Einer neuen Schätzung zufolge ist der globale Schuldenberg inzwischen auf rund 300 Billionen Dollar angewachsen. Das ist um die Hälfte mehr als noch 2008. Profiteure davon sind die Superreichen, während die Unter- und die Mittelschicht darunter leidet.

Von Marco Maier

Als im Jahr 2008 die globale Wirtschafts- und Finanzkrise ausbrach, umfasste der weltweite Schuldenberg (der gleichzeitig überwiegend auch das Vermögen einer plutokratischen Finanzelite darstellt) noch rund 200 Billionen Dollar. Heute, acht Jahre später, hat sich dieser Schuldenberg um die Hälfte – also um 100 Billionen Dollar – auf sagenhafte 300 Billionen Dollar erhöht!

Möglich machte dies auch die gewaltige (virtuelle) "Gelddruckerei" der Zentralbanken und die Giralgeldschöpfung des privaten Bankensystems. Hinzu kommen völlig überbewertete Aktienmärkte, bei denen nicht wenige Orders auf Kredit getätigt werden – die niedrigen Zinsen erleichtern dies sogar.

Inzwischen wird immer deutlicher, dass das was wir als "Geld" bezeichnen, seit 1971 mit der Aufhebung des Goldstandards eigentlich diese Bezeichnung kaum mehr verdient hat. Ein Dollar von 1971 hat heute gerade einmal noch eine Kaufkraft von 17 Cent. In Deutschland ist der Verlust zwar nicht ganz so stark (weil die D-Mark lange Zeit gegenüber dem Dollar aufwertete), dennoch darf man auch hier von einem Kaufkraftverlust von rund 70 Prozent sprechen.

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Doch die wahre Inflation spielt sich nicht auf den Konsum- und Gütermärkten ab, sondern vor allem auf den Finanz- und Kapitalmärkten. Dorthin fließt nämlich der Großteil des Geldes und "vermehrt sich selbst". Nicht umsonst hat sich der Anteil der Finanzindustrie an der gesamten Wirtschaftsleistung seit 1971 verdreifacht und sich ein Überhang bei den Finanzvermögen gegenüber dem Realvermögen entwickelt. Nicht umsonst konnten die "oberen 10 Prozent" seitdem ihren Anteil am Volkseinkommen von 33 auf 50 Prozent erhöhen, während die Mittelschicht zu den absoluten Verlierern gehört (und Dank der falsch angegangenen "sozialen Umverteilung" bezahlt diese Mittelschicht für die Unterschicht, während die Oberschicht diese beiden Gruppen aufeinanderhetzt).

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9 KOMMENTARE

  1. Wenn der Goldstandard nicht realistisch durchführbar ist, wird es aufgrund der psychopathischen Krankheitsstruktur von mehr als 90% der Politiker auch nach einer tabula rasa-Lösung immer wieder zu solchen Auswüchsen kommen.

  2. Das ist eine so mörderische Waffe in den Händen unserer Feinde, daß sie gar keinen materiellen Krieg gegen uns führen müssen um uns zu zerstören. Jene Politiker die die finanzielle Ausblutung und Verschuldung der Staaten politisch betrieben haben, haben ihnen in die Hände gespielt und das ganz bewußt. Die politische Schnittmenge ist die Zerstörung der homogenen Volkskulturen und die geordneten nationalstaatlichen Wohlfahrtsgesellschaften. Vor allen derzeitigen linkssozialistischen (rotgründunkelrot) Parteien sollte der Wähler laut schreiend davonlaufen.

    • Selten so einen Stuss gelesen, Lümrod. Merk dir mal eins und wenn du es nicht kannst dann schreibs dir auf, wenn der Mensch nichts mehr zu Fressen hat, wird er zur Bestie, dann werden auch die Oberbonzen gefressen, das überlebt keiner !

  3. Und unter Merkels Führung , ist die Verschuldung Deutschlands auf sage und schreibe 7,5 Billionen gestiegen.

    Aber zum Vergleich – die wenigen 5-10% Millionäre und Multi-Milliardäre in Deutschland sollen ein "geschätztes" Vermögen ( dank Merkel, Schäuble,CDU und CSU) von unglaublichen 10 Billionen besitzen und da sind noch nicht ihre Immobilien und Kunstschätze mit drin .

    Wie gesagt, kann deren Vermögen nur geschätzt werden, weil der Staat es nicht weiss und das weil die ELITE kaum kontrolliert wird.

    • Und ich frage mich immer noch von welchem Staat die Rede ist.

      Von der BRD bestimmt nicht.Die ist bei der UNO als Staat nicht aufgeführt.

  4. Und das Rad der sogenannten 'Regenmacher' dreht sich immer schneller, die nicht wahrhaben wollen, daß immer öfters der Regen in ihrem Spekulationsbereichen immer öfters ausbleibt, da den Helfern zur Insolvenzverschleppung langsam ebenfalls die Luft ausgeht.So hat man im Bankenbereich bis heute nicht eingesehen, daß eine Bankentrennung nach dem Glass-Steagal-Act, bei der es auf der einen Seite die klassischen Geschäftsbanken stehen, die das Kreditgeschäft mit der Realwirtschaft betreiben und auf der anderen Seite die Investmentbanken mit ihren Derivaten und anderen Finanzprodukten spekulieren könnten. So scheint der Bankenbereich, mit der Aufhebung des Glass-Steagal Acts jedoch von allen guten Geistern verlassen worden zu sein, und  das für die Banken sprichwörtliche Fingerspitzengefühl der Vergangenheit anzugehören, da die Banken, die sich im Derivatenbereich verzockt haben, auch die gesunden Geschäftsbanken mit in den Abgrund reißen. Und das nicht zu knapp, da man die Übersicht im CDS Bereich verloren hat, welches sich schätzungsweise um die 700 Billionen US$ bewegen soll, abgesehen davon, wenn diese Derivatenbombe hochgeht, es zu Prozessen unter den Bankenriesen kommen wird, wobei neben den astronomischen Kosten einige Tausend Jahre Gefängnis zusammen kommen werden, wobei der Prozeß gegen Bernie Madoff mit seinen Schneeballsystem, wie es im Moment von der EZB betrieben wird, nur ein kleiner Vorgeschmack gewesen sein dürfte.

  5. Nun, wir haben offensichtlich zugleich eine Schulden- und Guthaben(Forderungen)krise.
    Unsere Medien diskutieren aber lieber nur die Schulden – denn ansonsten müsste man ja eingestehen, dass wir eine auch aus ökonomischer Sicht unhaltbare Ungleichverteilung bei den Einkommen und Vermögen haben. Unsere "Hochleistungspresse" vermeidet die notwendige Transparenz und Diskussion über die Verteilung immer dadurch, dass man das Thema zu einer "Neiddebatte" erklärt: Man gönne den Reichen ihren "Erfolg" (sprich leistungslose Einkommen) nicht!

  6. Gut erkannt —- Gefahr gebannt????????????????

    Denkste! Wir schaffen das! Wir kämpfen bis zum letzten Bluts- oder Wassertropfen…………. Wie war das doch noch "What a beautyful world"  Wo denn, verdammt noch mal?

  7. ´"in Contra-Spezial, Dossier Kapitalismuskritik"

     

    Hat man dafür keine besser Rubrik gefunden? Oder fehlt es hier ganz leicht an Grundwisssen? Das Schuldgeldsystem mit Fiatwährung keine Spezialität des Kaptalismus, es kann daher nicht unter "Dossier Kapitalismuskritik" verbucht werden. Oder warum hatten und haben die Sozialisten das gleiche Geldsystem?

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