Nach Besuch bei Correctiv: Morddrohungen gegen Journalisten Billy Six

Über den Besuch von Graham W. Phillips und Billy Six beim Berliner Recherchebüro Correctiv berichtete Contra Magazin bereits. Inzwischen befindet sich der Brite wieder in Russland und schmunzelt über die deutsche Berichterstattung, die den Vorfall einseitig abhandelt. Für den Berliner Six gab es weniger Grund zum Lachen, denn er wurde von Morddrohungen heimgesucht, wie er auf Facebook mitteilte.

Von Christian Saarländer

Eigentlich wollten beide Reporter nur mit den Berliner Kollegen von CORRECTIV über die unterschiedlichen Ergebnisse des MH17-Abschusses in der Ukraine sprechen. Wie das am Ende ausgegangen ist, hat Contra Magazin in drei Artikeln (Suche: Correctiv) bereits dargestellt. Nachdem CORRECTIV bereits von den deutschen Leitmedien deutlich Rückenwind erhalten hatte und ihren Standpunkt in vielen Medienportalen bereits zum Ausdruck brachten, wurde es für den Reporter Six richtig hässlich, wie er auf Facebook schreibt.

Demnach soll er einen nächtlichen Anruf eines „Herrn Schröter“ erhalten haben, der ihm folgende Morddrohung telefonisch mitteilte: „Wenn sie nochmal bei CORRECTIV auftauchen, dann kriegen sie eine Kugel zwischen die Augen, merken Sie sich das“, soll der Anrufer gegenüber Six gedroht haben, der am nächsten Tag Anzeige bei der Polizei erstattete. Six wurde seinerseits wie Phillips ebenfalls von CORRECTIV wegen Hausfriedensbruchs und Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereich durch Bildaufnahmen angezeigt, nachdem sie die Redaktionsräume von Correctiv aufsuchten und diesen Vorfall mit einer Kamera festhielten.

Der Vorfall sorgte für mächtigen Wirbel und sämtliche Medien haben überwiegend zugunsten von Correctiv berichtet, wobei über den Inhalt – die MH17-Reportage von CORRECTIV – weniger gesprochen wurde. Nachdem sowohl Six als auch Phillips und andere Reporter ihre Einwände in sozialen Medien wie Twitter oder Facebook öffentlich machten, gab das Berliner Recherche-Kollektiv bislang nur einseitige Vorwürfe in Richtung Kritiker ab, indem man eine Richtigstellung auf Facebook abgab.

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In dieser Richtigstellung stand wenig Neues. Wesentlich war aber, dass CORRECTIV mit dem Experten Harry Horlings auf einmal doch nicht selbst gesprochen hatten – dies erledigten die Kollegen des Algemeen Dagblad. Zudem verwies man auf einen Untersuchungsbericht von Dutch Safety, der die These von CORRECTIV bestätigen soll, dass die malaysische Boeing nur von einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen werden konnte. Zudem fühle man sich vermehrt von „Trollen“ belästigt, auf deren Einwände man nicht mehr eingehen möchte und diese nun blockieren werde. Auf etwaige Widersprüche ging man bislang nicht ein. Es gab auch keine Stellungnahme zu den Morddrohungen gegen den Reporter Six. Was aber nicht ist, kann ja noch werden.

In den vielen Interviews mit Radio und Fernsehen, sprach man seitens CORRECTIV bislang nicht an, dass man mit Six bereits „ausführlich“ über die MH17-Reportage gesprochen habe, wie der Journalist Marcus Bensmann mitteilte. Bislang hieß es nur, Six habe mehrfach via E-Mail die Redaktion von CORRECTIV darauf hingewiesen, dass Bensmann gegen „journalistische Standards“ verstoßen habe. Wie die Reportage selbst, widerspricht sich auch CORRECTIV immer wieder selbst, wenn man den Verlauf der ganzen Geschichte aufmerksam Folge leistet.

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4 Kommentare

    1. Transatlantiker? Wohl kaum, der Anrufer kommt wohl eher aus dem Berliner Schutzbiotop dass die Roten für ihre SA-Schlägertruppen eingerichtet haben.

  1. Wer sich wie CORRECTIV vehält, der zeigt, dass man Angst vor der "Wahrheit" hat, die eben nicht mit der eigenen "Wahrheit" deckungsgleich sein kann.
    Wären stichhaltige Argumente vorhanden, dann hätte man diese doch den beiden Journalisten vor den Latz knallen können. So jedoch versucht man sich hinter Ablenkungen und Anzeigen zu verstecken und hofft, dass der Spuk bald vergessen wird. Was bleibt jedoch ist die Tatsache, dass CORRECTIV offenbar an der Wahrheit kein Interesse hat und seine Glaubwürdigkeit wohl dahin sein dürfte. Wer sich Faktehn nicht stellt, der wird wohl eher eine Lohnarbeit mit vorher bestimmter Aussage abgeliefert haben und genau wissen, dass nicht sachlich, bewertungstoffen  über etwas recherchiert und berichtet wurde.

  2. CORRECTIV ist eine Mogelpackung. Dem Namen nach erwarte ich eine Richtigstellung von Darstellungen in MSM und Politik. Tatsächlich werden deren Aussagen nur scheinbar kritisch angegangen, um dann, nochmals durchgekaut und mit zusätzlichen Argumenten verstärkt, wieder serviert zu werden. Wie der Unterschied zwischen moderaten und konservativen Terroristen. Das Kollektiv scheint mir bewußt unter falscher Flagge geschaffen worden zu sein. Es ist kein Correctiv, sondern ein Verstärker.

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