Portugals ehemalige Diktatur promovierte die drei F's, damit sich das Volk nicht um die Politik kümmert und etwas hatte, worauf es stolz sein konnte. Seither identifiziert sich Portugal mit dem Fußball, dem Fado und mit dem Wallfahrtsort Fatima. Teil 1 – Fatima, das Wunder der Binnenwirtschaft.

Von Rui Filipe Gutschmidt

Der 13. August ist der Tag der Emigranten-Wallfahrt. Jedes Jahr kommen die Portugiesen im Urlaub in ihre Heimat, um die Sehnsucht zu stillen. Der August ist dabei die beliebteste Zeit und für die besonders gläubigen Katholiken ist ein Besuch in Fatima dabei ein Muss. Der 13.08. ist im Marienwallfahrtsort dabei den vielen Portugiesen gewidmet, die im Ausland arbeiten und die Heilige Jungfrau Maria um Kraft für ein weiteres Jahr in der Ferne bitten wollen oder ein Versprechen einlösen, dass sie der Mutter Gottes gemacht haben. Nächstes Jahr, wird übrigens der Papst erwartet, da zum 13. Mai 2017, ganze 100 Jahre seit der Marienerscheinung in der nähe des kleinen Städtchens Fatima vergangen sind.

Was war in Fatima 1917? Nun, wer die Geschichte der drei Hirtenkinder – zwei Mädchen und ein Junge – noch nicht kennt, der kann dies Vielerorts nachlesen oder auch als Film sehen. Hier die Kurzfassung. Drei Hirtenkinder gingen ihrer Arbeit nach als ihnen die Heilige Maria erschien. Dies war am 13. Mai 1917, als Portugals Soldaten in den Schützengräben des Ersten Weltkrieges auf Seiten der Entente kämpften und starben. In diesem Jahr kehrte die Erscheinung alle 2 bis 3 Monate zurück und, immer an einem 13. vertraute die Heilige Jungfrau den Kindern insgesamt drei Geheimnisse an. Der baldige Tod des Jungen und als Trost ein Platz im Paradies, war das erste. Die anderen beiden werden vom Vatikan unter Verschluss gehalten, auch wenn es oft hieß, dass der Zweite Weltkrieg oder Aufstieg und Fall des Kommunismus offenbart worden wären. Da Hunderte oder gar Tausende sahen, wie „die Sonne am Himmel tanzte“ gilt Fatima nicht nur bei Katholiken als echtes Wunder.

Nun, Wunder oder nicht, der Glaube ist jedenfalls stark verankert und gibt den Menschen Seelenfrieden. Das Opium und ähnliche Drogen das auch können, steht zwar außer Frage, aber der Opiate-Entzug dürfte wohl schlimmer sein als ein „Religions-Entzug“. Wer aber viel mehr herausholt als sein Seelenheil – gut möglich, dass dieses sogar verloren geht – sind die Andenkenhändler, Hoteliers und die ganze Industrie, die sich rings um das Heiligtum gebildet hat. Die Kirche duldet hier, was Jesus laut den Evangelien stinksauer machte und den Sohn Gottes dazu brachte die ganzen Händler aus „dem Haus seines Vaters“ – dem Tempel in Jerusalem – hinauszuwerfen. Heute wirft sie keiner raus, da sie schließlich nicht in der Kirche, sondern nur rings herum mit dem Glauben viel Geld machen.

So kommen also Tausende Pilger nach Fatima und Füttern eine ganze Industrie, die aus dem Örtchen Fatima eine florierende Stadt gemacht haben. So gesehen, helfen sie der Binnenwirtschaft wieder auf die Beine, was auch an ein Wunder grenzt.

Loading...

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

10 thoughts on “Fatima, Fado und Fußball: Die portugiesische Seele – Teil 1: Fatima”

  1. Portugall interessiert nur wirklich keinen Menschen.

    Wenn auch noch ein Gutmensch berichtet, der zuweilen die Wortschöpfungen der Mainstreampresse ebenfalls gebraucht dann kann ich nur sagen: Schade um den Platz der Kachel, hinter der ein wirklich interesannter Artikel des Contra Magazin stähen könne.

    Gähn.

    1. a.) Mich interessiert Portugal

      b.) hat dich dieser unnütze Artikel genötigt ein Post zu schreiben. Warum hast du den Artikel überhaupt angeklickt und gelesen? Um dich künstlich aufzuregen? Geh in den Kindergarten zum Spielen.

  2. "hat dich dieser unnütze Artikel genötigt ein Post zu schreiben. Warum hast du den unnütze Artikel überhaupt angeklickt und gelesen? Um dich künstlich aufzuregen?"

    Erst mal der Reihe nach.
    In Ihrem Kommentar ist die Wortreihenfolge verrutscht. Es dürfte Ihrer Erregung geschuldet sein. Ich erlaube mir, zu korrigieren.

    "hat dich dieser unnütze Artikel genötigt ein Post zu schreiben. Warum hast du den unnütze Artikel überhaupt angeklickt und gelesen? Um dich künstlich aufzuregen?"

    Nun zur Antwort:

    Nicht um mich "künstlich aufzuregen", nein, aus Mitleid. Schauen Sie, Herr rg, nur wir beide schreiben. Sagt das nicht alles aus, was ich geschrieben habe?

     

    1. In Ihrem Kommentar ist die Wortreihenfolge verrutscht.

      arrogantes oberlehrerhaftes aber letztlich arrogant-dümmliches Verhalten. Paßt aber zu ihren vorhergehenden Zeilen. Ab in den Kindergarten wo jemand wie sie hingehört.

  3. Portugal nicht interessant? Gerade die Grenzvölker / -staaten sind interessant. Weil dort Weiße Kultur sich auf natürliche Art mit anderen Kulturen auseinandersetzt wie auch mischt. Mittelmeer grenzend an Arabien und Osteuropa an Asien. Grenzvölker sind auch resistenter als Andere, weil über die Jahrhunderte voller Auseinandersetzung ein stabileres Wertesystem entstand. Siehe auch und gerade Polen und Ungarn. Serben und Kroaten. Rußland, auch im Denken und Fühlen halb asiatisch, halb europäisch. Portugal und Spanien wieder ganz anders beeinflußt. Ist aber Weiße Kultur.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.