USA: Trump ist für die Anerkennung der Krim als ein Teil Russlands

Die Tatsache, dass der Kandidat der Republikaner für die Wahl zum US-Präsidenten im Gegensatz zur Demokratin Hillary Clinton einen eher pro-russischen Kurs in der künftigen US-Außenpolitik einschlägt, ist bekannt. Nun setzt Trump noch einen drauf und verspricht, dass er im Falle seiner Wahl die Krim als einen Teil von Russland anerkennen wird. Alles nur leere Versprechen?

Von Christian Saarländer

Auf einer Pressekonferenz im US-Bundesstaat Florida äußerte sich Trump im Hinblick auf die Krim-Frage und zu den Sanktionen gegen Russland, die seit der Ukraine-Krise 2014 andauern. Wie die Moskauer Nachrichtenagentur RIA Novosti berichtet, will der Republikaner die Krim im Falle seiner Wahl als einen Teil des russischen Territoriums anerkennen und die Sanktionen gegen Russland aufheben. Ob er Wort hält wird sich allerdings nur im Falle eines Wahlsieges zeigen.

In Russland begrüßte man Trumps Äußerung, aber gleichzeitig wurden auch Zweifel an seinem Wahlversprechen geäußert. Zu Recht, denn vor der Wahl wird immer viel versprochen, aber nach der Wahl sieht dann vieles anders aus. Der amtierende Präsident, Barack Obama, versprach vor seiner Wahl 2012 ebenfalls, dass er die Beziehungen zu Moskau verbessern will, dabei rumgekommen ist allerdings nur wenig. Allerdings hat Obama ja noch ein paar Monate Zeit, um sein Wahlversprechen im Hinblick auf die Beziehungen zu Moskau zu realisieren.

Bei einer Wahl von Hillary Clinton dürfte der Konfrontationskurs mit Russland weitergehen. Zu beachten ist allerdings auch, dass das offizielle Programm der Republikaner das Gegenteil von Trumps Äußerungen beinhaltet.

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Am 19. März 2014 stimmten weit über 90 Prozent der Krim-Bewohner für den Beitritt zu russischen Föderation, nachdem die Regierung in Kiew durch extremistische Kräfte und unter tatkräftiger Mithilfe des Westens gestürzt wurde. So oder so, Russland wird sich auch in naher Zukunft nicht von den Amerikanern vorschreiben lassen, was sie zu tun oder zu lassen haben. Gleiches gilt auch für die Bewohner auf der Krim, die sich seit eh und je zu Russland gehörig fühlten. Allerdings ist auch nicht zu verleugnen, dass Russland eher Trump als Clinton befürwortet, nachdem die Demokratin bislang eher durch aggressive Töne gegenüber dem Kreml von sich reden machte.

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13 Kommentare

    1. Hallo Sachsenmädel, ich sehe es auch so, er ist das kleinere Übel. Was er jetzt sagt und was dann falls er Präsident wird  macht, wird sich zeigen. Abergenüber der Clinton klingt er schon wie eine Friedenstaube.

    2. sehe ich auch so mädel, doch kann er sich durchsetzen? ich meine gegen seine eignen hardliner,die nsa und cia scheinen doch schon ein eigenleben zu haben und nicht mehr dem präsidenten zu dienen.manches an amerikanischer aussenpolitik legt mir diese gedanken einfach ins hirn.

  1. hehehehe…gerade noch im letzten Absatz die Kurve gekriegt Herr Saarländer :-)))

    Ich wolte schon loslegen, denn es ist mittlerweile erschreckend zu beobachten, wie sich dieses "Annektions-Dauerfeuer" der Propagandamaschine in den Köpfen selbst kritischer Zeitgenossen breitgemacht hat !

    Ich bekomme nun nach diesen 2 Jahren der Begriffsvergewaltigung schon einen Adrenalinstoss, wenn jemand das Wort Annektion im Zusammenhang mit der Krim in den Mund nimmt^^^^

    Hoffe ja inständigst, dass ich mich lange genug beherrschen kann und keinem dieser Marktschreier zum Thema Krim, einmal mit dem Duden in der Hand ihm die Begriffsdefinition von "was ist eine Sezession und was ist eine Annektion" in sein Gehirn zu klopfen :-))

    1. p.s.: wahrscheinlich käme ich damit sogar in das Guinness Book, als der einzige welcher jemals eine Gehirn-Op mit einem Duden versucht hat ^^^(ok sorry Ironie oder leicht schwarzer Humor^^)

    1. Dieser Mensch hat erkannt, daß eine Konfrontation mit Rußland keinen Sinn ergibt. Wird Zeit, daß die scwarze Schwuchtel abtritt.

  2. Die Krim ist doch Ostküstenamerika im Grund genommen scheißegal.Das ist doch nur ein möglicher Rehtfetigungsgrund für einen Angriffskrieg,wie sämtliche Provokationen um Russland herum.

  3. Wie Donald gebaut ist macht er nichts ohne Gegenleistung. Vielleicht erreicht er mit der Anerkennung der Krim als Teil Rußlands, die eigentlich immer zu Rußland gehörte, und nur durch ein rauschhaftes Chrustschowerlebenis an die Ukraine abgetreten wurde, die Erlaubnis für amerik. Freundschaftsbesuche zu erteilen, was jedenfalls besser ist als den Krieg im Donbass fortzusetzen. Letztendlich erkennt Donald Trump, als kalkulierender Geschäftsmann, daß bei eine Fortsetzung des Donbasskonflikts den Ruin, nicht nur der finanziell angeschlagenen 'EU' ins Hause steht, sondern auch ein weiteres Milliarden US$ Dollar Loch in die Bilanz der U.S.A. reißen wird.

  4. Stoßgebet eines deutschen konservativen und christlichen Bürgers in seiner höchsten Not. Oh heiliger Trump hilf uns von allem Übel in dieser Welt und verschone nicht die Peiniger des deutschen Volkes, denn diese wollen uns verderben bis in alle Ewigkeit, amen!

  5. »So oder so, Russland wird sich auch in naher Zukunft nicht von den Amerikanern vorschreiben lassen, was sie zu tun oder zu lassen haben.«

    Richtig! 

    Ein vielleicht passendes Bild fiel mir soeben dazu ein:

    Von Jericho ging Elischa hinauf ins Bergland nach Bet-El. Da kam aus der Stadt eine Horde Jungen, die machten sich über ihn lustig und riefen von oben herab: »Komm zu uns herauf, Glatzkopf! Komm zu uns herauf, Glatzkopf!«
    Elischa schaute sich um, und als er sie erblickte, verfluchte er sie im Namen des HERRN. Im selben Augenblick kamen zwei Bären aus dem Dickicht und zerrissen zweiundvierzig von ihnen. – 2. Kön 2. 23-24

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