Auf einem Wirtschaftsgipfel in Baku haben sich die Staatschefs von Russland, dem Iran und Aserbaidschan darauf geeinigt, den Ausbau eines Nord-Süd-Handelskorridors voranzutreiben. Damit will man vor allem schnellere und effizientere Handelsverbindungen zwischen Europa und Südostasien schaffen.

Von Christian Saarländer

Die drei Staatschefs Russlands, des Irans und Aserbaidschans gaben die Schaffung dieses Handelskorridors auf einem Treffen in Baku bekannt, der von Medien bereits als historischer Gipfel gefeiert wird. Auch über den Bergkarabach-Konflikt wurde gesprochen. Die drei Länder wollen neue Handelsrouten von St. Petersburg bis nach Indien schaffen, um somit die Realisierung eines eurasischen Wirtschaftsraums einen großen Schritt näher zu kommen. Schiffswege, Bahnstrecken und Autobahnen sollen Europa, den Kaukasus, den Raum in Zentralasien sowie den Nahen Osten miteinander verbinden, wie die iranische Nachrichtenagentur PressTV aus Baku, der Haupstadt Aserbaidschans, berichtet.

In dieses Transitnetz sollen demnach der Iran, Indien, Russland, Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Kigistan, Kasachstan, die Ukraine, die Türkei, Tadschikistan, der Oman, Syrien und Bulgarien integriert werden. Zudem haben sich Russlands Präsident Wladimir Putin, Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew sowie Irans Staatspräsident Hassan Rouhani darauf geeinigt, im Erdgasbereich enger zu kooperieren. Auch im Bereich Banken und Aktien will man nach dem Drei-Länder-Gipfel in Baku enger zusammenarbeiten.

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Bereits zuvor berichtete Sputnik international, dass die Beziehungen zwischen Russland und dem Iran deutlich voranschreiten – und zwar im positiven Sinne. Contra Magazin prognostizierte bereits im Juni, dass die bilateralen Beziehungen zwischen Russland und dem Iran in naher Zukunft deutlich zum Positiven entwickeln werden. Das neue Transportprojekt um den Nord-Süd-Korridor umfasst eine Länge von 7.200 Kilometern und verbindet Nordeuropa mit den Golfstaaten sowie mit Indien.

Auch der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan stand in Baku auf der Tagesordnung. „Aus diesem Konflikt, der uns aus sowjetischer Zeit geblieben ist, sollten beide Völker als Sieger hervorgehen“, sagte Putin auf dem Treffen. Seit April 2016 ist der Konflikt um die abtrünnige Region Bergkarabach wieder entflammt und führte zwischen Armenien und Aserbaidschan zu schweren Kämpfen. Russland sah sich in diesem Konflikt stets als Vermittler und versuchte zwischen beiden Staaten zu schlichten.

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10 thoughts on “Baku: Russland, Iran und Aserbaidschan planen neuen Handelskorridor in der Region”

  1. Wenn man das alles so hört, wie sich- auf freiwilliger Basis- die Handelsbeziehungen entwickeln und Deutschland auf niedrigstem Helotenniveau- von wem auch immer!!!!- gehalten wird, könnte man fast neidisch werden.Russland wird sich überall Freunde machen, wenn alles ohne Druck und auf freiwilliger Basis abläuft. Da kann NATO und USrael-EU nichts dagegensetzen.

  2. Schön. Nur schade, daß China nicht dabei ist. Die legen bei solchen Treffen immer einen großen Scheck auf den Tisch. (Andererseits gehören ihnen dann auch halbe Staaten.)

  3. Schön zu sehen, wie sich wenigsten im eurasischen Teil des Globus die politischen Kontakte und wirtschaftlichen Entwicklungen ins Positive wenden, ganz ohne Krieg, ohne Terror und ohne Druck und Erpressungen. Solche Nachrichten wecken fast einen Hoffnungsschimmer, dass der bösartige US/EU-Staatsterrorismus doch noch in seine Schranken gewiesen werden kann.

  4. Putin ist nicht untätig gewesen. Gut so. Nun geht der Krug an Deutschland und Europa vorbei dank "glorreicher und vorausschauender" Regierungen der EU, ha, ha.

    Merkel und die EU haben alles mit einem Streich zertrümmert was Generationen aufgebaut haben. Nun werden wir schlicht abgehäng. Putin hat "alles" richtig gemacht, selbst die Türkei holt er ins Boot. es zeigt sich, dass der Dialog die Staaten voranbringt. Ohne widerliche Kriege, Terror, Mord und Totschlag.

    diese Entwicklung ist sehr zu begrüssen.

     

    1. Was willl man schon mit Schwachköpfen anfangen wie die Eu. Das Brot ist gegessen wenn man nichts im Hirn hat, jetzt bekommen sie die Quittung für ihren Größenwahn. Verbrechen besonders gegen das eigene Volk lohnen sich nicht. Nix mehr Heil Europa, die Merkel Diktatur bricht zusammen Tag für Tag und wir haben Glück wenn wir  diesen Wahnsinn heil überstehen.

      1. @ Walter

        So ist es.

        Nicht nur die Russen, sondern ganz Europa hat schon heute Putin viel zu verdanken, dass er noch nicht die Nerven verloren hat und sich durch die unglaublich frechen mörderischen Provokationen der Transatlantiker in einen Krieg mit atomaren Waffen hineinziehen hat lassen. Bleibt nur zu hoffen, dass er weiterhin standhaft sein kann und seine kluge weltmännische Politik weiter ausbaut.

        Um so beschämender sind die billigen verlogenen Polit-Aktivitäten der westlichen Politiker, die immer wieder versuchten und dies weiterhin tun werden, Putin und seine Politik in us-höriger Weise verlogen an den Pranger zu stellen.

  5. Wenn hier die Russen nicht einen Löwenanteil bekommen, obwohl sie bei diesem Projekt eigentlich nichts verkloren haben wird e für alle anderen lebensgefährlich.

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