Hood River County: Nestlés “gallisches Dorf”

Die ganze Welt wird vom multinationalen Konzern Nestlé besetzt. Die ganze Welt? Nicht ganz. Ein kleiner County im US-Bundesstaat Oregon wehrt sich erfolgreich gegen eine Abfüllanlage für das kostbare Wasser, welches teuer an die Menschen verkauft werden soll.

Von Marco Maier

Auch im wasserreichen Oregon wollte der Multi Nestlé eine Abfüllstation für das kostbare Nass bauen – und scheiterte am "Nein" der Bürger. Für das expandierende Nestlé-Reich sind das County und seine Bewohner wie die Gallier aus "Asterix und Obelix". Denn für die Gegner der Wasserabfüllaktion ist klar, dass der Weltkonzern mit der Ausbeutung von Quellen Unsummen verdient.

Immerhin bezahlt der Konzern faktisch nichts für das Wasser, verkauft es aber exorbitant teuer weiter. Dem Ort Cascade Locks im Hood River County hätte das zwar ein paar Arbeitsplätze und zusätzliche Steuereinnahmen gebracht – doch die Menschen dort wollen dafür mehrheitlich ihre Seele nicht verkaufen. Das klare "Nein" in einer Urabstimmung lag bei 58 Prozent.

Theoretisch könnte Nestlé diese Abstimmung vor einem Gericht anfechten, allerdings wäre das Risiko einer weiteren und vernichtenden Niederlage sehr groß. Aus diesem Grund hält sich der Schweizer Konzern mit weiteren Schritten zurück. Denn das ohnehin schon angeschlagene Image des Unternehmens als gieriger Wasserausbeuter würde dadurch noch mehr Schaden erleiden.

"Wir sind enttäuscht. Aber wir akzeptieren den demokratischen Entscheid voll und ganz", sagt Dave Palais, Regionalchef von Nestlé Waters North America den Medien und ergänzt: "Wir wollen gute Nachbarn sein und bleiben. Wasser kann eine emotionale Sache sein, deshalb pflegen wir den offenen Dialog mit den Bürgern." Aus diesem Grund behält Nestlé das Informationsbüro in dem Ort und öffnet es einmal im Monat für eine Woche lang. Ein Meinungsumschwung wird allerdings nicht erwartet.

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8 Kommentare

  1. " Wasser kann eine emotionale Sache sein, deshalb pflegen wir den offenen Dialog mit den Bürgern."   …………… Wasser ist NIEMALS eine emotionale Sache, sondern Wasser ist ein menschliches GRUNDRECHT !

    Nestle wie bereits von mir oft und oft erwähnt, zählt für mich zum größten Abschaum der Menscheitsgeschichte ! (noch vor Monsanto)

  2. Nestle ist eine Drecksau vor dem Herrn. Mit welchem Recht verkauft dieser Mafiakonzern den Leuten ihr eigenes Trinkwasser? Das hat dieser Verbrecher auch in Europa vor. Das wird noch bunt, besonders im Osten, da fliegen die Fetzen.

  3. Wär doch mal eine sinnvolle Aktion für die hochgepriesene, international anerkannte und agierende UNO:

    WASSER ALS OBERSTES MENSCHENRECHT

    Also wer startet eine internationale Petion???                                                             Sollte nicht nur den kostenlosen Zugang zu einwandfreiem Trinkwasser, sondern auch gigantische Strafen  für äußerst gewinnbringende Wasserverschmutzungskonzerne (gigantische Müllhalden in unmittelbarer Nähe v. Flüssen, Fracking, Monsanto etc.) bein- haltend.                                                           

  4. Wie man Wasser in Wein verwandelt 

    Man stiehlt Wasser, verkauft es weinteuer und erwirbt von der Ausbeute (nebst Waffen) auch Wein. 

    Mit den Waffen beauftragt man die Wasserlosen Kriege zu führen, den Wein sauft man steinkrügeweise selbst. Fortgesetzt verknappt man künstlich das Wasser und kauft damit mehr und bessere Waffen. Beschlusssache ist: Wenn die anderen kein Wasser mehr haben, werden sie halt Wasserlassen müssen, ergo ihren eigenen Urin saufen müssen.

    Scheint, dies ist die Antwort der jüdischen Hochfinanz an die Hochzeitsgäste zu Kana, wo mein Freund, der Barfüßler, auf seine Art Wasser in Wein verwandelte.

    Obelix zu Asterix: »Die spinnen, die Juden!«

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