars.. Namens Kanzler Schüssel uns im Jahr 2000 die Intelligenz zur Entscheidung "ob wir einen neue Währung wollen oder nicht" abgesprochen hatte und es über unsere Köpfe hinweg (inkl. einer unfassbaren Zensur mit Drohung an unsere Medien) durchzog, hatte ich mich gefragt "Weshalb ?" "Wieso ?" und "cui bono ?" 

      Die Antwort war aber im Endeffekt nicht so schwer heraus zu finden, denn Aufgrund meines Jobs kannte ich ja die dauernden Angriffe auf die unterschiedlichen Währungen und Märkte etc. …..fasst man die "Märkte und Währungen" zusammen, geht es wesentlich effektiver und schneller !

  4. Der Autor bringt hier offenbar begrifflich etwas durcheinander. Für die durch die BoE offerierten Staatsanleihen fanden sich keine ausreichende Anzahl Interessenten, die ihr Geld in diese angebotenenen "Wertpapiere" hätten anlegen wollen. – Käufer mit dem lequiden Geld wollten nicht für diese schrottigen Staatspapiere ihr freies Kapital investieren.

    Es gibt also nicht zu wenig Anleihen – sondern zwischenzeitlich zuviele Schrottanleihen, und die will natürlich keiner haben. Da kauft man lieber Aktien oder Gold oder Immowerte.

    Ein Warnsignal ist es auf alle Fälle, wenn keiner mehr auf nur (!) Rendite versprechenden Staatsanleihen hereinfällt. – Dann muss der Staat lediglich mit den eingetriebenen Steuern auskommen, und das sind diese Schuldenmacherheinis von der Regierung nicht gewohnt.   
     

    1. sondern zwischenzeitlich zuviele Schrottanleihen

      ——

      Genau! Das ist der Grund warum der Goldman & Sucks Boy, Draghi, die Schrottanleihen en masse aufkauft!

      Der Steuerbürger haftet dafür – in erster Linie der deutsche Steuermichel

  5. Anstatt für eine Wirtschafts- und Finanzpolitik zu sorgen, die zu einer Stärkung der Realwirtschaft führt, sorgt man lieber für immer mehr virtuelles Monopoly-Spielgeld, 

    ———–

    WER hat das Betrugssystem erfunden?

    Früher waren sie Falschmünzer und Rosstäuscher; heute sitzen die 'white collar' Hochfinanzbankster in ihren klimatisierten Bürofluchten auf der Wall Street und der City of London oder aber in den von Rothschild kontrollierten 'Zentralbanken'.

    Es darf mal wieder geraten werden.

    Der Gewinner kann den 'Goldschatz der BRD' bei der US-Fed in NYC besichtigen!

    1. Und nach der Anwendung des "Esther-Prinzips" …

      kann man die Landsmannschaft dieser Hochfinanzbankster noch nicht mal so ohne weiteres eruieren

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