Jill Stein: Demokraten und Republikaner werden von Konzernen kontrolliert

Die Präsidentschaftskandidatin der US-Grünen, Jill Stein, wirft den beiden großen Parteien vor, von Banken, der Ölindustrie, Versicherungsgesellschaften und Kriegsprofiteuren finanziert und kontrolliert zu werden. Damit hat sie durchaus recht.

Von Marco Maier

Demokraten und Republikaner werden von Banken, Ölgiganten, Versicherungsgesellschaften und Kriegsprofiteuren kontolliert, so die Präsidentschaftskandidatin der US-Grünen, Jill Stein. Ihre Partei hingegen würde kein Geld von Konzernen erhalten und habe deshalb auch die Freiheit, die realen Probleme anzusprechen.

"Das amerikanische Volk und die Völker überall auf der Welt werden von diesem politischen System vor den Bus geworfen", so Stein zu RT-Moderator Chris Hedges, "in dem beide Parteien grundsätzlich von räuberischen Banken, Fossilem-Sprit-Giganten, von Kriegsprofiteuren und der Gesundheitsversicherungsindustrie finanziert und kontrolliert werden." Dies seien die üblichen Verdächtigen, die "nach den Schüssen von hinter der geschlossenen Tür" verlangen".

Betrachtet man sich die ganzen Wahlen in den Vereinigten Staaten und die Wahlkämpfe davor, dann wird ersichtlich wie recht Stein hat. Denn kaum ein Kandidat kann ohne die finanzielle Unterstützung von Konzernen überhaupt genügend Finanzmittel für die Bestreitung der Wahlkampfausgaben zusammentrommeln. Dies macht die US-Politik auch so stark für Korruption und politischen Gefälligkeiten anfällig. Was Stein offenbar nicht in den Mund zu nehmen wagt, ist das Wort "Plutokratie", welches das US-System durchaus gut klassifiziert.

Laut Stein würden die beiden Kandidaten von Repiblikanern und Demokraten, Donald Trump und Hillary Clinton, in jenen Umfragen in denen auch die Kandidaten der Kleinparteien berücksichtigt werden, auf einem rekordverdächtig niedrigen Stand liegen. Und es stimmt: Wenn die US-Bürger nicht nur zu Trump oder Clinton befragt werden, dann kommen die beiden Kandidaten zusammen oftmals auf keine 75 Prozent mehr, weil einerseits viele Menschen einen alternativen Kandidaten oder gar gleich gar nicht wählen wollen.

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6 Kommentare

  1. Das ist noch nichts neues …… Wer die Party bezahlt der möchte es auch irgendwann zurück bekommen ….. Total Demokratisch die US Politik!

     

  2. ''Das amerikanische Volk und die Völker überall auf der Welt werden von diesem politischen System vor den Bus geworfen.''

    Das System nennt man Kapitalismus..und ist leider an die geistige Verfassung der meisten Menschen angepasst.

    Man könnte es mit der Aufzucht eines Krokodil's vergleichen..das einmal erwachsen geworden..durchaus auch gelegentlich.. die eigene Brut vernascht.

    1. Dieses System nennt man Neoliberalismus. Es ist die schlimmste Form des Kapitalismus. In Deutschland sprechen wir von sozialer Marktwirtschaft. Diese Form des Kapitalismus hat uns viel Wohlstand gebracht. Durch TTIP soll der Neoliberalismus die soziale Marktwirtschaft ersetzen. Den Kapialismus als etwas prinzipiell schlechtes darzustellen ist ein Überbleibsel gewisser Ideologien. Der Kapialismus hat Deutschland zu dem gemacht, was es heute ist. Es besteht aber die Gefahr, dass dieser wie in der USA ausartet. 

      1. ''Der Kapitalismus hat Deutschland zu dem gemacht,was es heute ist.''

        na was ist es denn heute..ein aus dem letzten Loch pfeifendes Wrack.

        Wohlstand kann es nur sein..wenn dieser gerecht verteilt wird.

        Die Leute arbeiten längst nicht mehr für ihren persönlichen Wohlstand..sondern für den einer priveligierten Minderheit.

        Natürlich wird das hier wie in den USA kommen..wenn es nicht gestoppt wird..das steht ausser Frage.

        Was könnte Albert Einstein wohl gemeint haben mit folgender Aussage:

        Wahnsinn: immer dasselbe zu machen..aber andere Ergebnisse zu erwarten.

  3. Jill Stein: Demokraten und Republikaner werden von Konzernen kontrolliert

    ————

    Volltreffer!

    Chapeau, Mrs. Stein.

    Dass diese Aussage ausgerechnet von einer 'Auserwählten' kommt, belegt die Tatsache, dass nicht alle US-Juden 'Israel Firster', sondern amerikanische Patrioten sind.

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