US-Raketenabwehr in Südkorea sorgt für chinesische Proteste

Nicht nur in Osteuropa gegen Russland, auch in Südkorea gegen China, so agieren die USA mit ihren Raketenabwehrsystemen außerhalb ihres eigenen Territoriums, um ihre eigenen Hegemonialansprüche zu verteidigen.

Von Marco Maier

Nachdem die USA und Südkorea gestern in einer Erklärung bekannt gaben, dass sie im Süden der koreanischen Halbinsel ein amerikanisches Raketenabwehrsystem installieren, regt sich in Peking massiver Protest. Offiziell gegen Nordkorea gerichtet, weiß jedes Kind, dass Washington damit auch China im Visier hat. Mit den Chinesen liegen die Amerikaner derzeit unter anderem auch wegen des Territorialdisputs im Südchinesischen Meer im Clinch.

"Dies ist eine wichtige Entscheidung der Republik von Südkorea (…) Nordkoreas fortgesetzte Entwicklung ballistischer Raketen und Massenvernichtungswaffen erfordern, dass die Allianz diese umsichtige, Schutzmaßnahme vornimmt, um unsere geschichtete und effektive Raketenabwehr zu stärken", zitiert die New York Times den US-General Vincent K. Brooks, der sich natürlich ausschließlich gegen Nordkorea wendet. Offen zuzugeben, dass man auch China "abschrecken" will, liegt nicht im diplomatischen Interesse Washingtons. Ein ähnliches Schema verfolgen die USA auch in Osteuropa, wo das eigentliche Ziel Russland offiziell nicht genannt wird.

Doch die Volksrepublik China sieht dies anders und drängt auf eine Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel und zur Wiederaufnahme der Sechs-Parteien-Gespräche (Nord- und Südkorea, China, Russland, USA und Japan). Das chinesische Verteidigungsministerium forderte Washington und Seoul nach ihrer Vereinbarung auf, den Prozess der Stationierung zu stoppen. Das Raketenabwehrsystem werde den strategischen Sicherheitsinteressen der Länder in der Region, darunter auch China, ernsthaft schaden. "Die chinesische Seite drückt hiermit ihre starke Unzufriedenheit und entschiedene Ablehnung zum Ausdruck", zitiert die New York Times das Ministerium.

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Proteste über die Stationierung gab es auch in der südkoreanischen Bevölkerung. Diese befürchten einerseits gesundheitliche Schädigungen durch die starken Radarsignale, andererseits haben die Menschen Angst davor, so zum Ziel nordkoreanischer Raketen zu werden.

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Das sogenannte "Terminal High-Altitude Area Defense"-System (THAAD), welches in Südkorea installiert wird, wurde von Lockheed Martin dafür entwickelt, Kurz- und Mittelstreckenraketen abzufangen und weist nur ein begrenztes Potential gegen Interkontinentalraketen auf. Die Reichweite des Systems beträgt in etwa 200 Kilometer, die maximale Flughöhe der Abwehrraketen rund 150 Kilometer.

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10 Kommentare

    1. und ich hoffe Putin läßt jede Menge Atompilze in den USA wachsen. Jedem das, was ihm gebührt. Kein Land hat soviel Schuld auf sich geladen, kein Land ist so verlogen und korrupt.

       

      1. so ist es, wenn schon krieg, dann dürfen die usa in ihrem eigenen land nicht davon verschont bleiben. krieg und zerstörung immer nur in andere länder tragen, diese zeiten müssen vorbei sein. 

      2. Ich bin dabei! 

        Keine Nation hat so viel SCHLECHTES auf diese Welt gebracht und so viel Not und Leid. Scheinbar bekommen die aber den Halz nicht voll genug. Ich wünsche den WELTTYRANNEN alles Schlechte!
        Boukott und Imbargo gegen diese MÖCHTEGERN Weltmacht!

         

    2. Hoffentlich wird die USA dabei vernichtet, laut irlamaier ist es ja so. 

       

      Dann bleibt dem Planeten etwas erspart. Dieses Geschwuer USA, das verbloedete Pack gehoert weg.

  1. Diesen verrückten US-Psychopathen gehört mitten eine in die Fresse! Dieses verblödete Volk ist schon so weich in der Birne! Die US-Kriege sind alle auf Lügen aufgebaut, jeder weiß es keiner sagt was, echt Scheiße!

     

      1. …oh ja…da wuerden ganze Vølker erleichtert aufschreien und spontane Strassenumzuege veranstalten hehe…."Das Schwein ist tot" ^^ Man darf ja noch træumen….

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