Donbass - Ein Mädchen weint um ihre von Regierungstruppen getötete Mutter. Bild: donbass-info.de

Im Kindergarten geht es nicht anders zu, denn die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung rechnet die gegenseitigen Brüche der Waffenstillstände gegeneinander auf. Fakt ist, dass auf beiden Seiten in allen Belangen Versöße gegen das Minsker Abkommen stattfinden. Elmar Brok ist mit dabei, wenn es um Lieferungen von "Defensivwaffen" an die Ukraine geht. Auch fordert Brok die Sanktionen gegenüber Russland zu verlängern. 

Von Redaktion/dts

Die von Russland unterstützten Separatisten in der Ostukraine brechen öfter den Waffenstillstand als Soldaten der Ukraine. Das ist das Ergebnis einer Auswertung der Tagesberichte der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zwischen dem 16. April und dem 31. Juli durch die F.A.S. Die Berichte zeigen drei Kernbefunde. Demnach sollen Separatisten wesentlich häufiger die Beobachter der OSZE behindert haben als die Regierungstruppen.

Die F.A.S. zählte nach eigenen Angaben mehr als 300 Fälle auf Seiten der Separatisten und nur etwas mehr als 60 auf Seiten der Ukrainer. Trotz dieser Einschränkungen haben die Beobachter in den Gebieten der Separatisten viel mehr verbotene Waffensysteme beobachtet als im Machtbereich der ukrainischen Streitkräfte. Bei schwerer Artillerie und schwerem Kriegsgerät wie Schützenpanzern und Flugabwehrwaffen registrierten sie 1.100 Verstöße seitens der Separatisten und 340 seitens der Ukraine. 

Außerdem geht aus den Berichten hervor, dass die Kämpfer der "Volksrepubliken" öfter Artillerie abfeuerten (850 Fälle) als die Ukrainer (520 Fälle). Dabei nicht eingerechnet sind Aufzeichnungen von Überwachungskameras, weil die Separatisten sie auf ihrem Gebiet sabotieren. Konfrontiert mit den Ergebnissen, konnten sich CDU-Politiker Waffenlieferungen an die Ukraine vorstellen. Der Europapolitiker Michael Gahler sprach sich dafür aus, die Ukraine mit mehr Aufklärungstechnik und Defensivwaffen auszustatten.

Loading...

"Es handelt sich hierbei um die Sicherstellung legitimer Verteidigung ausschließlich auf unstreitigem ukrainischen Staatsgebiet und vordringlich darum, ein weiteres russisches Vordringen mit russischen Waffen, Soldaten und bezahlten Separatisten zu verhindern", sagte Gahler der F.A.S. Auch sein Parteifreund Elmar Brok, Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten im Europäischen Parlament, zeigte sich dafür offen, die Ukraine besser auszustatten.

Die Lieferung von Defensivwaffen könne aber nur soweit gehen, "dass Russland das nicht für einen Bruch des Minsker Abkommens nutzen könnte", sagte er der F.A.S. Das Abkommen habe "trotz aller Schwächen den Konflikt ein Stück weit eingegrenzt". Brok forderte, die Sanktionen gegenüber Russland zu verlängern. Angesichts der von der OSZE festgestellten Fakten dürften die Sanktionen "auf keinen Fall erleichtert oder gar aufgehoben werden".

Liebe Leser, wenn sie kein Abo abschließen möchten, können sie uns auch mit einer Spende auf folgendes Empfängerkonto: Andreas Keltscha, IBAN: DE96100110012620778424, BIC: NTSBDEB1XXX oder per Paypal und Kreditkarte, unterstützen. Danke für ihre Hilfe!

Loading...

12 KOMMENTARE

  1. Das sind eigentlich nur Ablenkungsnachrichten, die sich nie und nimmer beweisen lassen und auch nicht unser Bier sind. Die Ukraine wird als Causa-Land für die Eröffnung eines Krieges von US-rael gehalten und  nicht weil man denen helfen will, obwohl das Lad politisch mit Hochgeborenen durchtränkt ist.

    • Die FAS hat offensichtlich nicht richtig gezählt.

      Die Klagen der Donbassbewohner über die OSZE-Beobachter werden ohnehin nicht thematisiert: – Wirkungslosigkeit – Verdacht, dass Kiew aus den Berichten Rückschlüsse auf Effektivität ihrer Zerstörungen liefert.
      – Allgemein war die Klage, dass über die Schäden zu wenig berichtet wird.

      Wer auch nur Schulenglisch versteht, kann an folgenden Originalberichten nachvollziehen, dass die FAS nicht lesen kann:

      OSZE-Auszüge: http://www.osce.org/ukraine-smm/259316   Latest from
      OSCE Special Monitoring Mission (SMM) to Ukraine, based on information
      received as of 19:30, 11 August 2016
      This report is for media and the general public.
      The SMM recorded more ceasefire violations, including more explosions,
      in both Donetsk and Luhansk regions compared with the previous
      reporting period, predominantly during night hours. The SMM confirmed
      reports of civilian injuries and conducted crater analysis in
      districts of Donetsk city, the area of the Stanytsia Luhanska bridge
      and Novooleksandrivka. It continued to monitor the withdrawal of
      weapons on both sides of the contact line, and saw weapons in
      violation of withdrawal lines in government-controlled areas. The SMM
      observed the presence of armoured combat vehicles in the security
      zone. The SMM observed the presence of unexploded ordnance and mine
      warning signs in areas close to the contact line. The SMM intensified
      its monitoring of the situation at three crossing points at the
      administrative boundary line between the mainland and Crimea.
      The SMM confirmed reports of casualties and conducted crater analysis.
      At the Donetsk Trauma Hospital the SMM, accompanied by a Russian
      Federation officer at the JCCC, met a 16-year-old female civilian who
      got injured in shelling in the Petrovskyi district of “DPR”-controlled
      Donetsk city (15km south-west of Donetsk city centre), on 10 August.
      According to medical personnel, the victim sustained shrapnel injuries
      to her left upper thigh and left lower arm.
      On 10 August in Yasynuvata, the SMM, accompanied by Russian Federation
      officers at the JCCC, followed up on allegations of shelling. In a
      residential area, the SMM saw that the garage and a workshop in the
      yard of a house, some 4-5m west of the house had been destroyed. The
      SMM saw no crater and was unable to assess the type of projectile that
      caused the damage, and the direction of fire. The owners of the
      damaged property told the SMM that the shelling had occurred between
      23:35 and 23:37 on 9 August and there had been no casualties. The SMM
      spoke to other residents in the area, who said their houses had not
      been damaged. … The SMM  continued to monitor the withdrawal of
      weapons, in implementation of the Package of Measures and its
      Addendum, as well as the Memorandum.

      In violation of respective withdrawal lines, the SMM saw in
      government-controlled areas: six anti-tank guns (2A29/MT-12 Rapira,
      100mm) in Zhelanne (36km north-west of Donetsk); one self-propelled
      surface-to-air missile system (9K33 Osa, 120mm) near Zaitseve (50km
      north-east of Donetsk) and one self-propelled surface-to-air missile
      system (9K35 Strela-10, 120mm) near the village of Hirske (63km west
      of Luhansk) moving west.
      Beyond the withdrawal lines but outside assigned areas, the SMM
      observed 18 tanks (T-64) stationary at a known training area near
      “LPR”-controlled Myrne (28km south-west of Luhansk). In the area, the
      SMM heard two explosions assessed as training-related outgoing tank
      (T-64) rounds, and heavy-machine-gun bursts.
      The SMM observed weapons that could not be verified as withdrawn, as
      their storage does not comply with the criteria set out in the 16
      October 2015 notification.

      In government-controlled areas beyond the
      respective withdrawal lines, the SMM observed 18 anti-tank guns (MT-12
      Rapira, 100mm), 12 self-propelled howitzers (2A65 Msta-B, 152mm) and
      four mortars (2B9 Vasilek, 82mm). The following weapons were missing:
      nine self-propelled howitzers (2A65 Msta-B, 152mm) and 15 anti-tank
      guns (12 MT-12 Rapira, 100mm and three D-48, 85mm).

      The SMM observed the presence of armoured combat vehicles (ACV) in the
      security zone in government-controlled areas: one armoured personnel
      carrier (APC; BTR-70) stationary on the side of the road near Popasna
      (69km west of Luhansk); four stationary APCs (BMP-1) in Muratove (51km
      north-west of Luhansk), three stationary APCs (BMP-1) in Serednoteple
      (28km north of Luhansk), one APC (MT-LB) moving north in Petrivka
      (27km north of Luhansk); one APC (BRDM) stationary in Stanytsia
      Luhanska and one light-armoured vehicle (Kraz Cougar) mounted with a
      heavy machine-gun heading north near Shchastia (20km north of
      Luhansk). …

      Denial of access:
              •       Ukrainian Armed Forces soldiers prevented the SMM from proceeding
      through a checkpoint when travelling towards Kodema
      (government-controlled, 57km north-east of Donetsk). The soldiers
      cited orders of the battalion commander. The SMM took an alternative
      route and reached its destination.
              •       The Ukrainian Border Guards shift commander for the first time
      denied the SMM access to an outpost at Ad Peninsula (97km south-east
      of Kherson). He stated that he had received instructions from his
      superior not to give any statements and not to allow the SMM access as
      he could not guarantee its security.

  2. Man sollte dies ganzen deutschen Propagandapostillen wie FAZ, Spiegel, Welt, SZ um mal nur einige zu nennen, wegen Volksverhetzung dicht machen. Dasselbe gilt für die ÖR Medien.

  3. "Die Lieferung von Defensivwaffen könne aber nur soweit gehen, "dass Russland das nicht für einen Bruch des Minsker Abkommens nutzen könnte."

    Ach was, auf so eine Idee würde Putin gar nicht kommen. Sind doch nur Defensivwaffen. 

     

  4. Gab es da nicht mal eine Geschichte mit den getürkten OSZE-Berichten? Und waren da nicht auch mal Uschis Spione als angebliche OSZE-Beobachter unterwegs, von denen die OSZE gar nichts wusste? Ne ne Freunde, ihr habt da schon zuviel gelogen! Die Ukraine wurde vom Nobelpreisträger und seinen willigen Handlangern als Brandsatz deponiert, entgegen früherer Absprachen. So sieht es mit der Glaubwürdigkeit aus. Raus aus der NA-Terrororganisation, sollen doch die Amis ihr Land in Schutt legen lassen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here