Saudi-Arabien will die Wirtschaft grundlegend umbauen und zu einem hochentwickelten Industrieland werden. Dazu sollen auch westliche Konzerne in das wahhabitische Königreich kommen – inklusive der Zulieferer.

Von Redaktion/dts

Saudi-Arabien steht vor einem grundlegenden Umbau seiner Wirtschaft. "Wir wollen die Voraussetzungen dafür schaffen, ein hochentwickeltes Industrieland zu werden. Unsere Vorbilder sind Länder wie Deutschland, Japan oder Südkorea", sagte der saudi-arabische Energieminister Khalid Al-Falih dem "Handelsblatt". Al-Falih ist zugleich Chairman des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco, des größten Ölkonzerns der Welt.

Der Minister will sein Land von den Öleinnahmen unabhängig machen. "Die starke Abhängigkeit des saudi-arabischen Staatshaushalts von Saudi Aramco hat mir lange Sorgen bereitet. Es ist richtig, dass sich die Regierung schrittweise aus dieser Abhängigkeit lösen will."

Al-Falih setzt beim Umbau des Landes auf das Ausland: "Westliche Unternehmen spielen die Schlüsselrolle", sagte er und verwies dabei auf Siemens. "Siemens ist ein gutes Beispiel für die fruchtbare Zusammenarbeit mit einem deutschen Unternehmen", sagte der Minister. Die saudische Regierung spricht aber auch gezielt den Mittelstand an: "Am besten sollten auch die Zulieferer zu uns kommen. Wir stellen gerne ein attraktives Umfeld für diese Unternehmen bereit."

Al-Falih stellte eine behutsame kulturelle Öffnung des Landes in Aussicht: "Wir wollen in Abwägung mit unserem Erbe, unserer Kultur und unserer Religion den Menschen ermöglichen hier zu entspannen, ihre Kinder großzuziehen, Unterhaltung zu genießen, Shoppen zu gehen und ihr hier hart verdientes Geld auszugeben", sagte der Minister. Zugleich warnte er vor den Folgen anhaltend niedriger Ölpreise. Das aktuelle Ölpreisniveau führe dazu, "dass nicht genügend Einnahmen generiert werden und damit investiert werden kann", sagt Al-Falih dem "Handelsblatt".

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Der Preisrückgang habe bereits "zu verringerten Investitionen und zu einem erheblichen Rückgang des Ölangebots" aus bestimmten Quellen geführt. "Wir brauchen einen höheren Preis als 50 Dollar, um langfristig ein Gleichgewicht zu erreichen", sagte der Minister. Das Optimum liege "irgendwo zwischen" 110 Dollar, die vor einigen Jahren gezahlt wurden, und dem heutigen Wert von 50 Dollar, sagte der Minister.

Saudi-Arabien bekennt sich auch zum Klimaschutz. "In der Klimaschutzfrage und beim in Paris geschlossenen Klimaschutzabkommen ist Saudi-Arabien jetzt voll an Bord. Der Eindruck, dass Saudi-Arabien sich den Klimaschutzzielen verweigert, ist absolut falsch", sagte Khalid Al-Falih. Bislang galt sein Land wegen der hohen Abhängigkeit von den Öleinnahmen als einer der Blockierer im internationalen Klimaschutzprozess. Saudi-Arabien ziehe bei den Beschlüssen des Pariser Klimagipfels "voll mit" und integriere diese in den Staatsreformplan "Vision 2030", in dem die Regierung den Umbau des Landes skizziert.

"Wir stehen voll zu den Klimaschutzzielen, werden unsere zu starke Ölabhängigkeit deutlich verringern und unsere Wirtschaft völlig umbauen", sagte er. Eine Schüsselrolle spielen die erneuerbaren Energien. "Wir werden Öl durch Erdgas ersetzen, wir werden gleichzeitig den Anteil der Erneuerbaren an unserer Energieversorgung erheblich erhöhen. Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen sind dabei im ersten Schritt vordringlich, mittelfristig setzen wir auch auf Kernkraftwerke", sagte der Minister.

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14 thoughts on “Wirtschaft: Saudi-Arabien kündigt radikalen Wandel an”

  1. Saudi als deekadentes System muss nicht auf den Westen höffen, welcher selber vor der Kante steht, es geht mit der Erdölverbrennung zuende, außerdem hat Saudi bereits den peak oil erreicht. Es gibt weltweit genug naive Menschen, welche gerne einen Koran aus Saudi kaufen, das wird deren Zukunft.

  2. Aus dem Artikel: Al-Falih stellte eine behutsame kulturelle Öffnung des Landes in Aussicht: „Wir wollen in Abwägung mit unserem Erbe, unserer Kultur und unserer Religion den Menschen ermöglichen hier zu entspannen, ihre Kinder großzuziehen, Unterhaltung zu genießen, Shoppen zu gehen und ihr hier hart verdientes Geld auszugeben“, (Ende Zitat)
    Und hier mal ein ganz aktueller Stimmungsbericht, damit der Weiße ahnt, was ihn erwartet:
    http://mobile.nytimes.com/2016/07/11/world/middleeast/saudi-arabia-islam-wahhabism-religious-police.html?action=click&contentCollection=Europe&module=Trending&version=Full&region=Marginalia&pgtype=article&referer=http://spengler.atimes.net/viewtopic.php?f=3&t=22854&start=310

  3. Ja Moment, dann flüchten ja die Flüchtlinge doch in die falsche Richtung, die Fachkräfte auf die, die Deutsche Wirtschaft wartet, kommen aus Afrika,Irak und Syrien.  😉

    Ja wenn das Öl zu neige geht, kann man natürlich auch sowas, wie das folgende Zitat sagen:

     

    "Wir stehen voll zu den Klimaschutzzielen, werden unsere zu starke Ölabhängigkeit deutlich verringern und unsere Wirtschaft völlig umbauen", sagte er. Eine Schüsselrolle spielen die erneuerbaren Energien. "Wir werden Öl durch Erdgas ersetzen, wir werden gleichzeitig den Anteil der Erneuerbaren an unserer Energieversorgung erheblich erhöhen. Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen sind dabei im ersten Schritt vordringlich, mittelfristig setzen wir auch auf Kernkraftwerke"

     

     Erkenne ich da einen US- Amerikanischen Fußabdruck?

     

    Der Preisrückgang habe bereits "zu verringerten Investitionen und zu einem erheblichen Rückgang des Ölangebots" aus bestimmten Quellen geführt. "Wir brauchen einen höheren Preis als 50 Dollar, um langfristig ein Gleichgewicht zu erreichen", sagte der Minister. Das Optimum liege "irgendwo zwischen" 110 Dollar, die vor einigen Jahren gezahlt wurden, und dem heutigen Wert von 50 Dollar, sagte der Minister.

     

     

  4. Saudi-Arabien will die Wirtschaft grundlegend umbauen und zu einem hochentwickelten Industrieland werden. Dazu sollen auch westliche Konzerne in das wahhabitische Königreich kommen – inklusive der Zulieferer.

    Ich lach mich schlapp! Glaubt dieses massendmordende Verbrechergesindel wirklich, dass sich auch nur ein Mensch aus westlichen Zivilisationen in ein Land von Schlächtern bewegen wird, in dem man ständig in der Angst leben muss wegen irgendeinen dämlichen Scheiß gesteinigt oder gar getötet zu werden, z. B. wenn sich nicht dem verkackten Glaubensdiktat der Herrscherclique anschließt?

    Die Todesstrafe wird in Saudi Arabien für eine ganze Reihe von Delikten verhängt und vollzogen: Mord, Vergewaltigung, bewaffneter Raubüberfall, Hochverrat, Drogenhandel, Ehebruch, Entführung, Gotteslästerung und Hexerei. Die meisten dieser Verbrechen wurden traditionell, auf Grund des islamischen Rechts der Scharia, verhängt. Im März 1987 billigte der König einen Gesetzesvorschlag der Beratenden Versammlung, die Todesstrafe für die Einführung von Drogen in das Land zu verhängen. 1988 wurde die Todesstrafe für Sabotage- akte eingeführt, sowie für Verbrechen von Personen, die “korrupt auf Erden” sind. Zu letzteren gehört beispielsweise die Anwendung von Zauberei oder die Führung eines Bordells. [Quelle: http://www.todesstrafe.de/todesstrafenatlas_Saudi%20Arabien.html%5D

    Dieses im Moment noch relativ reiche Verbrechergesindel wird eine ganz harte Landung erleben. Dämlich wie Hühnerkacke und mit USrael kooperierend hätten sie besser nicht der Agenda 2030 – beide auf der Klimalüge basierend! – zugestimmt die fossile Brennstoffe ab 2050 verbietet!

    Hol euch der Teufel, VSE, am besten noch heute! Das erspart euch vielleicht sogar das Schicksal der Syrier, die gerade lernen, was die jüdischen Zionisten mit dem Yinon-Plan vorhaben.

    1. @ Lrak Liad

      ….Hol euch der Teufel, VSE, am besten noch heute! Das erspart euch vielleicht sogar das Schicksal der Syrier, die gerade lernen, was die jüdischen Zionisten mit dem Oded Yinon Plan vorhaben!

      —————–

      Was die Meisten nicht wissen, die sog. 'Saudi Royal Family' (Usurpatoren auf dem Königsthron des Hedschas mit Hilfe der  krypto-jüdischen Wahabis) sind Krypto-Juden. Ursprünglich stammt die Familie aus Basra, am persischen Golf.

      Infos hier:

       https://www.google.es/webhp?sourceid=chrome-instant&ion=1&espv=2&ie=UTF-8#q=the%20saudi%20royal%20family%20are%20crypto-jews

  5. Ein Volk das Jahrzehnte lang vom Staat subventioniert wurde und auf der faulen Haut lag, wird das wohl kaum kurz oder mittelfristig bewerstelligen koennen. Naja ausser man holt sich europaeische Arbeiter aber die werden sehr teuer sein.

  6. Saudi-Arabien steht vor einem grundlegenden Umbau seiner Wirtschaft. "Wir wollen die Voraussetzungen dafür schaffen, ein hochentwickeltes Industrieland zu werden. Unsere Vorbilder sind Länder wie Deutschland, Japan oder Südkorea", 

    ———–

    Der Brüller des Tages! Womit wollen DIE das denn schaffen?

    Die bringen bislang ja noch nicht mal einen einzigen Öltropfen ohne westl. oder chinesischen know how aus dem Wüstensand. 

    Bei den Islam-Radikalinskis gilt doch als absolute Richtschnur der 'göttliche Koran' und die Sira (das Leben) des großen 'Gesandten' Mohammed, der ja bekanntlich der größte Wissenschaftler aller Zeiten war.

    Der Arab Human Development Report deckt die katastrophale Bildungs- und Wissenschaftslage in den arabischen ähäm…'Kulturländern' schonungslos auf:

    Arab Human Development Report – Die katastrophale Lage der islamischen Nationen

    http://www.arab-hdr.org/publications/other/ahdr/ahdr2002e.pdf

    Wissen wird in der Region immer noch in archaischer Form verbreitet. Wie im Koran, dessen Kapitel, Suren genannt, frei jeder Systematik, ohne Erzählstruktur und Dramaturgie verfasst sind und nicht einer logischen Gliederung folgen, sondern ganz simpel nach ihrer Textlänge sortiert sind. Wie in den Predigten und Schriften von Yusuf Al-Qaradawi, der jenseits einer erkennbaren dogmatischen Logik den Selbstmordterror der palästinensischen Hamas als heilige Märtyrertaten preist, während er den Al-Kaida-Terror gegen die Amerikaner ablehnt. 

    Die Wissensfeindlichkeit ist messbar: In den siebziger Jahren übersetzte die gesamte arabische Welt nur ein Fünftel so viele Bücher wie das kleine Griechenland. In den achtziger Jahren wurden, auf eine Million Menschen gerechnet, innerhalb von fünf Jahren nur 4,4 Bücher übersetzt. In Ungarn waren es 519, in Spanien 920. Derzeit fallen laut Buchmarktstatistiken der Frankfurter Buchmesse auf den arabischen Raum nur 0,4 Prozent der Lizenzvergaben deutschsprachiger Titel.

    Auch die eigene Wissensproduktion ist gering. Während die USA im Jahr 1991 mehr als 100  000 Neuerscheinungen herausbrachten, kam der arabische Buchmarkt mit 6500 Editionen aus. Beispiel Tunesien: 10 Millionen Einwohner, 26,8 Prozent Analphabeten. 2003 wurden 1383 Bücher produziert, der Löwenanteil davon waren Kinder- und Schulbücher. Zwischen 2004 und 2008 wurde kein einziger deutschsprachiger Titel in Lizenz übersetzt. In der marokkanischen Nationalbibliografie wurden zwischen 2007 und 2009 nur 172 neue Titel angezeigt. In Jordanien existieren nur unzuverlässige Statistiken über die Buchwelt. In Ägypten wurden 2008 vier deutschsprachige Bücher in Lizenz übersetzt. Die Buchimporte sanken. Selbst religiöse Literatur, die den Löwenanteil der Produktion ausmacht, ist nicht systematisch verfügbar. In der Bibliothek der Universität von Katar, der Hochschule des Gelehrten Al-Qaradawi, kann nur ein einziges seiner Werke ausgeliehen werden. 

    «Es gibt keine Hoffnung», sagt der Entwicklungsexperte Abdul Aziz Al-Muqaleh, «wo der Analphabetismus nahezu jeden ernsthaften Versuch zerstört, aus dem Tunnel der Entfremdung von der modernen Epoche zu entkommen.»

     

    1. Ist zwar Or, aber irgendwie hängt ja alles miteinander zusammen:

      54!!!

      54. Das ist die Anzahl der Flüchtlinge, die deutsche DAX-Unternehmen in den vergangenen Monaten eingestellt haben,wie die FAZ erfahren hat . Also etwa jeden 28 000 der rund 1,5 Millionen Flüchtlinge, die seit dem vergangenen Jahr ins Land kamen. 50 der 54 arbeiten übrigens für die Deutsche Post.

      WiWo: Flüchtlinge! Die deutsche Einwanderungspraxis ist eine Farce

      http://www.wiwo.de/politik/deutschland/fluechtlinge-die-deutsche-einwanderungspraxis-ist-eine-farce/13851380.html

    1. Erdöl ist (mit moderner Chemie und Physik) ebenso ersetzbar, wie der Treibstoff im Tank? Es sei denn, er wäre elektrisch! Denn den muß man auch erst produzieren?

  7. Die Situation in Saudi Arabien ist genau so fragi, wie hier oder in den USA. Auch in Saudi arabien, warten Kreise auf die Gunst ihrer Stunde. Das Königshaus hält sich nur mit Gewalt, wie Hinrichtungen, an der Macht.

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