Schwangere Frau.

Die Werbung verheißt viel Positives, durch die Einnahme von Multivitaminpräparaten während der Schwangerschaft. Doch im Endeffekt geht es hierbei nur um Geldmacherei der Pharmakonzerne.

Von Marco Maier

Die Pharmakonzerne, die mittlerweile mehr Geld in die Werbung für ihre Produkte und in den Lobbyismus als in die Forschung stecken, haben natürlich schon längst die Schwangeren als Zielgruppe entdeckt. Denn während der Schwangerschaft benötigt der weibliche Körper deutlich mehr Vitamine und Spurenelemente, weil ja auch das werdende Leben mitversorgt werden muss.

Also wird den Frauen verklickert, sie müssten entsprechende Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen, um ja keine Mangelerscheinungen auftreten zu lassen. Solche Multivitaminpräparate, die oftmals 20 oder mehr Vitamine, sowie diverse Mineralstoffe enthalten, werden dementsprechend angepreist – und natürlich auch zu hohen Preisen verkauft. Doch nötig ist das im Normalfall nicht.

Immerhin basieren die Werbeslogans der Konzerne für diese Produkte oftmals auf reinen Beobachtungsstudien, die zudem in Ländern mit geringem Einkommen durchgeführt wurden. Länder, in denen Unter- oder Mangelernährung deutlich weiter verbreitet sind als hierzulande. Das wird natürlich verschwiegen. Dementsprechend kritisch berichtet auch das britische Monatsmagazin "Drug and Therapeutics Bulletin" über diese Produkte.

Die Autoren des Berichts verweisen unter Berufung auf eine kritische Prüfung jener Daten, auf denen die Nahrungsergänzungsempfehlung für Schwangere basiert, dass lediglich Folsäure und Vitamin D nachweisbar wirksame und positive Nahrungsergänzungen für Schwangere seien. Doch auch mit einer entsprechend ausgerichteten Ernährung können Schwangere entsprechend vorsorgen. Insbesondere der Konsum von Salat, Spinat, Brokkoli, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten und Nüssen kann hierbei helfen.

Im Endeffekt kann man getrost sagen: Frauen, verzichtet auf die ganzen Vitaminpräparate in der Schwangerschaft, so lange sie aufgrund von Mangelernährung nicht vom Frauenarzt vorgeschrieben werden und konzentriert euch eher auf eine ausgewogene Ernährung, die auch Folsäure und Vitamin D mit sich bringt. Das Geld für die teuren Präparate kann für sinnvollere Ausgaben verwendet werden.

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7 KOMMENTARE

  1. Herr Maier, die Blutuntersuchungen, die ein Frauenarzt (auf Kasse) bei Schwangeren durchführen lassen kann, sind nicht ausreichend genug, Mangelsituationen an benötigten Vital-und Mineralstoffen auszuschließen. Weiterhin werden Sie keinen in Ernährungs- und Vitalstofffragen ausreichend ausgebildeten Schulmediziner antreffen, der  Mangelsituationen bei Schwangeren, die sich "ausgewogen" ernähren, ausschließen wird. (die Betonung liegt hier auf ausreichend ausgebildet).  Die Sprechblase -"ausgewogene Ernährung"- ist absolut nichtssagend, weil Nahrungs-und Lebensmittel aus industrieller Fertigung oder konventionellem Landbau nicht mehr ausreichend über die notwendigen Vitalstoffe verfügen. Z.B. vermindert die Lagerzeit nach der Ernte die wenigen vorhandenen Vitamine, ein anschließender Kochvorgang zerstört weitere ( Folsäure). Das angesprochene Vitamin D ist  beim überwiegenden Teil (Studienergebnissen nach bei 70-90%) der Bevökerung in unseren Breiten in der "dunklen Jahreszeit" ein Mangelvitamin, von Oktober bis März bildet der Organismus aufgrund der nicht ausreichenden Intensität der UVB-Strahlen dieses sehr wichtige "Prohormon" nicht mehr, der Körper zehrt von evtl. im Fettgewebe und in der Leber gespeicherten Resten. Eine Blutuntersuchung diesbezüglich muss die Patientin selbst bezahlen, eine ausreichende Zufuhr über die Nahrung ist nur in den seltensten Fällen angesagt (wer nimmt schon täglich Dorschlebertran zu sich oder konsumiert täglich Seefisch). —  Ich rate einer Schwangeren, ihren Arzt, der ihr eine "ausgewogene Ernährung" empfiehlt, beim nächsten Besuch diese "ausgewogene Ernährung" doch einmal näher (und speziell für ihre Situation) erläutern zu lassen. Da kommen Defizite zu Tage, die darauf schließen lassen, der Arzt hat überhaupt keine Ahnung, wovon er spricht. – Präperate zur Nahrungsergänzung sollten von einem diesbezüglich umfassend informierten Fachmann in Verbindung mit dem Frauenarzt abgestimmt und angeraten werden, allerdings bin ich nicht sicher, ob die Krankenkassen die Kosten für umfangreiche Blutanalysen und Beratungen tragen, meine Erfahrung sagt mir, das das NICHT der Fall ist. Und teuer müssen diese evtl. Ergänzungen nicht sein, lediglich viele der von den Pharmakonzernen auf den Markt gebrachten NEM ziehen hohe Kosten nach sich (und bringen dem behandelnden Arzt ein Zubrot).

  2. Unverschämte Geldmache?! Naja, was würden  Sie tun, wenn Sie beim Ihrem Arzt sind und dieser sagt, es droht eine mangelversorgung an Nährstoffen? Wäre Ihre Antwort wirklich, dass dies nur eine Geldmache sei? Ich denke nicht in manchen Fällen ist es weit mehr. Ich habe bsp. während meiner Schwangerschaft Velnatal eingenommen, da genau dies der Fall war. Und was bei einer mangelversorgung alles passieren kann ist ja vielen bekannt. Meine Tochter ist nun gesund auf die Welt gekommen und ich bin der festen überzeugung, dass auch dieses Nahrungsergänzungsmittel dazu beigetragen hat.

    • @Franziska   ….   Auch von mir natürlich "Gratulation zu ihrer gesunden Tochter"…..

      aber weshalb sollte das Wort "Nahrungsergänzung" sich nur auf pharmazeutische Produkte beziehen ? Wer sagt das ? Einzig und alleine genau die Werbung der Pharmarießen !

      Nahrungsergänzung kann genauso durch Beifügen von eben jenen Nahrungsprodukten zu ihrer täglichen Ernährung erfolgen, worin eben genau diese fehlenden Stoffe enthalten sind.

      Da liegt des Pudels Kern, dass eben die Pharma mittels Werbung suggeriert es würde dies nur mittels ihrer künstlich erzeugten Produkte möglich sein und genau darin liegt die "Geldmache".

      (p.s.: sorry liebe Franziska, soll bitte keinerlei dumme Anmache sein; ich hab da so einen Nebenjob wo ich fürs Marketing zuständig bin und meine Nichte hat vor ein paar Wochen im Bereich Marketing sponsioniert 🙂 )

    • @franziska;Unverschämte Geldmache?! Naja, was würden  Sie tun, wenn Sie beim Ihrem Arzt sind und dieser sagt, es droht eine mangelversorgung an Nährstoffen?

       

      ANTWORT: Nachdenken,dass dürfte für Sie aber ein Fremdwort sein-ALLE MACHT DEN FRAUEN………….Ha ha ha–Tussi?????????????

  3. Pro und Kontra.

    Bettschlampe, die weder kochen, noch Kaffee bereiten kann – gegen Frau, die mit Liebe kocht? Eine gesunde vitaminreiche Ernaehrung beginnt bereits vor der Zeugung.

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