Deutsche Unternehmen in Türkei sehen Geschäft beeinträchtigt

Die aktuelle Lage in der Türkei belastet ansässige deutsche Unternehmen, sie rechnen daher mit geringeren Jahresergebnissen. Jedoch 95 Prozent dieser Unternehmen wollen in der Türkei bleiben.

Vom Redaktion/dts

Die politische Lage in der Türkei nach dem Putschversuch hat erste Auswirkungen auf deutsche Unternehmen: Das ist das Ergebnis einer Befragung der Deutsch-Türkischen Industrie- und Handelskammer in Istanbul, über die "Die Zeit" berichtet. Rund 20 Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern hatten geantwortet, darunter Automobilzulieferer, Energie-, Chemie- und Maschinenbaufirmen.

Knapp ein Drittel der Firmen beantwortete die Frage, ob die aktuelle politische Lage ihr Geschäft beeinträchtige, mit "Ja", 42 Prozent mit "Vielleicht". Jedes fünfte Unternehmen erwartet geringere Jahresergebnisse als geplant, ebenso viele wollen nicht neu in der Türkei investieren. Fast alle, nämlich 95 Prozent, wollen am türkischen Markt bleiben. Die türkische Regierung beteuert, der Putschversuch und die darauf folgenden Festnahmen hätten keinen Einfluss auf die Wirtschaft.

Auch der Leiter des Istanbuler Büros der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft sagte der "Zeit" zufolge, der Markt habe "recht gelassen" reagiert. Er sagte aber auch: "Investoren, die auf dem Sprung in die Türkei waren, werden dies jetzt wohl noch einmal überdenken." Die Rating-Agentur Standard & Poors hatte die Türkei erst kürzlich als "Hochrisiko"-Land eingestuft.Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sind eng. Deutschland ist der wichtigste ausländische Absatzmarkt für die Türkei. Außerdem produzieren viele deutsche Firmen in der Türkei.

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5 Kommentare

  1. Was soll das Gezeter? Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um! Wer dort ein Unternehmen oder den Teil eines Unternehmens – um des Profits willen – installiert, muss die Folgen selbst tragen. Oder soll jetzt wieder der Steuerzahler herhalten? Es ist auch jedem denkenden Menschen völlig klar, dass die Türkei ein "Hochrisiko"-Land ist und schon immer war. Dazu benötigt man "Standard & Poors" doch nicht!

  2. Die Rating-Agentur Standard & Poors hatte die Türkei erst kürzlich als "Hochrisiko"-Land eingestuft

    ———

    Das dürfte wohl die Strafe für Erdowahns Flirt mit Putin sein.

    Allerdings ist die Analyse nicht falsch, denn Standard & Poors müssen es ja wissen.

    DIE kennen garantiert den 'Oded Yinon Plan' und die Träume der Zionisten vom 'Großreich Davids', das von den Wassern des Nils bis zu den Ufern des Euphrats in der zentralen Türkei zu reichen hat.

    Yinons Prophecy: Is the US waging israels wars?

    http://www.palestinechronicle.com/yinons-prophecy-is-the-us-waging-israels-wars/?print=pdf

    Schwer vorstellbar, dass der türkische Führergan diese Pläne nicht kennt!

    Der Vielvölkerstaat Türkei ist der ideale Staat zur De-Stabilisierung gem. Oded Yinon Plan, Bürgerkrieg inklusive.

    Das weiß natürlich auch der 'politische Fuchs' vom Bosporus und deshalb möchte er seine 'Minderheiten' am liebsten auch loswerden. Busenfreundin Murksel aka Aniela Kazmierczak wird's schon richten und alle aufnehmen  – in Alemoneystan!

  3. Fundstück

    Das Zionisten und CIA Kampfblatt für die 'besseren Kreise', die Welt, gießt vorsichtig Öl ins Feuer:

    Bang! Boom! Bang! Türkiye kaputt!

    Aus der Türkei nimmt man vor allem die totalitären Tendenzen des Erdogan-Regimes wahr. Alarmismus verbreitet sich. Dabei ist eine zaghafte Entspannung auch Teil der türkischen Gegenwart.

    http://www.welt.de/politik/ausland/article157594424/Bang-Boom-Bang-Tuerkiye-kaputt.html?wtmc=newsletter.wasdieweltbewegt.newsteaser…standardteaser&r=76554597047136&lid=559046&pm_ln=553732

    Und fragt gleichzeitig ängstlich:

    Erdogan und Putin verbünden sich – eine Gefahr für den Westen?

  4. "95% wollen in der Türkei bleiben" Natürlich aus reiner Nächstenliebe. Nicht etwa der billigen Arbeitskräfte halber. Oder ist es eventuell auch schon Angst vor den ach so friedlichen Moslems?

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