Nachdem bereits Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel die Verhandlungen zu TTIP für „de facto gescheitert“ erklärte, will Frankreich die Verhandlungen zu TTIP nun offiziell stoppen. Auf Twitter hat Staatssekretär Matthias Fekl offiziell dazu aufgerufen. Kommt es nun zum endgültigen Stopp des transatlantischen Freihandelsabkommens?

Von Christian Saarländer

Bereits in den 1990er Jahren wurde über ein Freihandelsabkommen zwischen Europa und den USA verhandelt und auch damals war es Frankreich, das letztlich die Verhandlungen stoppte. Der Staatssekretär des französischen Wirtschaftsministers Emmanuel Macron, der deutsch-französische Politiker Fekl, deutete nun auf Twitter an, dass Frankreich aus den Verhandlungen austreten will. Er hatte das transatlantische Freihandelsabkommen bereits in der Vergangenheit immer wieder scharf kritisiert.

Der Grund sei unter anderem, dass die Verhandlungen zu wenig politische Unterstützung hatten. Zudem wurden die Verhandlungen immer wieder in der breiten Öffentlichkeit kritisiert. Die Angst vor dem Chlor-Hühnchen und dem Gen-Food machten über Jahre hinweg die Runde. Bis vor kurzem wurde auch die mangelnde Transparenz der Verhandlungen kritisiert und es dauerte lange, bis man konkrete Ergebnisse über den Stand der Verhandlungen zugänglich machte.

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Ob es nun tatsächlich zum Stopp der Verhandlungen kommen wird, bleibt abzuwarten. Offiziell werden die EU-Mitgliedstaaten in den Verhandlungen nicht einzelnen als Verhandlungspartner gezählt, sondern die Verhandlungen werden vom EU-Handelskommissar geführt, der bislang für seine mangelnde Transparenz kritisiert wurde. Nachdem allerdings bereits Deutschland und Frankreich als führende Staaten in der EU sich über ein Ende der Verhandlungen einig sind und auch in anderen Mitgliedsstaaten der Unmut gewachsen ist, dürfte es Mitte September bereits zu einem Ende kommen.

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6 KOMMENTARE

  1. Frankreich will die TTIP-Verhandlungen zwischen der EU und den USA stoppen

    ————-

    Es wäre ein Segen, wenn sich Frankreich endlich wieder aus den Fesseln von US-rael lösen und zurück zu  einer us-rael-kritische Politk finden würde, wie das eigentlich 'vor Sarkozy u. Hollande' üblich war.

    Vermutlich machen die Landwirte in Frankreich, ein erheblicher, politische Fakter, richtig Druck und wir sollten nicht vergessen, die Franzosen sind durch die Bank kleine Gourmets, die keinen Genfraß wollen.

    Sei es wie es sei:

    Ich mag Hollande wirklich nicht. Aber in diesem Falle heißt es ausdrücklich: 'Masel tov!"

  2.  " . .dass Frankreich aus den Verhandlungen austreten will."

     

    Gottseidank! Die "Deutschen" Bast.arde wollte ich bald sgen kriegen nix auf die Reihe.

  3. Mal abwarten, ich meine wer garantiert uns dass dieses TTIP nicht im Geheimen doch noch umgesetzt wird. Den schwulen Politikern in unseren Reihen ist alles zuzutrauen

  4. Das wäre dann eine schallende Ohrfeige für all jene, die sich in Deutschland besonders stark gemacht haben und fast in hündischer Manier den Amis die Hand geleckt haben. Wer freien Handel befürwortet kann dies nur wollen, wenn sich Partner auf gleiche Bedingungen einigen, und nicht daß eine Seite Vorrechte genießt, die der anderen Seite zum Nachteil gereichen. Das wäre dann keine partnerschaftliche Übereinkunft, sondern eher ein Diktat und daran kann niemand Interesse haben.

  5. Aber letzte Eisenbahn,,

    Noch sind keine verbindlichen Unterschriften gefallen – TTiP Bibel- und Allmanach könnte noch geschräddert und für Ewigkeit verbannt werden.

    ab November ist dann Schluss, dann wird der neue US-Affen-Präsident/Inn auf seinem Thron gekrönnt – Danach herrscht für die nächsten 8Jahre die CIA-Demokratie!

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