Einige EU-Außengrenzen sollen dem Willen des Frontex-Direktors zufolge einem "Grenzen-Stresstest" unterzogen werden um Schwachstellen aufzuzeigen. Allerdings plädiert er auch für mehr legale Einwanderungsmöglichkeiten in die EU.

Von Redaktion/dts

Frontex-Direktor Fabrice Leggeri wird im Oktober eine Schwachstellenanalyse an den Grenzen einiger EU-Mitgliedsstaaten vornehmen – darunter sind auch Deutschland und Griechenland. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums bestätigte diese Ankündigung. Vorbild für die Überprüfung der Grenzen sind jene Banken-Stresstests, die seit der Finanzkrise durch die Europäische Zentralbank durchgeführt werden.

Bei der Frontex-Schwachstellenanalyse könnten verschiedene Szenarien an den See-, Land- und Luftgrenzen durchgespielt werden. "Wir wollen schauen, wie Mitgliedsstaaten darauf vorbereitet sind, mit einem Krisenfall an der EU-Außengrenze umzugehen", sagte Leggeri der "Welt am Sonntag". Die konkreten Szenarien werden noch bestimmt. Die Schwachstellenanalyse ist Teil der neuen Frontex-Verordnung, die in wenigen Wochen in Kraft treten soll. Sie sieht zudem vor, dass die EU-Staaten künftig 1500 Beamte bereitstellen, die innerhalb weniger Tage durch Frontex eingesetzt werden können. Frontex-Chef Leggeri setzt sich neben einem besseren Grenzschutz dafür ein, mehr legale Wege nach Europa zu schaffen, um damit den Druck auf die Außengrenze zu reduzieren.

Aktuell kommen die meisten Migranten über den Seeweg nach Europa. Wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) auf Anfrage der "Welt am Sonntag" erklärte, wurden in diesem Jahr in Griechenland bislang rund 162.000 und in Italien 105.000 Migranten gezählt. Die Zahl der Flüchtlinge in der Ägäis ist nach dem Schließen der Balkanroute und dem Start des EU-Türkei-Abkommens allerdings deutlich zurückgegangen. Der IOM beobachtet dabei verstärkt, dass Migranten aus Ägypten kommen. Die Zahl im ersten Halbjahr 2016 verdoppelte sich bereits im Vergleich zur Gesamtzahl 2015.

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8 KOMMENTARE

  1. Statt die Flüchtlinge, die über das Mittelmeer kommen abzupassen und wieder an den Ausgangsspunkt zurück zu befördern, werden diese brav aufgelesen und nach Europa geschippert. da sollte erst mal angefangen werden, denn das Mittelmeer ist zur Zeit der Schwachpunkt. Was nützt das in den einzelnen Ländern einen "Stresstest" durchzuführen. Ist doch nur alles bla,bla, bla um der Bevölkerung etwas zu erzählen. Aber so geht das nicht auf.

  2. Sie beschäftigen sich selber mit irgendeinen Blödsinn aber an den Tatsachen wird nichts geändert. Meinen Stresstest zb kann ich auch auf den Klo machen, kost nix stinkt nur 🙂

  3. Das kann doch wohl nicht wahr sein, daß sich ein hoher Beamter der europäischen Grenzschützer für legale Wege stark macht. Der hat die Grenzen zu schützen und niemand rein zu lassen, denn das wurde im Schengen-Abkommen so vereinbart. Was ist denn das für ein Pseudoverein, der Grenzschutz vorgibt und trotzdem überschreiten täglich Tausende die EU-Außengrenzen. Man muß sich mal vorstellen daß hier eine millionenteuere Truppe aufgestellt wird zur angeblichen Verteidigung der europäischen Grenzen und das Ergebnis ist nur heiße Luft. Die müssen ja die Bürger dieses Kontinents für total bekloppt halten und umso dringlicher wird es, diese Intriganten und Geldverschwender aus den europäischen Parlamenten bei den nächsten anstehende Wahlen zu verjagen, wenn wir auch in Zukunft überleben wollen.

  4. Die größte Schwachstelle bei der Grenzüberwachung ist Frontex selbst! Also sollten Die sich selbst einem Super Stresstest unterziehen!

    Außerdem wer soll Frontex (größte Schlepperorganisation ever) überhaupt sein?

    Irgend eine Witz Agentur die von irgend einem Witz Verein mit dem Namen EU einen "Geschäfts Auftrag" bekommen hat!?

    Aber da sieht man wieder unter welch lächerlicher rechtlicher Basis hier agiert wird (nämlich dem Handelsrecht). Und das nur, weil wir dämlich genug sind Uns das gefallen zu lassen!

     

     

     

     

  5. Wenn Frontex einen Stresstest macht …

    dann testen sie, wie viele "Flüchtlinge" sie maximal pro Tag und Woche nach Europa schleppen können.

    Es muss inzwischen auch dem letzten Debilen klargeworden sein, dass "Frontex" eines der wichtigsten Elemente bei der Verdrängung der Europäer aus Europa ist.

  6. Reine Nebelkerzen hinsichtlich der Invasion.

    Dagegen weiterer Transfer zentraler nationaler Souveränitätsrechte auf nicht kontrollierbare supranationale Organisationen. 

  7. grenzenstresstest? wie dürfen wir das verstehn?

    wird jezz den rest in afrika und naher osten die tür geöffnet um zu sehn wie dicht unsere grenzen noch sind?

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