Die Bilderberger muss man nicht wirklich mehr großartig vorstellen. Bei diesem Treffen kommen die Eliten von beiden Seiten des Atlantiks zusammen, um für die folgenden Monate die politischen und wirtschaftlichen Weichen zu stellen. Was dort beschlossen wird, betrifft uns alle, dessen sollten wir uns bewusst sein. Wer das Treffen negiert oder als Verschwörungstheorie bezeichnet, dem ist nicht mehr zu helfen. 

Von Andre Eric Keller

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Alles hat eine Geschichte, so auch dieses alljährlich wiederkehrende Ereignis. Widmen wir uns ausführlich dem Initiator und Ideengeber Józef Hieronim Retinger. Schon seit frühen Tagen an der Sorbonne in Paris, dachte Josef Retinger in einer größeren europäischen Einheit, sowohl im militärischen als auch im wirtschaftlichen Sinne. Zur selben Zeit galt sein Interesse auch der Leitung des Jesuitenordens. Er verbrachte einen großen Teil seiner Zeit damit diesen Zielen näher zu kommen. Retinger soll auch Agent des Vatikans gewesen sein, der als Verbindungsmann zwischen dem Papst und dem Jesuitenorden agierte.

Unter anderem schlug Retinger Premier Georges Clemenceau seinen Plan vor, Osteuropa unter Beteiligung und Verschmelzung von Österreich, Ungarn und Polen als Dreifach-Monarchie unter der Leitung des Jesuitenordens vereinigen zu wollen. Clemenceau hegte Zweifel an dem vom Vatikan inspirierten Plan und lehnte Retingers Vorschlag ab.

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Retingers politische Aktivitäten beschränkten sich nicht nur auf ein Vereintes Europa. Durch mehrmalige Reisen nach Mexiko spielte er dort in den 1920er Jahren eine Schlüsselrolle bei der Schaffung einer Gewerkschaftsbewegung. Aufgrund seines beispiellosen Erfolgs konnte er das Vertrauen der mexikanischen Regierung gewinnen. Er brachte Mexiko sogar dazu, die eigenen Ölvorkommen unter US-Kontrolle zu stellen. Die geheimen Verhandlungen mit Washington führte Retinger im Namen der mexikanischen Regierung.

Der umtriebige Retinger hatte auch eine aktive Kriegskarriere. Während des Zweiten Weltkriegs war er der politische Berater von General Sikorski, dem damaligen polnischen Premierminister und Oberbefehlshaber der polnischen Truppen. Er diente der in London ansässigen polnischen Exilregierung. Darüber hinaus sprang Retinger im Alter von 58 Jahren, in den von Deutschen besetzten Gebiet außerhalb Warschaus zur Lieferung von mehreren Millionen Dollar an die polnische Widerstandsarmee, mit dem Fallschirm ab.

Retinger, Sikorski und Zbigniew Brzezinski (erster Vorsitzender der von Rockefeller 1973 gegründeten Trilateralen Kommission) bildeten in der Geschichte der Neuen Weltordnung eine mächtige polnische Achse.

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Die Anfänge

In London fungierte Retinger während des Zweiten Weltkrieges auch als Verbindungsmann zu den anderen Exilregierungen und organisierte regelmäßige Treffen zwischen den Außenministern der europäischen Staaten. Auf diesen Konferenzen wurde das Nachkriegs-Zollabkommen zwischen den Benelux-Staaten geboren, ein Modell für die spätere Europäische Union. Am 8. Mai 1946 legte Retinger während einer Konferenz im „Chatham House“ des Royal Institute of International Affairs seine Haltung und Absichten in Bezug auf Europa dar: Die dauerhafte Lösung für Europa sei es, eine föderale Union zu schaffen, in der die Nationalstaaten nach und nach ihre Souveränität aufgäben.

Zu diesem Zeitpunkt war Retinger auch Generalsekretär der Economic League for European Cooperation (ELEC), aus der später das European Movement (Europäische Bewegung) hervorging. Leiter der ELEC war der belgische Premierminister Paul van Zeeland. Kurz nach seiner Londoner Rede machte Retinger die Bekanntschaft von William Harriman, der für ihn im Juli 1948 einen Aufenthalt in den USA arrangierte, finanzierte und Kontakte vermittelte. Die Gründung der Europäischen Bewegung (European Movement) war einer von Retingers größten Erfolgen in der europäischen Politik. Dieser führte nämlich zur Gründung des Europarates am 5. Mai 1949, mit Sitz in Straßburg.

Aufgrund seiner hochkarätigen Karriere war er in den 1950er Jahren in der Lage, Kontakte mit zahlreichen hochrangigen Militärs und Politikern zu knüpfen. Sein Hauptziel war es offiziell, die Welt in Frieden zu vereinen. Seine Friedensdividende war es jedoch, die Staaten unter der Kontrolle von übernationalen, mächtige Organisationen zu halten. Er glaubte auch, dass solche Organisationen immun gegen kurzfristige ideologische Konflikte zwischen Regierungen sein würden.

Für Retinger spielte die wirtschaftliche Ideologie eines Landes keine große Rolle. Er glaubte, dass diese Unterschiede in Einklang mit mächtigen multinationalen Organisationen gebracht werden können, die ihnen vorschrieben welche wirtschaftlichen und militärischen Strategien anzuwenden wären, wodurch eine Vereinigung und eine Bindung zwischen den Nationen entstehen würde. Retingers persönliche „linken“ Ansichten aus frühen Tagen überzeugten ihn, dass viele Führer der neu geborenen sozialistischen und kommunistischen Nationen dazu bereit wären, mit ihm zu sprechen. Darüber hinaus gab ihm sein kirchlicher Background eine Arena für den Dialog mit Menschen aus der politischen Mitte, die auch internationale Beziehungen pflegten.

Dennoch wusste Retinger, dass die Kontrolle über die Weltpolitik nicht ohne die Beteiligung der USA erreicht werden kann. Und so stieß er eine Kampagne für die Schaffung einer atlantischen Gemeinschaft an. Die Entwicklung Europas würde so ein wichtiges politisches Ziel für die amerikanischen Politiker, damit könne ein Rückfall Europas in eine politische Isolation verhindert werden. Mit diesem Gedanken setzte Retinger sorgfältig kalkulierend auf einen seiner späteren engsten und mächtigsten Freunde, Prinz Bernhard von den Niederlanden. Prinz Bernhard war zu der Zeit, eine wichtige Figur in der Ölindustrie und hielt eine wichtige Position bei der Royal Dutch Petroleum (Shell) sowie in der Société Générale de Belgique: ein mächtiger Weltkonzern.

Im Jahre 1952 schließlich bat Retinger seinen persönlichen Freund Paul Carl Rijkens, Vorstandsvorsitzender des niederländischen Margarine-Unternehmens Unilever, Vorstandsmitglied der Rotterdam Bank und ehemaliger Berater der niederländischen Exil-Regierung in London, ihm einen Termin bei Prinz Bernhard von den Niederlanden zu verschaffen. So trat Retinger mit dem Vorschlag an Bernhard heran, die NATO-Führung in einer offenen und aufrichtigen Diskussion an einer konspirativen Geheimkonferenz über internationale Angelegenheiten hinter verschlossenen Türen zu beteiligen, an der auch die Elite aus Adel, Hochfinanz, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Geheimdienst und Militär teilnehmen soll.

Das Treffen würde jeden Teilnehmer erlauben, seine Meinung frei zu äußern, denn am Treffen selbst würden keine Medienvertreter anwesend sein, keine Nachrichtensendung würde je über das Treffen oder die Themen berichten. Würden undichte Stellen auftreten, würden die Journalisten entmutigt darüber zu schreiben…

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2 KOMMENTARE

  1. Liebes Contra Magazin könnt ihr endlich diese Seite mit den Abbildungen dieser Horrorgestalten rausnehmen. Diese drei Fratzen machen mir wirklich Probleme. Bitte Bitte Bitte

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