Der Vermögensverwalter Blackrock, selbst wichtiger Aktionär der maroden Banken Italiens und auch der daran hängenden französischen und deutschen Geldhäuser, fordert von der EU Geld für die notleidenden Institute. Aus purem Eigennutz natürlich.

Von Marco Maier

Der weltweit größte Finanzinvestor Blackrock fordert die EU dazu auf, die maroden italienischen Banken finanziell zu unterstützen. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung sagte der Vize-Chef von Blackrock und Ex-Präsident der Schweizerischen Notenbank (SNB): "Ich bin fest davon überzeugt, dass Italien nun seine Banken rekapitalisieren muss, um Schlimmeres zu verhindern". Dazu ergänzte er: "Wenn man jetzt eine italienische Großbank Pleite gehen ließe, dann erzeugte man eine Ansteckung bei den Banken in ganz Europa." Europa habe seit der Finanzkrise 2008 verpasst, sein Bankensystem zu sanieren. "Jetzt kommt so etwas wie die zweite Welle. Wenn wir jetzt die nächste Bankenkrise zulassen, dann wird das den Steuerzahler noch viel mehr kosten."

Gerade die Finanzindustrie, die mit ihren steten Rufen nach mehr Deregulierung und den massiven Lobbymaßnahmen erst dazu beitrugen, dass das ganze Bankensystem sich dermaßen verzocken konnte und ohne wirkliche Kontrolle Billionen von Euro versenkte, ruft nun wieder nach Steuergeldern? Passenderweise haben die EU-Politiker ja (wohl auf Druck der Finanzinstitute) dafür gesorgt, dass die "No-bail-in-Klausel" eine entsprechende Hintertür aufweist. Denn Staatshilfen für die Banken stellen dann keinen Bruch der EU-Regeln dar, die eine finanzielle Beteiligung der Gläubiger (Aktionäre, Anleiheninhaber und Sparer) bei der Rettung und der Abwicklung von Banken fordern, wenn die EU-Kommission feststellt, dass "die Finanzstabilität in Europa gefährdet" sei.

Natürlich verfolgt Blackrock mit den Forderungen die Eigeninteressen. Denn immerhin hält der Vermögensverwalter an den meisten Banken (und damit verbundenen Versicherungsgesellschaften) Anteile von 4 bis 7 Prozent. Stürzen die Banken, dann verliert auch Blackrock mehrere Milliarden Euro (bzw. Dollar). Kein Wunder also, dass nun starker Druck auf die Politik ausgeübt wird. Angesichts dessen, dass die Finanzindustrie dermaßen viel Einfluss auf verantwortlichen Stellen ausübt, kann man davon ausgehen, dass in den kommenden Monaten ein neues Rettungspaket für die italienischen Banken (und die damit verketteten Finanzunternehmen) geschnürt wird. Und die Steuerzahler dürfen wieder einmal für die Verfehlungen der gierigen Bankster geradestehen.

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11 thoughts on “Rettungsaufforderung: Die Finanzkrake Blackrock und die italienischen Banken”

      1. Ja ja Blackrock und jetzt ratet mal wem dieses globale Finanzraubtier gehört !? ^^^^

        Man kann es selbst recherchieren, ist aber viel viel arbeit. Weiter unten hat es Falkenauge teilweise angeführt und es ist ein Krake die in sich nochmals vielfach verschachtelt ist aber das wirkliche Sagen hat dort Rothschild.

        Wenn man von der "kleinen Wirtschaft-u.Finanzelite" spricht, welche unseren Planeten und uns alle unterworfen hat (ja es ist bereits ein IST-Zustand), dann findet man sie genau in diesem Zirkel. Die ganzen Typen welche da in Verschleierungstaktik Jahr für Jahr in der Forbesliste angeführt werden, sind max. 2 und 3 Ebene aber du findest dort niemals die Führungseben. Nicht zu vergessen die Warburg, denn die gehören zur Führungsbene ! 

        p.s.: Übrigens wie der "Zufall" es will, endet heuer im November ein ganz bestimmter Vertrag und zwar jener der CBR. ….und gaaanz zufällig beginnt gerade das große Säbelrasseln der NATO vor Russlands Haustüre. Ein Schelm der nun Böses dabei denke ^^

        p.p.s: zur Erläuterung; die CBR ist die russische Nationalbank und steht genauso im Privatbesitz wie die FED, die BIZ (!!!), die Bank of England usw . Es erübrigt sich wohl hinzuzufügen wem diese Banken gehören ^^^^

  1. Der Bankenbereich ein Branche ohne Risiko!

    So wurde bereits der weitreichendste Eingriff in die fiskalpolitische Souveränität Deutschlands in der Geschichte der BRD am Donnerstag, den 13. Juni 2013 mit der Enteignung der deutschen Steuerzahler, von der Öffentlichkeit weitgehende unbemerkt, mit der Bestimmung der rückzahlungsfreien, präventiven Rekapitalisierung des europ. Bankensystems mit der Aufgabe von Souveränitätsrechten im fiskalen Bereich, beschlossen.

    Mit der Beauftragung der EZB, als niemanden verantwortlich Bankenaufsicht, verlor der deutsche Steuerzahler endgültig die Kontrolle über die ersten 135 Milliarden Euro die Deutschland, die von niemanden, außer der EZB im Auftrag von Goldman & Sachs kontrolliert wird, einzuzahlen hat.

    Diese Gelder dienen uneingeschränkt zur Rettung maroder europ. Banken und letztendlich dem Schattenbankenbereich der CDS, welche jetzt zur Abwendung des des ital. Staatsbankrotts, auf Grund der eingegangenen Haftungsverpflichtungen der deutschen Steuerzahler erst einmal mit 360 Milliarden Euro zur Kasse gebeten wird.

    So dürfte sich der Beherrscher der 'Schwarzen Null' mit einer weiteren Zementierung dieser Haftung mit den Beschlüssen vom 6. Nov. 2014 und dem 22. Jan. 2015 eines vertrottelten Bundestags von dieser 'Schwarzen Null' für immer verabschieden. Fraglich ist nur wie es mit den Finanzen dieser BRD weitergehen soll, wenn die einsetzenden Forderungen im Rahmen der Kreditausfallversicherungen, im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der BRD, auf die deutschen Steuerzahler zukommen, wogegen der Zusammenbruch des amerik. Kredit- versicherungssystem 2008 noch eine Idylle gewesen sein dürfte. Blackrock und der IWF werden bestimmt die Letzten sein, die dann Deutschland aus der Misere helfen werden, die über die 'bail in' Bestimmungen dieser 'EU', aufgrund der eingegangenen Haftungen, nur lachen können.

     

     

     

     

  2. Der Grundstein für den abermaligen Griff in die Steuerzahlerschatulle wurde 2008 gelegt! Und weil das ja alles so toll war und gut lief hat man auch nichts weiter, außer etwas Kosmetik Basel II+III, unternommen. Nun wird man wieder Geld drucken und es auf den Markt werfen mit genau denselben Auswirkungen wie 2008 und 2016. Also keine 12 Monate mehr bis alles hoch geht. Man kann Bananen die Krümmung vorschreiben und die Leistung von Staubsaugern reduzieren. Banken trennen und Pleite gehen lassen kann man aber nicht. Vermutlich weil  man hofft das sie es dann auch nicht tun. Bald werden alle merken das sie das sehr wohl tun können, aus sich selbst heraus. Dann aber mit Folgen deren Endgültigkeit und Brutalität nicht einmal ansatzweise von den Politkaspern auch nur ansatzweise erahnt werden. Alles im Leben hat seinen Preis, Dummheit, Ignoranz und falsche Loyalitäten nochmals einen ungleich höheren. Dann mal Helm ab zum Gebet.

     

  3. Wer weiß genau, wer BlachRock ist und was sie treiben? BlackRock ist größer als die Deutsche Bank, Goldman Sachs und JP Morgen zusammen.

    BlackRock ist an nahezu jeder größeren Aktiengesellschaft der Welt beteiligt. Aber große Finanzakteure sind wiederum an BlackRock beteiligt, so beispielsweise die Rothschilds, Queen Elisabeth II., die US-Politiker Al Gore und Maurice Strong sowie die Milliardäre Warren Buffet und George Soros. Größte Anteilseigner sind aber PNC Financial Service mit 21,7 % und Barclay mit 19,7 %.

    BlackRock & Konsorten sind nicht nur die bestimmenden Eigentümer der Realwirtschaft, sondern auch der Banken, auch der bisher mächtigsten unter ihnen, der Investmentbanken. Die Deutsche Bank etwa ist weder deutsch noch Bank, sondern eine Vorfeldorganisation angelsächsischer Investoren, die allerdings auch deutsches Kapital verwalten wie saudisches. BlackRock  & Konsorten gehören wiederum Investmentbanken und anderen Hedgefonds. Die mächtigsten Finanzakteure sind untereinander vernetzt, auf planetarischem Niveau und zugleich zur Spitze hin anonymisiert.  Siehe unbedingt:

    http://fassadenkratzer.wordpress.com/2014/03/13/finanzkapitalistische-strukturen-der-macht/

     

    1. Der Sachverhalt ist so kompliziert nicht und Teufelszeug ist es genau so wenig wie eine Verschwörung..

      Blachrock ist Vermögensverwalter. Die legen also Geld in Aktien und Schuldverschreibungen an um für ihre Anleger Rendite zu erzielen. Ihre Anleger wiederum sind die die durch die Staatsverschuldungen an enormen Geldsummen gekommen sind, auf welchem Weg auch immer. Spekulation, Unternehmertum, Erbschaft, kriminelle Geschäfte etc. Mit Arbeit können wir jedenfalls ausschließen. 🙂  

      Da das Geld(Staatsverschuldungen) nicht verschwunden oder verband ist, sondern lediglich seinen Besitzer gewechselt hat wird es nun wiederum angelegt. Und weil die Vermögensbesitzer natürlich mit ihrem Geld weiter Geld verdienen möchten versuchen sie nun eben die Staaten davon zu überzeugen weitere Steuermilliarden in den Markt zu pumpen. Das natürlich legitim, von deren Standpunkt aus. Vom Standpunkt des Steuerzahlers aus gesehen natürlich weniger. Aus Marktwirtschaftlicher Sicht ist es so dass derlei Rettungen unsinnig sind weil sie den gesamten Markt, Weltweit, in den Kollaps führen. Nur ne Frage der Zeit. Und das ist unausweichlich weil Mathematik keine Glaubenssache ist.

  4. Hauptsache die (schwarze) Null steht…und zur Not gibt es ja noch die Bankenunion nebst europäischer Einlagensicherung. Deutschland ist doch ein reiches Land…

  5. Grosse marode Banken eignen sich ideal für weiteres Ausplündern der entsprechenden Länder. Mit den neu gesprochenen Krediten werden nicht die Banken gerettet. Ihnen werden Kredite gewährt, mit denen sie die Schuldenlast etwas mildern können. Daraufhin werden sie gleich wieder neue Schulden mit neuen Rückzahlungstermini machen, und die Investmentfonds mit vernetztem Insiderwisssen wetten daraufhin auf den Untergang oder das knappe Überleben des betroffenen Staates. Dann geht es nicht lange, und die Bank steht schon wieder vor der Pleite. Und wieder erhält sie einen immensen Kredit, die EZB und die ominösen Rettungsfonds mit Fiat-Geld machen es möglich. Und wieder wird gewettet – auswärtige Banken wie auch intern in der maroden Bank, die Schuldzinsen erhöhen sich, die Schulden des betroffenen Landes und der EU-Länder auch, denn letztlich sind sie Bürgen dieser Schuldenwirtschaft. Die Wirtschaft selbst sieht nichts von diesem Geld und marodiert, Arbeitsplätze gehen weiterhin verloren, die Bevölkerung verarmt, Renten und Gehälter werden gekürzt – siehe Griechenland, bis nichts mehr zu holen ist. Inzwischen ist Griechenland hoffnungslos verschuldet samt die EU-Staaten, die Bürgschaften für pleite Staaten übernehmen. Dann kommt der nächste Staat. Italien, Spanien und Frankreich sind die nächsten Kandidaten. Und das war alles vorhersehbar. Eine wirkliche Beseitigung der Finanzkrise seit 2008 hat nie stattgefunden.

    Dieses westliche Finanzsystem ist ein Betrugssystem, das von den gekauften Politikern und Konzern-Managern inkl. Banken gestützt wird. Es geht doch nichts über eine grosse marode Bank, da lässt es sich mit saftigen Krediten so richtig gut abzocken. Das ist wie mit einem Ertrinkenden, man hilft ihm beim Ersaufen, lässt ihn generös Luft holen (Kreditvergabe), sobald er sich erholt und selbständig schwimmen kann, will heissen, seine Probleme eigenständig – entgegen der Agenda der mafiosen Westmächte – zum Lösen bringt, taucht man ihn bis zum Ersaufen wieder unter. Danach lässt er sich noch so gerne wieder helfen, um Luft holen zu können. Die hilfreiche EU – verlängerter Arm der USrael-Oberclique – spielt den Retter, juchhe! Der nächste Milliardenkredit mit Fiat-Geld läuft. Usw. usw. usw. Profitieren tut eine kleine global-ausgerichtete Machtgruppe, die ihre Gewinne aus den Wetten privatisiert und die Verluste den Ländern als Schuldenberge anhängt. Ganz einfach!

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