Bildungsexperten für mehr Deutschunterricht

Die Schlechtschreibreform wird nach wie vor verteidigt, obwohl die Schüler große Probleme damit haben. Nun soll mehr Deutschunterricht Abhilfe schaffen, anstatt das ganze Regelwerk zu entrümpeln und eine wirkliche Reform durchzuführen.

Von Redaktion/dts

Bildungsexperten fordern angesichts der schlechten Bilanz der Rechtschreibreform einen stärkeren Fokus auf korrektes Deutsch im Schulunterricht und mehr Deutschstunden. "Während Rechtschreibung im Deutschunterricht an Bedeutung verloren hat, legen Firmen und Arbeitgeber darauf nach wie vor großen Wert", sagte der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbands (DPhV), Heinz-Peter Meidinger, deer "Bild". "Wir brauchen mehr Deutschunterricht an unseren Schulen", verlangt Meidinger.

Kaum ein Land in Europa biete seinen Kindern so wenig muttersprachlichen Unterricht wie Deutschland. Die Rechtschreibreform habe "viel weniger gebracht, als Befürworter versprochen haben", kritisiert Meidinger. In einzelnen Bereichen sei die Rechtschreibung "etwas logischer geworden, sehr viel einfacher aber sicher nicht", urteilt der Bildungsexperte. "Im Nachhinein hat sich der Riesenaufwand nicht gelohnt." Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe (SPD) wünscht sich vor allem "einen guten Rechtschreibunterricht". Er halte nichts davon, "später in Studium und Beruf auf Korrekturprogramme und Computer zu vertrauen". Richtiges Schreiben müsse in der Schule intensiv geübt werden. "Das wurde in der Vergangenheit nicht immer gemacht", kritisierte Rabe in der "Bild". Der CDU/CSU-Bildungsobmann im Bundestag, Stefan Kaufmann (CDU), hält hingegen "kleine Korrekturen" an der Rechtschreib-Reform für möglich. Kaufmann kritisiert, die Reform habe "nicht überall zur Vereinfachung beigetragen".

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15 Kommentare

  1. Ich kann Ihnen im übrigen versichern, das 99% der Arbeitgeber keinen Wert auf gute Rechtschreibung legen. Das wäre sogar nachteilig bei der Vergabe einer Stelle, den solche Arbeitnehmer können sich wehren da sie ihre Recht sehr genau kennen und ihre Meinung zum Ausdruck bringen können. Stichtwort: Zeitarbeit.

    1. @Steuernichtzahler "Ich kann Ihnen im übrigen versichern, das 99% der Arbeitgeber keinen Wert auf gute Rechtschreibung legen."

      Das kann ich zweifelsfrei bestätigen! Denn sonst würden die Beschäftigten viel schneller merken, was für Pfeifen ihre Vorgesetzten teilweise sind.

      Ich selber bekomme seit Jahren kaum noch geschäftliche Korrespondenz zu Gesicht, wo mal ein Absatz (geschweige eine Seite) fehlerfrei geschrieben und in vernünftigem Deutsch formuliert wäre. Geschäftsführer, Vorstände oder PR-Heinis schreiben einen Mist zusammen, dass es die Sau graust! Zumindest zeichnen sie ungeprüft gegen, was deren Praktikanten und Referenten so an Schriftmüll verzapfen.

      Übrigens: Hier beim Contra-Magazin ist auch kaum ein Artikel mal fehlerfrei…! Weil immer alles huschhusch gehen muss… copy/paste… ohne finalen Kontrolldurchlauf.  Dafür aber sind die Artikel und Aufsätze meist hervorragend formuliert, was für den manchmal fahrlässig anmutenden Umgang mit der Rechtschreibungsregeln entschädigt 😉

      PS: Achso, sorry! Die Redaktion wurde offenbar in Österreich alphabetisiert. Ob es dort eine andere Rechtschreibung gibt, entzieht sich meiner Kenntnis. 😉

  2. ''Während Rechtschreibung im Deutschunterricht an Bedeutung verloren hat,legen Firmen und Arbeitgeber darauf nach wie vor grossen Wert.''

    Ach wirklich?Ist das so?

    Na warum holt man sich hier dann soviele fremde Sprachen und Kulturen her..?!

    Oder geht's vielleicht doch vorrangig eher um billige Arbeitskräfte.

    Diese Einwanderungspolitik ist ein gewaltiger Angriff auf die deutsche Sprache&Kultur.

    Wenn Dummheit in Worte gefasst würde..dann würde das Wort Politik an erster Stelle stehen.

  3. So ein Blödsinn. Nachdem doch alles Deutsch abgeschafft und vernichtet werden soll, bin ich dafür, daß der Deutschunterricht eingeschränkt wird, damit wir endlich mal voran kommen . Demnächst ist Arabiasch die Amtssprache . Viel Spaß, ich schau mir das Ganze aus der Ferne an

  4. Da müssen sie einmal in die USA schauen die Hälfte der Bürger kann kein English, weder schreiben noch lesen. Als ich das letzte mal drüben war habe ich aus Versehen falsch geparkt. Ein Jahr lang bekam ich Rechnungen von diesen Schwachköpfen bis ich ihnen geschrieben habe das sie mich am A…..lecken können. Ich bin mir sicher selbst nach zehn Jahren werde ich bei der Einreise verhaftet und zum zahlen gezwungen.

  5. Wen juckts

    Heutzutage kannst froh sein wenn Jugendliche überhaupt noch richtig Deutsch sprechen anstatt diesem Kanackendeutsch-slang

    1. …Edi… immer einen PUNKT machen am Satzende! Das ist ein Einsteigertipp in Rechtschreibung. Und Fortgeschrittene machen dann auch immer ein KOMMA vor dem Wörtchen "wenn". Immer, immer, immer – ohne Ausnahme… Edilein. 🙂

          1. Tja Hans dass du dich aus der Toilette ernährst in die ich reinscheisse ist schon klar. Natürlich könnte ich dir direkt in den Hals scheissn und dich ordentlich durchkauen lassen, aber hey so find ichs viel lustiger 🙂

  6. Waren die "Bildungsexperten etwa so naiv, zu glauben, dass die Rechtschreibreform das Lernen der Rechtschreibung vermeiden würde??? Ob ich nun schreiben muss: "Photograph", wie zu (Ur-) Omas Zeiten, oder ob ich "Fotograf" schreibe – lernen muss ich das eine, wie das andere!

  7. Ich hab in den 50er Jahren von prügelnden Nazilehrern schreiben und lesen gelernt. Zum weiter lernen hatte ich keine Zeit, Familie und Kinder wollten Fressi Fressi.

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