Russland und China halten gemeinsam Marineübungen ab. Bild: © Sputnik/ Vitaliy Ankov

Russland zeigt mit einer symbolischen Aktion, dass es die Volksrepublik China in Sachen Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer unterstützt. Beide Länder wollen mit einer gemeinsamen Marineübung im September dort Zusammenhalt demonstrieren und den Amerikanern den "Stinkefinger" zeigen.

Von Marco Maier

Am 12. Juli beschloss der Ständige Gerichtshof in Den Haag der (von Washington angetriebenen) Klage der Philippinen bezüglich der Gebietsstreitigkeiten im Südchinesischen Meer zuzustimmen und der Volksrepublik China die Ansprüche zu verwehren. China weigert sich jedoch den Spruch anzuerkennen und beharrt weiterhin auf bilaterale Verhandlungen.

Nun kommt weiter Bewegung in die Sache: Rund zwei Wochen nach dem Richterspruch kommt die offizielle Bestätigung aus Peking, dass China und Russland im September eine "routinemäßige" Marineübung im Südchinesischen Meer abhalten werden. Allerdings ist klar, dass sowohl Peking als auch Moskau damit ein gemeinsames Signal an Washington senden wollen: Wir stehen zusammen! Vor allem jedoch will China den Amerikanern sagen: "Wir haben hier das Sagen (und Russland an unserer Seite, also könnt ihr uns gepflegt mal…)!"

Erst im vergangenen Jahr hatten beide Staaten gemeinsame Marineübungen im Japanischen Meer und im Mittelmeer abgehalten. Damals wie heute heißt es seitens der Regierungen Chinas und Russlands: "Diese Übung ist nicht gegen Drittstaaten gerichtet". Und ja, das sind sie nicht. Beide Länder befinden sich derzeit geopolitisch eher in einer Defensivposition und sehen sich massiven Anfeindungen aus der "westlichen Welt" gegenüber. Insofern sind diese Manöver auch nicht als Offensive gedacht, sondern vielmehr als Defensive. Einfach auch um potentiellen Angreifern zu zeigen, dass man sich da nicht nur mit einem Staat anlegt, sondern gleich mit zweien, die zudem zusammen über eine starke und effektive Streitmacht verfügen und dementsprechend eine "harte Nuss" sein werden.

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9 KOMMENTARE

  1. Die Asiaten rund um das Südchinesische Meer sind schon dabei, sich abzufinden. Die Philippinen werden noch ein wenig endlos mit Peking verhandeln und dann irgendein Durchfahrts- und Fischfangrecht ihren Leuten als großen Erfolg präsentieren. Die Vietnamesen spielen nach Innen auch die harten Kämpfer, während sie Peking weiter den Bauch pinseln. Nur daß bei ihnen die VSA jetzt neu als Partner auftreten, die auf den Philippinen schon ewig fünf Stützpunkte haben. Joe Biden hat vor gut zehn Tagen den Australiern versichert, daß auch unter Trump weiter am Aufbau einer starken Flottenpräsenz bis 2020 gearbeitet werden wird. Es geht also weiterhin um China und Rußland. Die Inseln und Pjöngjang sind guter Vorwand.

    Daß die Russen sich in den Inselstreit hineinziehen lassen, glaube ich nicht. Kein Russe sieht China als Freund. Da stünde Putin recht allein.

  2. Es geht hier nicht um herzliche Verhältnisse, sondern um Überlegensstrategien und da scheinen mir die Verhältnisse klar zu sein. Ich glaube , dass mittlerweile die Beziehungen zu den USA stark angekühlt sind und gleichwohl soll der Heloten-und Sklavenstaat Deutschland für die USA in den Kampf ziehen. Mal sehen, wie das klappt.

  3. Deutschland sollte aufpassen, dass es für die USA nicht als Bauernopfer dient! Für die USA wäre ein Konkurrent weniger vorhanden. Russland und China sind mit ihren Hyperschallraketen aktiven neuersten Waffen um Lichtjahre den USA voraus. Die Flugzeugträger sind von den chinesischen DF21 Raketen im nu versenkt! 40 bis 50 Chinesische u. russische U-Boote mit Atomraketen bestückt im Nordatlantischen Ozean und Golf von Mexiko und die USA gibt es nicht mehr. Wer hoch pokert muss rechnen das er verliert!

    • Wohin soll so ein Kommentar führen, was will er uns sagen? Wohlmöglich heißt es demnächst: Wer hat die schönste Wasserstoffbombe?

  4. Herr Marco Maier, nicht nur China weigert sich den Spruch anzuerkennen, sondern u.a. auch die USA! 

    D.h. Washington führt eine Klage, dessen Urteil sie von vornherein nicht anerkennen werden. Macht eigentlich gar keinen Sinn, außer man lässt diese kleine, aber wichtige, Detail bei einer Berichterstattung weg. 

    • Wie ich das verstehe, erkennen die VSA den Gerichtshof nicht an. Das hindert sie nicht, seine Urteile nach Belieben anzuerkennen oder nicht – oder auch dort zu klagen. So halten sie es z. B. auch mit dem Menschenrechtsdingens in Den Haag und sogen. Kriegsverbrechern. Sich selbst nicht unterwerfen, aber die Institution nutzen. Typisch auch für andere Vetomächte.

  5. Von Jericho ging Elischa hinauf ins Bergland nach Bet-El. Da kam aus der Stadt eine Horde Jungen, die machten sich über ihn lustig und riefen von oben herab: »Komm zu uns herauf, Glatzkopf! Komm zu uns herauf, Glatzkopf!«
    Elischa schaute sich um, und als er sie erblickte, verfluchte er sie im Namen des HERRN. Im selben Augenblick kamen zwei Bären aus dem Dickicht und zerrissen zweiundvierzig von ihnen. – 2. Kön. 2, 23-25

    Mehr kommt mir dazu nicht in den Blick. Ich denke, die halbstarken Rottweiler im Auftrag ihres steinreichen jüdischen Herrn, sollten ein bisschen leiser treten, sonst stören‹s die beiden Bären noch in deren Winterschlaf. Also begegnen sollten die US-Rottweiler-Hunde den Gereizten alsdann nicht.

     
    Na ja. Diese jungen Hunde sind noch pubertär und deren jüdischer Herr schon ungemein senil, altersboshaft und mieselsüchtig. Man munkelt, der geht schon auf die 6000 zu. 

  6. hi

    also deutschland war einstmal eine hochkultur und die nazis waren mit ihrer damaligen technologie der usa und allen anderen um jahrzente voraus. deutschland hat sicher was auf lager was wir nicht wissen. oder? 🙂

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